<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354</id><updated>2012-02-07T21:20:32.263+01:00</updated><title type='text'>CineCsaba</title><subtitle type='html'>Liebe Filmfreunde!

Ein halbes Dutzend Kinoneustarts wöchentlich und unzählige DVD-Veröffentlichungen machen es heutzutage nicht leicht, "cineastische Perlen" zu entdecken. Ob Rezensionen da helfen? Ich weiß es nicht, doch trotzdem will ich hier meinen "Senf" zum Thema "Film &amp; Kino" dazugeben, möchte es wagen, Neues zu loben, Klassiker zu verdammen, Aktuelles zu verteufeln und Altes zu empfehlen.

Und wer weiß: Vielleicht stossen Sie so auf Ihren neuen Lieblingsfilm?</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>197</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-9049742745246711722</id><published>2012-02-07T21:12:00.005+01:00</published><updated>2012-02-07T21:20:32.269+01:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „Und dann der Regen“ (Kinostart: 29.12.2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ist schon ein paar Tage her, dass dieser Film deutschlandweit in die Spielpläne der Kinos aufgenommen wurde. Aber er beweist Durchhaltevermögen und ist hier und da noch im Programm. Daher &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne62_pro-und-contra-und-dann-der-regen-tambien-la-lluvia.html"&gt;AN DIESER STELLE&lt;/a&gt; ein Pro/Contra aus der Redaktion des Kinokalender Dresden. „Pro 1“ stammt aus meiner Feder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-9049742745246711722?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/9049742745246711722/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=9049742745246711722' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/9049742745246711722'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/9049742745246711722'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2012_02_01_archive.html#9049742745246711722' title='... im Nachgang: „Und dann der Regen“ (Kinostart: 29.12.2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5901358536957110270</id><published>2012-01-29T16:54:00.002+01:00</published><updated>2012-01-29T16:57:41.792+01:00</updated><title type='text'>„The Artist“ (Kinostart: 26. Januar 2012)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Dieser Film dürfte eigentlich gar nicht existieren“, beschreibt Jean Dujardin diese unmögliche Situation, in der er sich gerade befindet. Dujardin ist Schauspieler, in Frankreich schon seit langem ein Superstar, laut Cannes der „Beste Darsteller“ im Jahr 2011 und wohl selbst überrascht von dem, was ihm und seinem Regisseur, Michel Hazanavicius, da gerade widerfährt. Denn ihr gemeinsames Werk dürfte tatsächlich nicht existieren – immerhin ist „The Artist“ ein Stummfilm. In schwarz-weiß. Im Jahr 2012.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Zeiten von 3D-, Animations- und Dogmafilmen wahrlich eine Seltenheit, um die Hazanavicius nach eigenen Angaben lange kämpfen musste: „Mein Produzent fragte mich etwa 800 Mal, ob ich ein Remake der beliebten „Fantômas“-Reihe machen wöllte. Ich antwortete ihm 800 Mal mit ‚Nein!‘ – außer, er würde mir erlauben, die Neuverfilmung als Stummfilm zu inszenieren.“ Zwar sagte ihm der Produzent ab, doch was blieb, war die Idee – und die setzten beide nun trotz des immensen finanziellen Risikos in „The Artist“ um.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erzählt wird die tragische Geschichte des Stummfilmstars George Valentin (Dujardin), der einer Zufallsbekanntschaft (Bérénice Bejo) hilft, im Filmbusiness Fuß zu fassen. Als der aufkommende Tonfilm ihre Karriere beflügelt, driftet Valentin immer mehr ins Abseits, unwillig und unfähig, sich mit der neuen Technik zu arrangieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann so ein Film heute noch funktionieren? Genügen Gesten, Musik und Vorstellungskraft, um beim Zuschauer Begeisterung und Emotionen auszulösen? Diesen Versuch muss jeder Kinobesucher selbst wagen. Wer sich darauf einlässt, erlebt ein witzig-melancholisches Kleinod voller filmischer Poesie, das die Magie des klassischen Kinos der 1920er-Jahre preist, und zudem eines der charmantesten Leinwandpaare der vergangenen Jahre präsentiert. Dujardin und Bejo sind das Herzstück von „The Artist“, voller Leidenschaft, Grazie und auch ohne Dialoge so präzise in ihrer Art zu spielen, dass es einem die Tränen in die Augen treibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, so ein Film dürfte tatsächlich nicht (mehr) existieren. Aber im Kino ist bekanntlich alles möglich. Selbst so ein stummes Wunder wie „The Artist“.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 25. Januar 2012.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5901358536957110270?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5901358536957110270/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5901358536957110270' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5901358536957110270'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5901358536957110270'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2012_01_01_archive.html#5901358536957110270' title='„The Artist“ (Kinostart: 26. Januar 2012)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5126600396123137627</id><published>2012-01-08T13:47:00.005+01:00</published><updated>2012-01-08T13:55:28.171+01:00</updated><title type='text'>„Mordsklänge“. Eine CD-Rezension.</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-QhIhYbu8lg0/TwmSJfTXe7I/AAAAAAAAAEw/1JyCdI5zkLY/s1600/Cover_Mordsklaenge.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 294px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-QhIhYbu8lg0/TwmSJfTXe7I/AAAAAAAAAEw/1JyCdI5zkLY/s320/Cover_Mordsklaenge.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5695243895505910706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Der skandinavische Kriminalfilm hat sich in den vergangenen Jahren eine beachtliche Anzahl von Fans erarbeitet. Während Adaptionen von Werken aus der Feder von Mankell oder Nesser im TV für wohliges Gruseln sorgen, schaffte es die  „Millenniums-Trilogie“ von Larsson sogar auf die Kinoleinwand und erhält dank Regisseur David Fincher („Der seltsame Fall des Benjamin Button“) nun sogar eine zweite Verfilmung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen großen Anteil am Erfolg der nordischen Thriller haben sicherlich auch die Schauplätze (im Buch) und die musikalischen Untermalungen (im Film). Letztere gibt es nun auch auf einer CD-Kompilation unter dem passenden Titel „Mordsklänge – Die Musik zum Skandinavien-Krimi“ in komprimierter Form zu erleben. Dabei handelt es sich jedoch nicht ausschließlich um Soundtrack-Titel, die den zahlreichen Verfilmungen entnommen sind. Vielmehr ist die Zusammenstellung laut Eigenwerbung als „stilvolle, atmosphärische Lesebegleitung“ zu verstehen, die dank der Künstlerauswahl auch einen kleinen Einblick in die Vielfältigkeit der skandinavischen Musikerkultur ermöglicht. Mal klassisch („Zwei nordische Melodien“ von Edvard Grieg), mal poppig („Winter Killing“ von Stina Nordenstam), elektronisch („Miss You“ von Trentemøeller) und jazzig-rockig („Daylight Is Short In Fall“ von Rebekka Bakken): das Spektrum ist immens und schafft besonders bei den instrumentalen Titeln eines Filmscores („Millennium“ von Jacob Groth; „Wallander“ von Fleshquartet) eine wohlig-kühle, bedrohliche Atmosphäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Befürchtung, ein kompletter Hördurchgang könnte aufgrund der Melancholie und Düsternis zum Suizid führen, ist jedoch unbegründet. Denn weder ist Skandinavien ganzjährig vom Schnee bedeckt, unter dem sich Leichen verbergen, noch sind die Künstler allesamt Pessimisten. Ergo: Auch ohne einen der vielen Erfolgsromane, denen hier musikalisch gehuldigt wird, zu kennen, kann man diese CD hören und genießen – im Winter ebenso wie im Sommer. Und ob einzelne Titel tatsächlich das ‚skandinavische Gefühl‘–  so denn Derartiges überhaupt existiert – passend widerspiegeln, liegt schlussendlich stets in der Interpretation des Komponisten und des Hörers. Aus meiner persönlichen Sicht ist es hier in jedem Track formidabel eingefangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem sei an dieser Stelle noch auf die Filmmusik zur amerikanischen Verfilmung von „Verblendung“ (Kinostart: 12.01.2012) hingewiesen, für die Trent Reznor und Atticus Ross (Oscar für „The Social Network“) verantwortlich zeichnen. Sie zeigen einen völlig anderen Ansatz als ihn ihre skandinavischen Kollegen auf „Mordsklänge“ präsentieren. Einen ersten Höreindruck kann man sich &lt;a href="http://www.nullco.com/GDT/gbp.php"&gt;HIER&lt;/a&gt; verschaffen. Der Link ermöglicht einen kostenlosen (offiziellen) Download von sechs Musikstücken aus dem David-Fincher-Film.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;„Mordsklänge – Die Musik zum Skandinavien-Krimi“ ist erschienen bei Universal Music Group und seit Dezember 2011 im Handel erhältlich. Die CD enthält 18 Musiktitel mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 73 Minuten.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5126600396123137627?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5126600396123137627/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5126600396123137627' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5126600396123137627'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5126600396123137627'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2012_01_01_archive.html#5126600396123137627' title='„Mordsklänge“. Eine CD-Rezension.'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-QhIhYbu8lg0/TwmSJfTXe7I/AAAAAAAAAEw/1JyCdI5zkLY/s72-c/Cover_Mordsklaenge.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-3593596903723934230</id><published>2012-01-03T18:41:00.003+01:00</published><updated>2012-01-03T18:47:04.327+01:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „Rubbeldiekatz“ (Kinostart: 15.12.2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Das letzte Streitgespräch 2011 gehörte dem neuen Film von Detlev Buck. Nachzulesen auf der Seite des Kinokalender Dresden, und zwar &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne59_pro-und-contra-rubbeldiekatz.html"&gt;HIER&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-3593596903723934230?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/3593596903723934230/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=3593596903723934230' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3593596903723934230'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3593596903723934230'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2012_01_01_archive.html#3593596903723934230' title='... im Nachgang: „Rubbeldiekatz“ (Kinostart: 15.12.2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2398905258712969777</id><published>2011-11-22T10:19:00.005+01:00</published><updated>2011-11-22T10:33:42.160+01:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „Geständnisse“ (2010)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-Xp9M0R9k6rs/TstpOGFV4II/AAAAAAAAAEk/KcMl2xSZ31o/s1600/Cover_Confessions.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-Xp9M0R9k6rs/TstpOGFV4II/AAAAAAAAAEk/KcMl2xSZ31o/s320/Cover_Confessions.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5677747446102745218" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Eine Ansammlung von Superlativen wäre wohl die einzige halbwegs gerechtfertigte Rezension über Tetsuya Nakashimas Ausnahmewerk „Geständnisse – Confessions“. Denn: Verstörender, aufregender, außergewöhnlicher geht kaum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das zeigt sich bereits zu Beginn dieses irgendwo zwischen Psychothriller, Horrorfilm und Gesellschaftsdrama angesiedelten cineastischen Albtraums aus Bild und Ton. Dies ist keineswegs negativ gemeint, vielmehr ein Versuch, das Gesehene/Gehörte  halbwegs akkurat zu beschreiben. Unterteilt in mehrere Kapitel, Geständnisse, die die fortschreitende Handlung jeweils aus der Sicht eines anderen beschreiben, lässt der Film sein verdutztes Publikum eine perfide Rachephantasie miterleben, die in Teilen auch blutig daherkommt, seine Protagonisten (und mitleidenden Zuschauer) jedoch vielmehr psychologisch an Grenzen bringt. Wohlgemerkt: Das alles klingt möglicherweise abstoßend, ist aber nur der Hintergrund für ein Genresprengendes Stück Film, das mutiger kaum sein könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erste Geständnis im Film macht die Lehrerin Yuko Moriguchi (Takako Matsu) vor ihrer tobenden Klasse kurz vor Ferienbeginn. Sie erzählt von der Liebe zu einem Mann, seiner HIV-Infektion, einem Kind der Liebe und dessen Tod durch die Hand zweier Jugendlicher, die ob ihres Alters vom Gesetz her noch nicht für ihr Handeln belangt werden können. Aber Yuko kann. Denn sie weiß, wer die Täter sind und wird diese nun bestrafen – indem sie ihnen das Blut ihres kranken Gatten in die Milch mischt.&lt;br /&gt;Der Zuschauer wie auch die Klassenkameraden wissen zu diesem Zeitpunkt längst, wer gemeint ist, und während der Eine sich daraufhin zu Hause eingräbt, einem Zombie gleich sein (Rest-)Dasein fristet und die eigene Mutter zunehmend zur Verzweiflung bringt, wagt es der andere, weiterhin in die Schule zu gehen – und sich der Häme, des Spotts und der Verachtung seiner Mitschüler auszusetzen.&lt;br /&gt;Hier beginnt das zweite Geständnis, das die Geschichte nun aus Sicht einer der Schülerinnen erzählt, das Mobbing im Klassenraum zeigt und dem Film eine neue Handlungsebene eröffnet. Dieses Stilmittel nutzt Regisseur Nakashima immer wieder und taucht dabei fast unmerklich tiefer und tiefer in die Seelen seiner Figuren ein, um deren Motivation zu verdeutlichen – bis zum bitteren Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Formal geht „Geständnisse – Confessions“ auch ungewöhnliche Wege. So breitet der Film die erste Episode auf nicht weniger als eine halbe Stunde aus, in denen die Lehrerin lediglich ihre Geschichte erzählt. Allerdings in einer Art und Weise, die bereits nach den ersten fünf Minuten einen Sog entfaltet, der bis zum Abspann auch nicht nachlässt. Ein Großteil der Szenen ist zudem nur in Zeitlupe zu sehen, was die perfekte Komposition der eingefangenen Bilder noch einmal unterstreicht. Man starrt, staunt, schluckt.&lt;br /&gt;Vielleicht auch, da Nakashimas Adaption einer Geschichte von Kanae Minato etliche Verweise auf die japanische Gesellschaft enthält, deren Missstände  und Tabus als Auslöser für all die Katastrophen gelten können, die den Figuren widerfahren: Mobbing, Gewalt unter Schülern, Aids, Suizid, Amokläufe, die Rolle der (egal ob verheiratet oder nicht) überforderten, alleinerziehenden Mutter, der Wunsch nach Anerkennung – nichts, was es nicht auch in anderen Kulturkreisen gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob Warnung, Unterhaltung oder Filmkunst in einer nahezu perfektionierten Form: „Geständnisse – Confessions“ kann vielfältig interpretiert werden. Verpassen sollte man ihn nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die DVD bietet den Film in deutsch synchronisierter und japanischer  Sprachfassung, deutsche Untertitel, ein Making of (70 Minuten!), Trailer, sowie  – als besonderes Bonbon – ein ausführliches Booklet. Die BluRay beinhaltet darüber hinaus noch zusätzliche Interviews. „Geständnisse - Confessions“  ist erschienen bei Rapid Eye Movies/Al!ve AG und seit 18. November 2011 erhältlich.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2398905258712969777?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2398905258712969777/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2398905258712969777' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2398905258712969777'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2398905258712969777'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_11_01_archive.html#2398905258712969777' title='Heimkino-Tipp: „Geständnisse“ (2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-Xp9M0R9k6rs/TstpOGFV4II/AAAAAAAAAEk/KcMl2xSZ31o/s72-c/Cover_Confessions.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-1499951958946146098</id><published>2011-11-22T09:44:00.005+01:00</published><updated>2011-11-22T10:16:19.204+01:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „Das Lied in mir“ (2010)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-6I9IRqbQ-M0/TstjZJqBjGI/AAAAAAAAAEY/yqHHjrrXavQ/s1600/Cover_Das%2BLied%2Bin%2Bmir.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 227px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-6I9IRqbQ-M0/TstjZJqBjGI/AAAAAAAAAEY/yqHHjrrXavQ/s320/Cover_Das%2BLied%2Bin%2Bmir.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5677741038970702946" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Was heißt es eigentlich, ein Naturtalent zu sein? Gewöhnlich ist das eine Person, die, ohne eine entsprechende Ausbildung absolviert zu haben, eine Tätigkeit bravourös, ausgezeichnet, erinnerungswürdig ausführen kann. Auf Aktrice Jessica Schwarz trifft dies zweifellos zu. Nach Model-Arbeit und TV-Moderation scheint sie in der Schauspielerei nun ihre Berufung gefunden zu haben. Wer nach den vielen guten Filmen der vergangenen Jahre („Nichts bereuen“, „Der Rote Kakadu“, „Die Tür“), Kritikerpreisen und meiner Schwärmerei immer noch zweifelt, dem sei „Das Lied in mir“ ans Herz gelegt, in dem sie zwar wenig spricht, aber doch viel zu sagen hat, wie es ein Journalisten-Kollege zum Kinostart treffend formulierte. Eine nuancierte Performance, die Schwarz schlicht brillant gibt und für die sie in der Tat kaum Worte benötigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Regiedebüt von Florian Cossen beginnt mit einem Zufall: Auf dem Flughafen in Buenos Aires nimmt Maria (Schwarz) eine Frau wahr, die ihrem Baby ein spanisches Kinderlied vorsummt. Ohne das Lied zu kennen, singt Maria den Text mit und bricht kurz darauf völlig aufgelöst zusammen. Der Flug ist pfutsch, aber Maria will die Zeit bis zur Weiterreise nutzen, um diesem seltsamen Vorfall auf den Grund zu gehen. Kurz darauf steht ihr überraschend ihr Vater Anton (nicht minder großartig: Michael Gwisdek) im Hotel gegenüber, in das sich Maria vorübergehend eingemietet hat. Er gesteht ihr, dass er lediglich ihr Ziehvater sei und ihre wahre Familie aus Argentinien stamme. Eine Wahrheit, die er ihr nahezu 30 Jahre verschwiegen hat. Verstört und neugierig will sie nun ihre Verwandten wiederfinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was als Identitätssuche einer jungen Frau beginnt, entwickelt sich mit zunehmender Laufzeit zu einer bewegenden Bestandsaufnahme eines Landes, in dem die Folgen einer jahrelangen Diktatur noch immer präsent sind. Für ein Erstlingswerk eines deutschen Filmemachers ein beachtliches Thema, das leicht in den Untiefen einer schmalzigen TV-Produktion hätte enden können.  Cossen und seine Co-Autorin Elena von Saucken haben in ihrem klugen Drehbuch allerdings Figuren erschaffen, die Brüche haben, Geheimnisse in sich tragen und alles andere als eindimensional sind. So hadert Maria nach der erschütternden Enthüllung ihres ‚Vaters’ Anton am Frühstückstisch, ob sie ihn verdammen oder dankbar gegenüber treten soll. Fakt ist, er hat sie ihrer Wurzeln beraubt, sie nach Deutschland entführt und ist nicht bereit, seine Tat als verwerflich zu bereuen. Fakt ist aber ebenso, dass Maria als Kind von Regierungskritikern ohne Antons Hilfe in Argentinien wohl nicht überlebt hätte. Marias wiederentdeckte Tante (Beatriz Spelzini) fordert zwar vehement eine Bestrafung des Entführers. Aber kann und will Maria den Mann, bei dem sie glücklich aufgewachsen ist, von einem Augenblick auf den anderen aus ihrem Leben verbannen?&lt;br /&gt;Nicht anders verhält es sich mit Alejandro (Rafael Ferro), einem Polizisten, der Maria als Übersetzer zur Seite steht. Er weiß, dass sein Vater Teil des Unterdrückungsapparates war, wagt es aber aus Angst vor schmerzhaften Wahrheiten nicht, ihn danach zu fragen. Quasi als Absolution für dessen Taten, hilft er Maria und ihrer neugewonnenen, wiedergefundenen Familie beim Kennenlernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei dieser Anzahl von Charakteren, die jeder ihr eigenes Päckchen zu tragen haben, ist eine für alle Seiten befriedigende Auflösung kaum möglich. Dass Regisseur Cossen seinen Film schlussendlich auf eine Weise enden lässt, bei der einige Fragen unbeantwortet bleiben, wird nicht jedem Zuschauer schmecken. Cossen deshalb jedoch Feigheit vor einer klaren Aussage vorzuwerfen, wäre nicht gerechtfertigt. Seine Entscheidung resultiert wohl eher aus dem Wissen, dass ein Prozess der Selbstfindung, das Zusammenwachsen einer Familie, das Akzeptieren von menschlichen Schwächen und das Nachwirken historischer Ereignisse nicht in 90 Spielfilmminuten abgehandelt werden können. Warum dann aber all das in einen einzigen Film packen? Vielleicht weil es nicht voneinander trennbar ist. Und weil es „Das Lied in mir“ zu einem bemerkenswert mutigen Film macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die DVD bietet den Film in deutscher Fassung mit spanischen und englischen Textpassagen (untertitelt). Als Extras gibt gestrichene Szenen, kurze, aber schön anzusehende Fotosammlungen (Bilder vom Set und von den Drehorten), ein kurzes Stadtporträt von Buenos Aires, sowie einen Audiokommentar und Trailer. „Das Lied in mir“ ist erschienen bei Schwarz Weiss Filmverleih / Indigo und seit 11. November 2011 erhältlich.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-1499951958946146098?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/1499951958946146098/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=1499951958946146098' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1499951958946146098'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1499951958946146098'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_11_01_archive.html#1499951958946146098' title='Heimkino-Tipp: „Das Lied in mir“ (2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-6I9IRqbQ-M0/TstjZJqBjGI/AAAAAAAAAEY/yqHHjrrXavQ/s72-c/Cover_Das%2BLied%2Bin%2Bmir.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5710868080103779299</id><published>2011-11-16T21:38:00.002+01:00</published><updated>2011-11-16T21:42:48.006+01:00</updated><title type='text'>„Der Fall Chodorkowski“ (Kinostart: 17. November 2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Es mutet schon ein wenig seltsam an: Besucht der russische Ministerpräsident Wladimir Putin die sächsische Landeshauptstadt, so wird er dort stets ehrenvoll und stolz empfangen. Immerhin lebte er mehrere Jahre in Dresden und wurde hier zum zweiten Mal Vater. Dass sein Aufenthalt vornehmlich beruflich bedingt war – in Funktion eines KGB-Offiziers – gerät dabei gern in Vergessenheit. Umso bedeutender erscheint die Ankündigung, dass der Regisseur Cyril Tuschi am kommenden Freitag (18.11.2011, 20 Uhr, Filmtheater Schauburg) Station in Dresden macht, wo er seine Dokumentation „Der Fall Chodorkowski“ vorstellen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der über fünf Jahre entstandene Film widmet sich einem der spektakulärsten und gleichsam umstrittensten Prozesse der russischen Justizgeschichte. Michail Chodorkowski, einst der wichtigste und reichste Unternehmer in Putins Reich, sitzt seit 2003 im Gefängnis. Offizielle Begründung: Steuerhinterziehung. Seit seiner Verhaftung ist es international jedoch ein offenes Geheimnis, dass der Ölmagnat und Intimfeind von Putin aus politischem Kalkül aus dem Verkehr gezogen wurde. Denn obwohl er zunächst selbst vom „System Putin“ profitierte, unterstützte er später die politische Opposition und kritisierte offen die Korruption im Lande.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Autor und Filmemacher Tuschi vermeidet es, Chodorkowski plump zu heroisieren oder Putin an den Pranger zu stellen. Vielmehr gelingt ihm ein souverän recherchiertes, detailliertes Porträt eines Mannes, das er ausgewogen und spannend aufbereitet, dabei aber auch das knallharte kapitalistische  Kalkül von Chodorkowskis Handeln verdeutlicht. Interessante Interviewpartner wie Joschka Fischer geben zudem Einblicke in politische Gegebenheiten, animierte Sequenzen zeigen Szenen, die nur auf Vermutungen basieren. Tuschi ist somit auch auf optischer Ebene ein fabelhafter Wirtschaftskrimi gelungen, der den Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge schärft und statt Polemik Fakten präsentiert. Das war wohl auch der Grund, weshalb gleich zweimal (u.a. kurz vor der Uraufführung auf der Berlinale 2011) im Büro des Regisseurs eingebrochen und Festplatten mit dem Film von Unbekannten entwendet wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 16. November 2011.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5710868080103779299?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5710868080103779299/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5710868080103779299' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5710868080103779299'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5710868080103779299'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_11_01_archive.html#5710868080103779299' title='„Der Fall Chodorkowski“ (Kinostart: 17. November 2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-4504382079751036116</id><published>2011-11-05T11:50:00.004+01:00</published><updated>2011-11-05T11:54:44.399+01:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „Melancholia“ (Kinostart: 06.10.2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Siehe da, die Welt ist (noch) nicht untergegangen. Wie es hätte aussehen können, zeigt Lars von Trier in „Melancholia“. Was wir vom Kinokalender Dresden dazu zu sagen haben, lest ihr &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne55_die-erde-ist-schlecht-pro-und-contra-melancholia.html"&gt;HIER&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-4504382079751036116?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/4504382079751036116/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=4504382079751036116' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4504382079751036116'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4504382079751036116'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_11_01_archive.html#4504382079751036116' title='... im Nachgang: „Melancholia“ (Kinostart: 06.10.2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-8733890931262299505</id><published>2011-10-16T12:35:00.005+02:00</published><updated>2011-10-16T12:40:34.657+02:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „Mein bester Feind“ (Kinostart: 01.09.2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;In der Oktoberausgabe des Kinokalender Dresden widmeten wir uns in der (Streit-)Kolumne „... im Nachgang“ dem Film „Mein bester Feind“. Das Ergebnis findet sich &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne54_pro-und-contra-mein-bester-feind.html"&gt;HIER.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-8733890931262299505?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/8733890931262299505/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=8733890931262299505' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8733890931262299505'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8733890931262299505'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_10_01_archive.html#8733890931262299505' title='... im Nachgang: „Mein bester Feind“ (Kinostart: 01.09.2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6855758519992427692</id><published>2011-10-09T18:45:00.004+02:00</published><updated>2011-10-09T18:57:48.215+02:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „Mütter und Töchter“ (2009)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-bZP_NBlUuO8/TpHQARayJWI/AAAAAAAAAEA/BUMZBFnIF1k/s1600/Cover_M%25C3%25BCtter%2Bund%2BT%25C3%25B6chter.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-bZP_NBlUuO8/TpHQARayJWI/AAAAAAAAAEA/BUMZBFnIF1k/s320/Cover_M%25C3%25BCtter%2Bund%2BT%25C3%25B6chter.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5661534909675742562" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Wer hinter diesem Titel eine romantische Komödie oder ein Drama, zugeschnitten auf das weibliche Publikum vermutet, wird überrascht sein. „Mütter und Töchter“ von Rodrigo Garcia hat zwar wie so oft in dessen Filmen hauptsächlich weibliche Protagonisten. Doch was er mit ihnen und über sie erzählt, könnte nicht weiter von – frau verzeih mir diese verbale Spitze – essenziellen Problemfilmchen à la „Sex and the City“ entfernt sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rodrigo hatte schon mit „Gefühle, die man sieht“ bewiesen, dass er eine prominente weibliche Darstellerriege wunderbar führen kann. Waren es in dem bewegenden Episodenstreifen aus dem Jahr 2000 u.a. noch Glenn Close, Cameron Diaz, Holly Hunter und Amy Brenneman, so konnte er diesmal Annette Bening, Naomi Watts und Kerry Washington (sowie abermals in einer Nebenrolle: Amy Brenneman) für sein nachdenklich stimmendes Skript gewinnen. Ein Skript, das nuanciertes Schauspiel und Emotionalität verlangt, ohne dabei im Kitsch zu ertrinken – was dem fabelhaften Cast wunderbar gelingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mutter und Töchter“ stellt drei Frauen (Karen, Elizabeth, Lucy) in den Mittelpunkt, die auf unterschiedliche Weise mit Mutterschaft konfrontiert werden: Karen (Bening) hat einst als 14-Jährige ihr Kind zur Adoption freigegeben, dies jedoch nie überwinden können. Ihre Tochter Elizabeth (Watts), von der sie (noch) nichts weiß, verschwendet zunächst keinen Gedanken an ihre Mutter („ihre Scheiß-Majestät“) und lenkt sich lieber mit Arbeit und einer Affäre mit ihrem Chef (Samuel L. Jackson) ab. Lucy (Washington) hingegen wünscht sich sehnlichst ein Kind und möchte nun eines adoptieren. Ihre eigene Mutter ist davon jedoch zunächst wenig begeistert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regisseur/Autor Rodrigo ist nicht daran interessiert, seinen Damen lediglich etwas Romantisches widerfahren zu lassen, nur um deren Leben eine neue Richtung zu geben. Vielmehr ist ihm mit „Mütter und Töchter“ eine präzise Studie gelungen, die vieles über zwischenmenschliche Beziehungen entlarvt und deutet, sei es von Mutter zu Tochter, von Frau zu Frau oder in einer Liebesbeziehung von Mann und Frau. Bemerkenswert dabei, wie viel Zeit und Raum der Film seinen Figuren zu ihrer Entfaltung lässt. So sind sie nicht nur als ‚Typen‘ zu sehen, die handeln wie es das Drehbuch vorgibt, sondern tatsächlich Menschen, die aus bestimmten Erfahrungen heraus ihre Lehren gezogen haben und nun dementsprechend auf ihre Umwelt reagieren. Sei es Karen, die das Flirten ihres neuen Kollegen (endlich wieder auf Film: Jimmy Smits) anfangs schroff abweist, oder Elizabeth, die selbst beim Quickie mit ihrem Boss die Kontrolle behält. Gleichzeitig gelingen Rodrigo immer wieder Szenen, die unvorhersehbar und spontan wirken, im Kontext der Charakterentwicklung allerdings stimmig sind. Das alles geschieht natürlich nicht mit großem Tamtam, sondern mit kleinen Gesten, Blicken und punktgenauen Dialogen, ergo: großem Darstellerkino.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So werden vielleicht einige Zuschauer am Ende ein Taschentuch zücken, wenn „Mütter und Töchter“ wenig überraschend zwar, aber doch wunderbar fotografiert, die drei Lebensgeschichten zusammenführt. Wem das zu peinlich ist, der darf sich gern auf meine Ausrede für das Schluchzen stützen: Es sind Tränen der Freude für 122 Minuten großartigster Schauspiel- und Filmkunst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die DVD bietet den Film in deutsch synchronisierter und englischer Sprachfassung, deutsche Untertitel, Making of, Interviews und Trailer. „Mutter und Töchter“  ist erschienen bei universum film und seit 16. September erhältlich.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6855758519992427692?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6855758519992427692/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6855758519992427692' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6855758519992427692'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6855758519992427692'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_10_01_archive.html#6855758519992427692' title='Heimkino-Tipp: „Mütter und Töchter“ (2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-bZP_NBlUuO8/TpHQARayJWI/AAAAAAAAAEA/BUMZBFnIF1k/s72-c/Cover_M%25C3%25BCtter%2Bund%2BT%25C3%25B6chter.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-109001181577578455</id><published>2011-10-09T13:18:00.005+02:00</published><updated>2011-10-09T13:34:02.588+02:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „Space Rangers“ (1992/1993)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-YzKHL7jODa4/TpGDZqQISeI/AAAAAAAAAD4/XjzEqH1DvSU/s1600/Cover_SpaceRangers.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-YzKHL7jODa4/TpGDZqQISeI/AAAAAAAAAD4/XjzEqH1DvSU/s320/Cover_SpaceRangers.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5661450683443333602" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;TV-Serien haben in der vergangenen Dekade dank der Erst- oder Wiederveröffentlichung auf dem DVD-Medium sehr viel an Popularität gewonnen. Die Unabhängigkeit vom wöchentlichen Ausstrahlungstermin im Fernsehen, die Möglichkeit, mehrere Folgen am Stück ohne Werbeunterbrechung oder Wartezeiten zu schauen, hat eine ganz neue Fankultur entstehen lassen, die so zuvor noch nicht existierte. Schöner Nebeneffekt: Auch längst vergessene Kleinode, die seit Jahren nicht mehr im TV zu sehen waren, können nun wiederentdeckt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Für mich persönlich zählt die kurzlebige Sci-Fi-Serie „Space Rangers“ zu jenen vergessenen ‚Fernsehjuwelen‘ (passenderweise auch der Name des veröffentlichenden Verlags). Gerade einmal sechs Episoden wurden Anfang der 1990er-Jahre hiervon produziert, bevor die Serie eingestellt wurde. Die Gründe waren vielfältig: Zu groß die Konkurrenz zeitgleich gestarteter Formate wie „Star Trek: Deep Space Nine“, bescheidene Effekte und unsinnige Entscheidungen seitens des produzierenden Senders CBS (so wurde die Ausstrahlung mit der dritten Folge begonnen, der einführende Pilotfilm erst später nachgereicht). Im Jahr 1994 war „Space Rangers“ dann auch im deutschen TV – in korrekter Reihenfolge und vollständig – zu bewundern. Allerdings war die Serie zu diesem Zeitpunkt für die Macher bereits seit zwei Jahren Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das von Pen Densham („Outer Limits“) entwickelte Konzept erzählt von den Abenteuern einer Gruppe von Gesetzeshütern, die im Jahr 2104 an einem abgelegenen Außenposten in den Weiten des Alls für Recht und Ordnung sorgen. Unter dem Kommando der kratzigen Chennault (immerhin: Oscar-Preisträgerin Linda Hunt) begibt sich John Boon (Jeff Kaake) zusammen mit seinem Team auf Missionen „an den Rand des Wilden Westen Weltall“. Neben einem mundfaulen, böse dreinblickenden Außerirdischen namens Zylyn (Mr. Spock lässt grüßen), zählen dazu u.a. noch ein Mechaniker mit großer Klappe, eine kampferprobte Blondine und ein Nachwuchs-Ranger, der sich erst noch beweisen muss. Alles drin also für kurzweilige, witzige und unterhaltsame Episoden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine gewisse Bereitschaft für trashige Sets und hölzerne Dialoge sollte man als Zuschauer schon mitbringen, um „Space Rangers“ genießen zu können. Die Budgetknappheit ist den Folgen leider anzusehen, allerdings lässt sich auch nicht leugnen, dass einige der Darsteller ihre Rollen mit einem unübersehbaren Augenzwinkern versehen haben. Den Machern und Beteiligten fehlendes Engagement vorzuwerfen, wäre jedoch unfair. Gute Ideen waren vorhanden, die Umsetzung so gut wie eben machbar und die Geschichten hier und da auch spannend. Von inszenatorischer Klasse heutiger Serien zwar meilenweit entfernt, doch im Rahmen der Entstehungszeit (1992) akzeptabel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bleibt ist die Erinnerung an eine ambitionierte Serie, die mit etwas mehr Mut seitens der Geldgeber vielleicht mehr Schauwerte und eine interessante Alternative zum „Star Trek“-Serienkosmos hätte bieten können. Unterhaltsam ist sie allemal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die DVD-Box bietet alle sechs Folgen in deutsch synchronisierter und englischer Sprachfassung sowie einen Trailer. Ein sehr informatives und mit viel Enthusiasmus gestaltetes Booklet mit aktuellen Interviews, Hintergrundinfos und Inhaltsangaben ergänzt das Set. „Space Rangers“ ist erschienen bei fernsehjuwelen/AL!VE AG und seit 23. September erhältlich.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-109001181577578455?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/109001181577578455/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=109001181577578455' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/109001181577578455'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/109001181577578455'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_10_01_archive.html#109001181577578455' title='Heimkino-Tipp: „Space Rangers“ (1992/1993)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-YzKHL7jODa4/TpGDZqQISeI/AAAAAAAAAD4/XjzEqH1DvSU/s72-c/Cover_SpaceRangers.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7369284031645299645</id><published>2011-10-04T20:33:00.002+02:00</published><updated>2011-10-04T20:39:42.136+02:00</updated><title type='text'>„Melancholia“ (Kinostart: 6. Oktober 2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Genial, verrückt, mutig, untragbar – Lars von Trier ist seit jeher ein Künstler, der sein Publikum spaltet. Der dänische Regisseur und Drehbuchautor sorgt seit vielen Jahren immer wieder für Aufsehen, sei es mit seinem filmischen Schaffen („Dogville“, „Antichrist“) oder, wie zuletzt im Mai 2011 während der Filmfestspiele von Cannes, aufgrund von provozierenden Äußerungen, die sogar von Triers Rauswurf zur Folge hatten. Allen verbalen Entgleisungen zum Trotz heimste sein Film immerhin die Silberne Palme für die Beste Hauptdarstellerin (Kirsten Dunst) ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In „Melancholia“ ist sie als Justine zu sehen, die im Kreise ihrer Familie ihren Hochzeitstag begeht. Von ihrer Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) nach besten Kräften unterstützt, versucht Justine ihre depressiven Phasen zumindest für einen Abend zu unterdrücken und das Fest zu genießen. Allerdings gelingt ihr das im Laufe der Feierlichkeiten immer weniger. Einzig das Herannahen eines Planeten namens Melancholia kann Justine entspannen, verheißt sein Aufprall auf die Erde doch das Ende allen Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie schon in „Antichrist“ macht von Trier kein Geheimnis daraus, dass sein neuestes Werk viel Persönliches in sich trägt: „Ich denke, dass Justine sehr mir selbst entspricht. Sie basiert zu weiten Teilen auf meiner Person und meinen eigenen Erfahrungen mit Prophezeiungen vom Jüngsten Tag und Depression. Claire dagegen sehe ich eher als… ganz normalen Menschen“. Sie ist es daher auch, an die sich der Zuschauer in diesem von Minimalimus (Dialoge und Handlung) geprägten Film klammern sollte, um nicht selbst schon nach dem bedrückend schönen Prolog in Melancholie zu ertrinken. Denn von Triers bildgewaltige Liebeserklärung an die Epoche der Romantik lässt keinen Zweifel daran, dass die Mehrheit der Menschen ob ihres Verhaltens das Ende verdient hat. Ergo: Beinahe bösartig nimmt von Trier Claire jede Hoffnung auf Rettung und erfreut sich (mit Justine) an der Unausweichlichkeit des Todes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ironie? Provokation? Misanthropie? Was immer von Trier letztendlich antreibt, sein Kino ist und bleibt verstörend, fordernd, einzigartig – und sehenswert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 5. Oktober 2011.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7369284031645299645?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7369284031645299645/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7369284031645299645' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7369284031645299645'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7369284031645299645'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_10_01_archive.html#7369284031645299645' title='„Melancholia“ (Kinostart: 6. Oktober 2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-1102527342333814977</id><published>2011-09-22T21:42:00.004+02:00</published><updated>2011-09-22T21:49:41.064+02:00</updated><title type='text'>„Colombiana“  (Kinostart: 15. September 2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Premiere auf diesem Blog: Erstmalig (aber hoffentlich nicht letztmalig) gibt es einen Gastbeitrag. Meine sehr geschätzte Kollegin vom „Meißner Tageblatt“, Franziska Schröter, hat eine wunderbare Rezension zu „Colombiana“ verfasst. Lesen und genießen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sex sells! Das war schon immer so. Ist ja auch schön und wirklich ansehnlich, wenn eine heiße Braut wie Zoe Saldana („Avatar“, „Star Trek“) mal zeigen kann, was sie hat... äh, kann. Das macht sich auch Regisseur Oliver Megaton zu Nutze und hält in „Colombiana“ tapfer drauf. Bauch, Beine, Po – alles da, alles knackig. Ist das schön anzusehen? Definitiv ja! Trägt das einen Actionfilm, oder eine Rache-Geschichte, die all ihre Lieben an skrupellose Mörder verliert? Definitiv nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kultcineast Luc Besson hat hier seinen Namen und sein Drehbuch für einen Streifen hergegeben, der weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Saldana gibt die Figur des sexy knallharten und doch tief einsamen Racheengels Cataleya durchaus überzeugend. Stark sind die Momente, wo die Kamera einmal still steht, sich Zeit nimmt für die ausdrucksstarken Züge der Hauptfigur. Dies passiert leider viel zu selten. Regisseur Megaton („Transporter 3“) macht seinem Namen alle Ehre und fährt mega auf – Tonnen an Pyro und BumBum. Die Kamera verharrt nur selten, Auge und Gehirn kommen oft zu spät, wenn Kameraschwenk, Zeitraffer und interne Szenenbewegung gemeinsam dafür sorgen, dass man auch wirklich nichts erkennt bei den Kampfszenen und Verfolgungsjagden. Davon gibt es eine Menge und es ist schade, dass Megaton seinen gelegentlich schönen Bildern selbst so wenig zutraut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielmehr vergeht er sich in technischen Spielereien und immer neuen Schlupflöchern für Cataleya, die clevere sympathische Serienkillerin, die ihren Feinden immer zwei bis drei Schritte voraus ist. Das wird irgendwann zur Gewohnheit und man hört auf, mit der Hauptfigur mitzufiebern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem ist „Colombiana“ leicht verdauliche Massenware ohne prägenden Effekt. Quasi ein Quickie...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Franziska Schröter&lt;br /&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 21. September 2011.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-1102527342333814977?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/1102527342333814977/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=1102527342333814977' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1102527342333814977'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1102527342333814977'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_09_01_archive.html#1102527342333814977' title='„Colombiana“  (Kinostart: 15. September 2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5738126886070595432</id><published>2011-09-20T23:28:00.004+02:00</published><updated>2011-09-20T23:35:22.458+02:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „Planet der Affen - Prevolution“ (Kinostart: 11.08.2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Zwar haben wir uns nicht mit Bananen beworfen, aber Worte flogen schon - &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne53_pro-und-contra-planet-der-affen-prevolution.html"&gt;HIER&lt;/a&gt; eine Pro/Contra-Rezension zum neuesten Affenabenteuer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5738126886070595432?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5738126886070595432/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5738126886070595432' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5738126886070595432'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5738126886070595432'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_09_01_archive.html#5738126886070595432' title='... im Nachgang: „Planet der Affen - Prevolution“ (Kinostart: 11.08.2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2356594711788117687</id><published>2011-09-11T13:52:00.005+02:00</published><updated>2011-09-11T14:28:30.439+02:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „In einer besseren Welt“ (2010)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-sDwF8NksKeo/TmyljvaRxxI/AAAAAAAAADw/pbC8MfeC_LM/s1600/Cover_In%2Beiner%2Bbesseren%2BWelt.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-sDwF8NksKeo/TmyljvaRxxI/AAAAAAAAADw/pbC8MfeC_LM/s320/Cover_In%2Beiner%2Bbesseren%2BWelt.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5651073665883817746" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Innerhalb von nur etwa 15 Jahren hat sich das skandinavische Kino einen festen Platz auf dem internationalen Filmmarkt erkämpft. Seine Macher sind inzwischen weltweit anerkannte – und im Falle von Lars von Trier auch gefürchtete – Künstler, etliche ursprünglich in Europa entstandene Werke wurden und werden bereits von Hollywood adaptiert (z.B. „So finster die Nacht“, „Verblendung“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben von Trier sind es vor allem Bent Hamer („Kitchen Stories“, „Factotum“), Anders Thomas Jensen („Adams Äpfel“) und Susanne Bier („Nach der Hochzeit“, „Things we lost in the fire“), die immer wieder für Furore sorgen. Letztere gewann für „In einer besseren Welt“ 2010 den Oscar (‚Bester fremdsprachiger Film‘), der nun auf DVD/BluRay erschienen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre vierte Zusammenarbeit mit Jensen als Autor ist auch diesmal wieder  – und das ist durchaus positiv zu verstehen –  alles andere als leicht verdauliche Kost. Tatsächlich ist es eine schöne Konstante in der Arbeit der beiden, dass sie es verstehen, schwierige Themen in spannende und ansprechende Filme umzusetzen, die unterhalten und gleichsam zu Diskussionen anregen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verpackt in den Mantel eines Melodrams wirft „In einer besseren Welt“ in verschiedenen Variationen die Frage nach dem Sinn und dem moralischen Wert von Rache auf.&lt;br /&gt;Der Arzt Anton (Mikael Persbrandt) arbeitet in einem afrikanischen Flüchtlingslager und wird dort mit verwundeten und geschändeten Menschen konfrontiert, die einem Warlord namens „Big Man“ zum Opfer fielen. Zuhause in Dänemark versucht er, seine Ehe mit der Ärztin Marianne (Trine Dyrholm) zu retten, während sein Sohn Elias (Markus Rygaard) täglich auf dem Schulhof von älteren Mitschülern gemobbt und verletzt wird. Fest davon überzeugt, dass dieses zweite Problem mit „konstruktiven Vorschlägen“ zu lösen sei, lässt er die Sache nach einem klärenden Gespräch mit Lehrern auf sich beruhen. Und auch gegenüber seiner (Noch-)Ehefrau verhält er sich eher passiv und bringt nicht mehr zustande als ein ins Telefon gehauchtes „Entschuldigung“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elias neuer Klassenkamerad Christian (William Jøhnk Nielsen) denkt da anders. Soeben mit seinem verwitweten Vater (Ulrich Thomsen) von London nach Dänemark zurückgekehrt, bedroht er Eliasʼ Peiniger mit einem Messer und fordert ihn auf, Elias nicht mehr zu belästigen. Für Christian ist klar: Nur wer sich wehrt, kann sein Gegenüber auch besiegen. Er fühlt sich umso mehr darin bestätigt, als er Zeuge wird, wie ein Fremder Elias Vater Anton auf einem Spielplatz grundlos attackiert und ohrfeigt. Der Vorgang wiederholt sich einige Tage später als Anton den Mann an seinem Arbeitsplatz zur Rede stellt. Und trotzdem: Anton behauptet, der moralische Sieger zu sein, auch wenn er körperlich einstecken musste. Denn außer Gewalt habe sein Gegner keinerlei Macht und Argumente. Verärgert über diese in seinen Augen feige Reaktion will Christian dem Schläger daraufhin mit einer selbstgebauten Bombe einen Denkzettel verpassen. Währenddessen wird Anton in Afrika persönlich mit „Big Man“  konfrontiert, der den Arzt vor den Augen seiner Opfer um Hilfe bittet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So komplex die Handlung auch erscheinen mag, „In einer besseren Welt“ schafft es, all diese Geschichten in einem glaubhaften Geflecht miteinander zu verbinden. Alle Figuren stehen an einem Punkt des Films vor Situationen, in denen sie das ‚moralisch Richtige‘ gegen das Gefühl der Rache und Genugtuung abwägen müssen. Situationen, die dank des glaubhaften Settings, fantastischer Darsteller und einer einfachen, realen Optik den Zuschauer zwangsläufig in die Entscheidungsfindung mit einbeziehen. Ein Film, der auffordert selbst Partei zu ergreifen und über das eigene Verhalten in einem solchen Moment nachzudenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erfreulicherweise vermeiden es Bier/Jensen, das Publikum zu belehren oder selbst eine Lösung vorzugeben. Auch wird nicht klar, welchen Weg die Protagonisten nach dem Gezeigten einschlagen, ob sie ihr Handeln bei der nächsten Konfrontation ändern. Diese Art des offenen Endes kann man sicherlich kritisieren. Oder sich damit abfinden, dass es für manche Geschichten, ebenso wie die Frage nach ‚richtig‘ oder ‚falsch‘, wohl nie ein korrektes Ende bzw. eine korrekte Antwort geben wird ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... es sei denn, „In einer besseren Welt“ wird irgendwann in Hollywood neu verfilmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die DVD bietet den Film in dänisch/englischer Originalfassung mit optionalen deutschen Untertiteln. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf ein Interview mit der Regisseurin, einen Werbeclip für Dänemark und einige Trailer. Ärgerlich: Die Fragen des Interviews wurden durch Schwarzbild ersetzt, zudem sind hierfür keine Untertitel vorhanden. Der Mehrwert des ohnehin sehr kurzen Gesprächs hält sich somit in Grenzen. „In einer besseren Welt“ ist erschienen bei universum film und seit 2. September erhältlich.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2356594711788117687?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2356594711788117687/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2356594711788117687' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2356594711788117687'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2356594711788117687'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_09_01_archive.html#2356594711788117687' title='Heimkino-Tipp: „In einer besseren Welt“ (2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-sDwF8NksKeo/TmyljvaRxxI/AAAAAAAAADw/pbC8MfeC_LM/s72-c/Cover_In%2Beiner%2Bbesseren%2BWelt.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6674980489031375118</id><published>2011-08-28T14:37:00.004+02:00</published><updated>2011-08-28T15:01:13.309+02:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „Come Early Morning“ (2006)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-W9pRgTQ9sh4/Tlo3P_VTnVI/AAAAAAAAADo/i2JT8LNXgMc/s1600/Come%2BEarly%2BMorning.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-W9pRgTQ9sh4/Tlo3P_VTnVI/AAAAAAAAADo/i2JT8LNXgMc/s320/Come%2BEarly%2BMorning.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5645885830700703058" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Oh Königin, du warst wunderbar!“ Passend zum Titel des Films wurde ich heute Morgen Ohrenzeuge eines Radiobeitrags über den bekannten Theaterkritiker Friedrich Luft (1911-1990). Der lobte einst die Schauspielerin Hermine Körner (1878-1960) mit dem vorangestellten Zitat für einen Auftritt. Herr Luft möge es mir nachsehen, wenn ich seinen Ausspruch nun auch für Ashley Judd und ihre Performance in „Come Early Morning“ adaptiere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Drama, bereits im Jahr 2006 entstanden, erzählt von der selbstbewussten (und trinkfesten) Lucy Fowler (Judd), die in einer amerikanischen Kleinstadt lebt, liebt und arbeitet. Wobei sich die Liebe lediglich auf flüchtige One-Night-Stands mit Typen beschränkt, die sie Abend für Abend in ihrer Stammkneipe aufgabelt. Selbst die Beziehung zu ihrem schweigsamen Vater ist kaum als solche existent, auch wenn Lucy beharrlich um seine Aufmerksamkeit kämpft.&lt;br /&gt;Ein wenig Abwechslung scheint der sympathische Neue im Ort zu bringen: Cal (Jeffrey Donovan) umwirbt sie charmant, bittet sie um ein Date und ist so gar nicht bereit, sie nach der ersten gemeinsamen Nacht im Vollrausch ziehen zu lassen. Cal will mehr, möchte mit Lucy Zeit verbringen, lachen, kochen, leben. Die ist von alledem überfordert und beginnt erst allmählich zu begreifen, dass es mehr gibt als hormongesteuerte Idioten und gutgemeinte Beziehungsratschläge ihrer schüchternen Mitbewohnerin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Come Early Morning“ einen Liebesfilm zu nennen, wird dem Werk nicht gerecht. Ja, es geht um Gefühle und Leidenschaft, um Frauen und Männer. Dank Hauptdarstellerin Ashley Judd wird daraus jedoch ein bemerkenswertes Porträt einer Frau, das zwischen Tragik, Romantik und Melancholie pendelt und auch nicht ganz unbeschwert zu genießen ist. Die Figur der Lucy ist keinesfalls leicht zu durchschauen, sie handelt impulsiv, abweisend und gibt sich zäh. Erst sukzessive bricht diese harte Schale auf – was die Judd schlicht phänomenal verdeutlicht. Als Beispiel sei hier eine Szene genannt, die auf den ersten Blick Lucy und Cal ‚lediglich‘ beim Liebesspiel zeigt. Allerdings verweilt Debütregisseurin Joey Lauren Adams (sie verfasste auch das Drehbuch und ist vornehmlich als Schauspielerin („Chasing Amy“) tätig) auf dem Gesicht von Judd, die mit unglaublicher Nuancierung das ‚emotionale Erwachen‘ ihrer Lucy darstellt. Warum diese Aktrice noch immer nicht den Status eines Superstars hat, ist mir ein absolutes Rätsel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie zuvor bereits angedeutet, leichte Kost ist „Come Early Morning“ nicht unbedingt. Die Independent-Produktion begeistert vielmehr dank seines beeindruckenden Casts (u.a. auch Stacy Keach, Tim Blake Nelson, Scott Wilson, Diane Ladd), kantiger Charaktere und der scheinbar beiläufig eingefangenen Unaufgeregtheit der Umgebung, die nicht nur eine willkommene Abwechslung zur bekannten Großstadtästhetik ist, sondern gleichzeitig als Spiegel von Lucys Innenleben gelesen werden kann: karg, einsam, aber nicht gefühlskalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Außer einigen Trailern bietet die DVD leider keine Extras. Der Film ist in englischer Originalversion und als synchronisierte Fassung auf der Disc enthalten, Untertitel in deutsch vorhanden. „Come Early Morning“ ist erschienen bei universum film und seit 5. August erhältlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6674980489031375118?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6674980489031375118/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6674980489031375118' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6674980489031375118'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6674980489031375118'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_08_01_archive.html#6674980489031375118' title='Heimkino-Tipp: „Come Early Morning“ (2006)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-W9pRgTQ9sh4/Tlo3P_VTnVI/AAAAAAAAADo/i2JT8LNXgMc/s72-c/Come%2BEarly%2BMorning.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-4391945219746015347</id><published>2011-08-27T11:03:00.004+02:00</published><updated>2011-08-27T11:07:05.554+02:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „The Tree of Life“ (Kinostart: 16.06.2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Diesmal dauerte es ein wenig länger mit der Veröffentlichung, nichtsdestotrotz möchte ich trotzdem noch auf folgendes Streitgespräch im Kinokalender Dresden verweisen - und zwar &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne52_pro-und-contra-the-tree-of-life.html"&gt;HIER&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-4391945219746015347?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/4391945219746015347/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=4391945219746015347' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4391945219746015347'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4391945219746015347'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_08_01_archive.html#4391945219746015347' title='... im Nachgang: „The Tree of Life“ (Kinostart: 16.06.2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-9004184504537228711</id><published>2011-07-17T17:24:00.001+02:00</published><updated>2011-07-17T17:29:08.308+02:00</updated><title type='text'>„Insidious“ (Kinostart: 21. Juli 2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Lust, sich im Kino mal wieder richtig schön zu gruseln? Die Sitzlehne zu zerkratzen, nach Luft zu schnappen, die Augen hinter den Händen zu verstecken? Dann sind 100 Minuten „Insidious“ genau das Richtige. Gleich vorweg: Bei dem neuen Film des Duos James Wan (Regie) und Leigh Whannell (Drehbuch) handelt es sich nicht um einen Vertreter des inzwischen kaum mehr zu ertragenden Gewalt-Horror-Genres, bei dem es den Machern darum geht, das Publikum mittels brutaler Folterszenen „zu unterhalten“. Das ist insofern verwunderlich, da Wan/Whannell im Jahr 2004 mit „Saw“ den erfolgreichsten Vertreter dieser Werke erdachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das ist Vergangenheit. „Insidious“ zeigt zwei Filmemacher auf dem Zenit ihres Könnens, sowohl inszenatorisch als auch inhaltlich. Das beginnt bereits mit der Titelsequenz: Untermalt von disharmonierenden Orchesterklängen erschaffen sie vom ersten Moment an eine Atmosphäre, die an die großen Gruselklassiker der Vergangenheit erinnert. Was folgt, ist die Geschichte der Familie Lambert (Patrick Wilson, Rose Byrne), die mit ihren drei Kindern in ein prächtiges Vorstadthaus ziehen. Für den Lehrer und seine Musikergattin die Erfüllung eines lang gehegten Traumes. Während seiner Erkundungstouren auf dem Dachboden stürzt Sohn Dalton eines Tages und fällt ins Koma. Die Ratlosigkeit der Ärzte und seltsame Vorkommnisse im Haus führen dazu, dass die Lamberts schließlich noch einmal umziehen. Doch auch in der neuen Umgebung kommt es schnell zu neuen Schreckmomenten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Insidious“ ist der lang erhoffte Gegenentwurf für all jene, denen „Saw“ &amp; Co. zu viel Brutalität und zu wenig Substanz boten. Es ist die Rückbesinnung auf künstlerischen Anspruch, geerdete Charaktere und eine Optik, die mit ruhigen, aber streng komponierten Bildern Angstschweiß hervorruft. Ganz große Filmkunst, die erahnen lässt, welches Potenzial in den beiden Machern schlummert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hoffentlich bleiben sie der Leinwand noch lange erhalten. Alles andere wäre der blanke Horror.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 20. Juli 2011.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-9004184504537228711?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/9004184504537228711/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=9004184504537228711' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/9004184504537228711'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/9004184504537228711'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_07_01_archive.html#9004184504537228711' title='„Insidious“ (Kinostart: 21. Juli 2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-3495295518061118817</id><published>2011-07-12T19:57:00.006+02:00</published><updated>2011-07-12T20:03:54.788+02:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „Source Code“ (Kinostart: 02.06.2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Lust auf einen Trip zurück in die Vergangenheit? Im Juni 2011 startete der Science-Fiction-Thriller „Source Code“ in den deutschen Kinos. Eine Pro/Contra-Rezension dazu findet sich &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne51_source-code-ein-zweites-mal-schauen-pro-und-contra.html"&gt;HIER.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-3495295518061118817?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/3495295518061118817/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=3495295518061118817' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3495295518061118817'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3495295518061118817'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_07_01_archive.html#3495295518061118817' title='... im Nachgang: „Source Code“ (Kinostart: 02.06.2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7611919418644878560</id><published>2011-07-07T19:46:00.003+02:00</published><updated>2011-07-07T19:59:31.319+02:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „Jack in Love“ (2010)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-_6keLaceUkQ/ThXy0AvxGfI/AAAAAAAAADg/510Dxjm4GE4/s1600/Cover_Jack%2Bin%2BLove.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-_6keLaceUkQ/ThXy0AvxGfI/AAAAAAAAADg/510Dxjm4GE4/s320/Cover_Jack%2Bin%2BLove.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5626670284836772338" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Als Chauffeur zu arbeiten heißt zurückhaltend, höflich und vor allem aufmerksam zu sein. Nicht nur gegenüber dem Verkehr sondern auch gegenüber seinen Kunden. Gemessen an diesen Qualitäten ist Jack (Philip Seymour Hoffman) der perfekte Mann für diesen Job. Das zeigt sich auch in seinem Äußeren: Unauffällig, aber doch ansehnlich gekleidet, stets mit einem Lächeln auf den Lippen und sympathisch kommt er daher, um seine Passagiere zufriedenzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für ihn selbst ist es Reggae-Musik, die glücklich macht: „Rivers of Babylon“ von den Melodians ist sein Gute-Laune-Song, passend dazu versteckt er  sogar ein paar Dreadlocks unter seiner Mütze. Nur das mit der Liebe hat bisher noch nicht so ganz funktioniert. Aber dank seines besten Freundes Clyde (John Ortiz) und dessen Frau Lucy (Daphne Rubin-Vega) könnte sich das bald ändern. Denn die beiden möchten Jack mit Lucys neuer Kollegin Connie (Amy Ryan) bekanntmachen. Auch so ein verhuschtes Exemplar – liebenswert, ein wenig eigen und ebenso auf der Suche nach etwas Geborgenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon das erste gemeinsame Abendessen zu viert fühlt sich gut an. Jack und Connie verabreden sich sogar auf eine Fortsetzung, zum Bootfahren soll’s gehen im New Yorker Central Park, irgendwann im Sommer. Zum Glück ist der noch ein Stück entfernt, denn Jack kann (noch) nicht schwimmen. Aber auch da kann der beste Freund helfen. Und einen Kochkurs spendiert er Jack gleich noch dazu. Was soll da noch schiefgehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So einiges, doch spielt sich das bei „Jack in Love“ eher im Verborgenen, ganz nebenbei, ohne großes Tamtam ab. Ganz unaufgeregt und gerade dadurch menschlich und glaubhaft wurschteln sich die vier Charaktere durch ihren Alltag (und ihre Dates), erleben Rückschläge, Momente des Glücks und Zusammenbrüche. Das berührt, amüsiert und bewegt zutiefst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Jack in Love“ ist das filmische Regie-Debüt von Hauptdarsteller Philip Seymour Hoffman. Für die Theaterbühnen hat er das Stück bereits mehrere Male inszeniert, spielte dort ebenfalls an der Seite von Ortiz und Rubin-Vega und verzauberte Kritiker und Publikum. Der Leinwand-Adaption ist das Bühnenhafte hier und da noch anzusehen, ein Manko ist das jedoch keinesfalls. Vielmehr lässt Hoffman sich und seinen Kollegen dank des zurückhaltenden Einsatzes filmischer Mittel Raum und Zeit, auch kleinste Nuancen im Spiel zeigen zu können – eben im Verborgenen, ganz nebenbei, ohne großes Tamtam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Independent-Perle entpuppt sich schlussendlich als mutiger Gegenentwurf zur ‚klassischen‘ Hollywood-Liebeskomödie, in der Zuckerguss, neckische Frotzeleien zwischen den Geschlechtern und Bombast-Balladen als musikalische Untermalung zum Standard gehören. Stattdessen gibt es (echte) Menschen Anfang 40, zärtliche Wangenküsse im Schnee und ein aufmunterndes „Rivers of Babylon“ – kein schlechter Tausch, wie ich finde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Technische Daten: Die DVD/BluRay bietet die deutsche und englische (Original-)Sprachfassung, sowie deutsche Untertitel. Als Extras gibt es einige Interviews mit den Darstellern sowie den Filmtrailer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;„Jack in Love“ (FSK 12) erscheint am  8. Juli bei Alamode Film/AL!VE  AG.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7611919418644878560?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7611919418644878560/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7611919418644878560' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7611919418644878560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7611919418644878560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_07_01_archive.html#7611919418644878560' title='Heimkino-Tipp: „Jack in Love“ (2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-_6keLaceUkQ/ThXy0AvxGfI/AAAAAAAAADg/510Dxjm4GE4/s72-c/Cover_Jack%2Bin%2BLove.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7294399040779351141</id><published>2011-07-03T18:22:00.006+02:00</published><updated>2011-07-03T18:44:44.813+02:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „Brothers“ (2009)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-Hm-G4ugpGSI/ThCXwpxDJQI/AAAAAAAAADY/KpCxugLXQwA/s1600/Cover_Brothers.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Hm-G4ugpGSI/ThCXwpxDJQI/AAAAAAAAADY/KpCxugLXQwA/s320/Cover_Brothers.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5625162796686845186" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Sichtet man nach dem Einlegen der DVD/BluRay zunächst die Kurzdokumentation „Remade in the USA: Aus 'Brødre' wird 'Brothers'“, so wäre es danach eigentlich nur konsequent, statt dieses Films das dänische Original von Susanne Bier von 2004 anzuschauen. Keiner der zu Wort kommenden Crewmitglieder (u.a. Regisseur, Autor, Produzent, Darsteller) lässt es sich nehmen, das – zumindest in Europa sehr erfolgreiche – Werk der Oscar-Preisträgerin aus Skandinavien über den Klee zu loben. Selbstverständlich ist das in allen Maßen gerechtfertigt und fair. Doch andererseits wirft diese Lobhudelei wieder die Frage auf, warum Hollywood dann überhaupt ein solches Remake konzipiert und dreht. Eine Rechtfertigung liefern die Filmemacher gleich selbst: Sie wollten den Stoff „amerikanisieren“ und somit einem breiteren Publikum zugänglich machen. Gewöhnlich lassen solche Aussagen zusammenzucken. Im Fall von „Brothers“ ist diese Furcht überraschenderweise unbegründet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das inhaltliche Grundgerüst blieb unverändert. Sam (Tobey Maguire) ist Berufsoffizier bei den US-Marines und in Afghanistan stationiert. Nach einem längeren Urlaub im Kreise seiner beiden Töchter und seiner Frau Grace (Natalie Portman) muss er nun wieder zurück an die Front – und fällt einem Anschlag zum Opfer. Von Trauer und Einsamkeit erdrückt, finden daraufhin Grace und Sams Bruder Tommy (Jake Gyllenhaal) Halt beieinander. Zunächst mit kleinen Gesten und Gesprächen, bald darauf auch mit einem Kuss. Was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen: Sam ist am Leben und nach langer Gefangenschaft nun auf dem Weg nach Hause. Die anfängliche Freude bei Grace und ihren Kindern über dessen Rückkehr weicht bald der Erkenntnis, dass Sam ein anderer Mensch geworden ist – verschlossen, gereizt und von Eifersucht zerfressen. Hat seine Frau ein Verhältnis mit Tommy? Lieben ihn seine Kinder nicht mehr? Wie soll er das Erlebte je verarbeiten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regisseur Jim Sheridan („Mein linker Fuß“, 1989) verlegte die Geschichte in eine amerikanische Kleinstadt und konzentrierte sich nach eigenen Aussagen ein wenig mehr auf das (Miss-)Verhältnis zwischen den Kindern und Sam als es im Original-„Brothers“ der Fall war; „um die Entfremdung der Mädchen zu ihrem traumatisierten Vater glaubhafter zu gestalten“, wie er selbst sagt. Wie gut ihm das gelungen ist, beweisen er und seine fabelhaften Darsteller vor allem im letzten Drittel des Films, wenn die harte Schale des introvertierten Sam immer weiter zu bröckeln beginnt und seine Zurückhaltung blanker Wut, Verzweiflung und (latent drohender) Gewalt weicht. Wirkt Schauspieler Maguire zu Beginn mit seinem bartlosen, kindlichen Äußeren zunächst ein wenig deplatziert zwischen seinen nuanciert auftretenden Kollegen, so verblüfft er später mit seiner Wandlung zum gebrochenen Ehegatten, Vater und Bruder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freilich dient das Familienschicksal Sheridan und seinem Autor David Benioff („25 Stunden“, „Stay“) auch als Statement zum Zustand Amerikas in Zeiten eines Krieges. Eindrucksvoll sezieren sie den Zerfall einer Familie durch den Krieg – nicht auf dem Schlachtfeld, sondern in der heimischen Küche. Insofern ist es nur gerechtfertigt, dass „Brothers“ nun noch einmal für ein amerikanisches Publikum ‚aufbereitet‘ wurde, dabei die Kenner des Vorbilds jedoch keinesfalls ausschließt – dem intensiven Spiel der Darsteller sei dank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was „Brothers“ schlussendlich daran hindert, etwas Einzigartiges zu sein, ist schlichtweg seine Entstehungszeit: Schon „Grace is Gone“ (Regie: James C. Strouse, 2007) und „The Messenger“ (Regie: Oren Moverman, 2009) arbeiteten sich an der Gefühlswelt von Hinterbliebenen ab, die ihre Partner, Eltern, Freunde überraschend verloren haben – sei es durch Tod oder Entfremdung. Und selbst Susanne Bier, welch Ironie, widmete sich in „Things we lost in the fire“ (2007) abermals einer Frau, die mit Hilfe des besten Freundes ihres erschossenen Mannes einen Weg zurück ins Leben findet. Da sie diesen Film in Hollywood produzierte, bleibt ihr eine Neuverfilmung diesmal vielleicht erspart.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Die DVD/BluRay „Brothers“ (FSK 12) erschien am 24. Juni 2011 bei Koch Media.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7294399040779351141?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7294399040779351141/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7294399040779351141' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7294399040779351141'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7294399040779351141'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_07_01_archive.html#7294399040779351141' title='Heimkino-Tipp: „Brothers“ (2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Hm-G4ugpGSI/ThCXwpxDJQI/AAAAAAAAADY/KpCxugLXQwA/s72-c/Cover_Brothers.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-4143403466443278758</id><published>2011-06-02T14:50:00.006+02:00</published><updated>2011-06-02T14:56:22.257+02:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „Ohne Limit“ (Kinostart: 14.04.2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Mit Pillen zum Erfolg? Der Film „Ohne Limit“ macht's vor. &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne48_pro-und-kontra-ohne-limit.html"&gt;HIER&lt;/a&gt; ein Streitgespräch dazu, das ich (contra) mit einer Kollegin vom Kinokalender Dresden in schriftlicher Form führte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-4143403466443278758?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/4143403466443278758/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=4143403466443278758' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4143403466443278758'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4143403466443278758'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_06_01_archive.html#4143403466443278758' title='... im Nachgang: „Ohne Limit“ (Kinostart: 14.04.2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-987671260153625992</id><published>2011-05-21T19:58:00.005+02:00</published><updated>2011-05-21T20:33:15.939+02:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „M“ (1931)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-1-68zf367O0/Tdf-RhJZ2kI/AAAAAAAAADM/UDPB1XJbs48/s1600/Cover_M.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-1-68zf367O0/Tdf-RhJZ2kI/AAAAAAAAADM/UDPB1XJbs48/s320/Cover_M.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609231437822286402" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Passend zur momentanen Kino-Wiederaufführung seines wohl berühmtesten Werks „Metropolis“, veröffentlicht das Label universum film ein weiteres Juwel aus dem Œuvre von Fritz Lang: „M“. Als der Regisseur diesen Film 1931 erstmalig einem Publikum präsentierte, hatte Lang bereits einige Höhen und Tiefen in seiner Karriere hinter sich. Denn nachdem er mit „Dr. Mabuse, der Spieler: Teil 1 und Teil 2“ (1922), sowie  den beiden „Nibelungen“-Verfilmungen (1924) die Grenzen des noch jungen Mediums Film kontinuierlich ausgeweitet hatte, trieb er die UFA, damals eines der größten Filmstudios weltweit, mit seinem ambitionierten, allerdings furchtbar gefloppten „Metropolis“  (1927) fast in den Ruin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei all den – gerechtfertigten – Lobhudeleien für das neu entdeckte, nun fast vollständig rekonstruierte Meisterwerk „Metropolis“ tritt die Bedeutung von Langs späterem Schaffen leider oftmals in den Hintergrund. Bevor er sein Glück in Hollywood suchte (Lang verließ Deutschland kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten), schenkte er der Welt noch zwei Tonfilme, die wohl zu seinen besten Arbeiten zählen: „Das Testament des Dr. Mabuse“ (1933) – und eben „M“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Lang selbst war „M“ komplettes Neuland: Bekannt für seine starke Bildsprache, für die er im Stummfilm die perfekte Bühne fand, musste Lang diese nun mit einer weiteren Komponente in Einklang bringen: dem gesprochenen Wort. Und, liebe Filmfreude, Lang wusste dieses Stilmittel p-e-r-f-e-k-t zu nutzen und kombinierte es kongenial mit Kameraführung, Schnitt und Überblendungen. So wundert es wenig, dass die gesamte Montage des Streifens noch heute Referenzcharakter besitzt (einen wunderbaren Einblick in die Besonderheit von „M“ präsentiert Regiekollege Wim Wenders in der Dokumentation „Auge in Auge – Eine deutsche Filmgeschichte“, siehe Blog-Eintrag vom Juli 2008).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch inhaltlich weiß „M“ trotz seines Alters noch immer zu fesseln: Eine Serie von Kindermorden versetzt die Bewohner Berlins in Unruhe. Die Furcht vor weiteren Opfern ist so groß, dass nicht nur die Polizei, sondern auch die Bosse aus der kriminellen Unterwelt die Jagd auf den Täter beginnen. Quasi parallel und doch nicht gemeinsam ziehen sie die Schlinge um den Schuldigen immer enger. Doch der hat bereits sein nächstes Opfer gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dargestellt wird dieses „Monster“ von Peter Lorre, der mit „M“ den Grundstein für eine internationale Schauspielkarriere legte (u.a. spielte er eine Schlüsselrolle in „Casablanca“). Seine Darstellung war derart überzeugend, dass sie Hitlers Propagandaminister Goebbels später sogar in einen seiner Hetzfilme über das „Judentum“ montieren ließ. Dies soll nun nicht als Qualitätssiegel gelten, verdeutlicht aber, wie Lorres intensiver Auftritt von Zeitzeugen wahrgenommen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl „M“ das digitale Medium schon vor Jahren eroberte (die hier vorliegende Edition ist bereits die siebte), ist den Machern tatsächlich noch einmal eine kleine Sensation gelungen. Nicht primär aufgrund einer wiederholten Restauration in Bild und Ton (basierend auf der Version von 2001), die den Klassiker wirklich wunderbar aussehen lässt. Sondern vielmehr dank des umfangreichen Bonusmaterials: zahlreiche Dokumentationen zur Filmentstehung und den historischen Hintergründen, auf denen das Drehbuch basiert, Vergleiche zwischen verschiedenen Sprachfassungen (damals wurde nicht unbedingt synchronisiert, sondern am selben Set eine Szene in anderer Sprache wiederholt), Einblicke in den Restaurationsprozess, ein ausführliches TV-Interview mit Fritz Lang von 1968, ein Trailer sowie etliche Dokumente in pdf-Form, die von Kritiken über Werbeflyer bis hin zu Zensurkarten reichen – ein Paradies für Cineasten und neugierige Filmfans! Wer sich für die BluRay-Variante entscheidet, bekommt zusätzlich noch ein sehr ansehnliches Mediabook (= Digipack, in dem sich die Disc befindet) dazu, welches einem Filmprogramm der 30er Jahre nachempfunden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inhalt, Form, Verpackung: die „80th Anniversary Edition“ von „M“ lässt wahrlich keine Wünsche offen und bietet auch Besitzern von früheren Versionen noch genug Anreize, über einen Neukauf nachzudenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die DVD/BluRay „M – 80th Anniversary Edition“ (FSK 12) erschien am 20. Mai 2011 bei universum film.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-987671260153625992?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/987671260153625992/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=987671260153625992' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/987671260153625992'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/987671260153625992'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_05_01_archive.html#987671260153625992' title='Heimkino-Tipp: „M“ (1931)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-1-68zf367O0/Tdf-RhJZ2kI/AAAAAAAAADM/UDPB1XJbs48/s72-c/Cover_M.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5193768717927369741</id><published>2011-05-17T21:16:00.001+02:00</published><updated>2011-05-17T21:42:46.550+02:00</updated><title type='text'>„Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“ (Kinostart: 19. Mai 2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Nuschelnd, betrunken und zerstreut kam er daher – und bescherte den Filmemachern einen Schatz im Wert von 2,7 Milliarden Dollar: Captain Jack Sparrow. Oder war es doch nur Johnny Depp? Die Legende besagt, dass die Produzenten zunächst große Zweifel hatten, ob der exzentrische Auftritt des Schauspielers als Pirat nicht mehr Zuschauer verschrecken als begeistern würde. Das Gegenteil war der Fall und so dürfen sich die Freunde des langhaarigen Spaßvogels nun auf den vierten Teil, „Fremde Gezeiten“, freuen. Sein Ziel in diesem Abenteuer: die Quelle der Jugend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst steht Jack jedoch vor einem weit größeren Problem: Er braucht ein Schiff, eine Crew und ausreichend Rum. Da kommt ihm seine eigene Entführung durch die hübsche Angelica (Penélope Cruz) und ihren finsteren Vater Blackbeard (Ian McShane) eigentlich ganz gelegen – wenn der nur nicht so fordernd und rücksichtslos wäre. Ihnen dicht auf den Fersen ist ein ebenso harter Bursche: der inzwischen einbeinige Barbossa (Geoffrey Rush), dem Jack aus Wut über den Verlust seines geliebten Kutters „Black Pearl“ am liebsten gleich noch den anderen Fuß wegnehmen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spaß, Action und viel Tempo scheinen das Credo für Regisseur Rob Marshall („Chicago“) gewesen zu sein. Da tritt die an sich simple Geschichte in den Hintergrund, während die vier Hauptdarsteller zwei Stunden lang auf herrlich infantile Weise ihre Schwerter schwingen, ihre Matrosen knechten und ihre Gegner hinter’s Licht führen dürfen.&lt;br /&gt;„Fremde Gezeiten“ kommt leichtfüßiger als der vorherige Teil „Am Ende der Welt daher“, ist gespickt mit einem wunderbaren Cameo-Auftritt der großen Judi Dench und hat eigentlich nur einen Makel: Einen kaum zur Geltung kommenden 3D-Effekt, den diese ohnehin unterhaltsame Piraten-Show nicht benötigt hätte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 18. Mai 2011.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5193768717927369741?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5193768717927369741/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5193768717927369741' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5193768717927369741'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5193768717927369741'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_05_01_archive.html#5193768717927369741' title='„Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“ (Kinostart: 19. Mai 2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5926399633790061874</id><published>2011-04-18T23:07:00.004+02:00</published><updated>2011-04-18T23:15:15.081+02:00</updated><title type='text'>DVD-Tipp: „Kinski Talks 2“ (2011)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-Z_08gKikjwg/TayojnX3x8I/AAAAAAAAADE/UnYo5q6DCf4/s1600/Cover%2BKinski%2BTalks%2B2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 228px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Z_08gKikjwg/TayojnX3x8I/AAAAAAAAADE/UnYo5q6DCf4/s320/Cover%2BKinski%2BTalks%2B2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5597033766732679106" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Klaus Kinski war ein Gesamtkunstwerk: Ob als Schauspieler, Regisseur oder Interviewpartner, in jeder Rolle bot er seinem Publikum etwas Einmaliges, Sonderbares, Faszinierendes. Legendär seine Hassliebe zu Werner Herzog, mit dem er mehrere Filme inszenierte, gefürchtet seine verbalen Attacken gegen Fragensteller, die er nicht selten schroff, scharfzüngig oder einfach nur dickköpfig zurechtwies.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter Geyer, Biograph und Nachlassverwalter von Kinskis Auftritten, hat nun nach der Dokumentation „Kinski – Jesus Christus Erlöser“ und „Kinski Talks 1“ eine neue DVD zusammengestellt, die den streitbaren Künstler abseits der Kinoleinwand ‚in Aktion‘ zeigt. Neben einem Auftritt in der „NDR Talk Show“ vom Oktober 1985, bei dem Kinski all sein Können als Charmeur, bockiger Gast und Provokateur zeigt, ist ebenso eine Folge aus der Sendereihe „Zeit zu zweit“ (Juli, 1985) auf der DVD zu finden. Fast 45 Minuten lang kann man Kinski hier dabei beobachten, wie er der damals 17-jährigen Désirée Nosbusch Avancen macht, sich in Erinnerungen verliert, oder belehrend seine Sicht der Dinge zum Besten gibt. Interessant, was es damals so alles ins öffentlich-rechtliche Fernsehen geschafft hat…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das dritte Feature auf der DVD bietet ebenfalls eine Kuriosität: Der amerikanische Dokumentarfilmer Jay Miracle versuchte sich im September 1986 an einem Interview mit Kinski. „Dinocittà“ entpuppt sich als ein zwar anstrengend anzusehendes, aber durchaus unterhaltsames Experiment, bei dem die Kamera oftmals in Hüfthöhe gehalten wird (Kinski verlangte direkten Augenkontakt von seinem Gegenüber) und dass einige überraschende Wahrheiten (?) über sein Verhältnis zu Werner Herzog verrät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Die DVD „Kinski Talks 2“ ist wie sein Vorgänger allein deshalb eine Empfehlung, weil sie neben Kinski in Reinkultur ein wunderbares Zeugnis der TV-Landschaft der 1980er Jahren darstellt. Die Silberscheibe bietet deutschen Ton (ohne Untertitel) für „NDR Talkshow“ (ca. 30 min.) und „Zeit zu zweit“ (ca. 44 min.), sowie  deutsche Untertitel für das englischsprachige „Dinocittà“ (ca. 60 min.). Ein paar gelöschte Szenen und ein informatives Booklet sind als Bonusmaterial enthalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man mag über den Menschen Klaus Kinski urteilen wie man will – doch für einen unterhaltsamen Fernsehabend war er zweifellos stets die beste Zutat. Mal sehen, ob Peter Geyer noch weitere Perlen dieser Art in den Senderarchiven findet. Als Alternative zum aktuellen TV-Programm wäre es wünschenswert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5926399633790061874?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5926399633790061874/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5926399633790061874' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5926399633790061874'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5926399633790061874'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_04_01_archive.html#5926399633790061874' title='DVD-Tipp: „Kinski Talks 2“ (2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Z_08gKikjwg/TayojnX3x8I/AAAAAAAAADE/UnYo5q6DCf4/s72-c/Cover%2BKinski%2BTalks%2B2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-3274983714022447202</id><published>2011-04-05T20:59:00.004+02:00</published><updated>2011-04-05T21:08:40.987+02:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „Was will ich mehr“ (2010)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-HbluY9himeU/TZtnF3vDyPI/AAAAAAAAAC8/4uCfCpLvOGs/s1600/Cover_Was%2Bwill%2Bich%2Bmehr.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-HbluY9himeU/TZtnF3vDyPI/AAAAAAAAAC8/4uCfCpLvOGs/s320/Cover_Was%2Bwill%2Bich%2Bmehr.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5592176712868940018" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Es war im Jahr 2008, als ein kleiner, unscheinbarer Film aus Italien mit dem Titel „Tage und Wolken“ mich in seinen Bann zog. Das Drama erzählte von den Schwierigkeiten eines ‚alltäglichen‘ Paares jenseits der 40, nach Arbeitsplatzverlust und finanziell unbefriedigenden Aushilfsjobs wieder Fuß zu fassen. Dass dabei auch persönliche Konflikte und Enttäuschungen die Beziehung belasteten, machte die Geschichte spannend und vor allem glaubhaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Regisseur dieser Perle heißt Silvio Soldini. Kein unbeschriebenes Blatt in der Filmwelt, hatte er doch zuvor bereits mit „Brot &amp; Tulpen“ (2000), sowie „Agata und der Sturm“ (2004) für zufriedene Kinobesucher gesorgt. Entsprechend hoch dürfen die Erwartungen an sein aktuelles Werk „Was will ich mehr“ auch sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder widmet er sich einem Paar, wieder verankert er seine Geschichte im Hier und Jetzt und gibt sich als stiller Beobachter von Ereignissen, die in dieser Weise tatsächlich jedem liebenden Menschen widerfahren könnten: Anna (Alba Rohrwacher) ist verheiratet und hat dem äußeren Anschein nach alles, was es zum Glücklichsein braucht. Einen angenehmen Job, nette Kollegen, keine finanziellen Probleme und einen Mann, den Domenico (Pierfrancesco Favino) später als ‚Heiligen‘ bezeichnen wird, ist er doch der geduldigste, verständnisvollste und liebenswürdigste Gatte, den sich eine Frau nur wünschen kann.&lt;br /&gt;Domenico trägt ebenfalls einen Ehering, ist Vater zweier Kinder und u.a. als Caterer tätig. Dabei trifft er eines Tages auf Anna – ein flüchtiger Blick, ein kleines Missverständnis, doch nichts was auf ihre gemeinsame Zukunft hinweisen könnte. Erst als er ein paar Tage später ein vergessenes Messer in ihrem Büro abholen will, nehmen sie sich wirklich wahr. Einen gemeinsamen Kaffee später ist beiden klar, dass da mehr ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sich zunächst wie eine italienische Variante von Patrice Chéreaus gefeierten Skandalfilm „Intimacy“ anlässt, ist sinnlich, romantisch und wunderbar natürlich dargestellt. Jedoch setzt „Was will ich mehr“ den Focus mit zunehmender Laufzeit immer mehr auf die Folgen, die die Affäre der beiden gebundenen Liebenden nach sich zieht. Will &lt;span style="font-style:italic;"&gt;sie&lt;/span&gt; ihren Mann tatsächlich verlassen? Kann &lt;span style="font-style:italic;"&gt;er&lt;/span&gt; ohne seine Kinder leben? Möchte &lt;span style="font-style:italic;"&gt;sie&lt;/span&gt; ihrem ‚heiligen‘ Gatten eine Trennung wirklich antun? Wagt &lt;span style="font-style:italic;"&gt;er&lt;/span&gt; es, seine kleine Familie, die kurz vor dem sozialen Abstieg steht, im Stich zu lassen?&lt;br /&gt;Regisseur Soldini gelingt es, diese Dilemmata immer wieder in den Mittelpunkt zu rücken, ohne die geheime Beziehung von Anna und Domenico als etwas ausnahmslos Rücksichtsloses oder Egoistisches darzustellen. So sieht sich der Zuschauer eben jenen Konflikten und Problemen gegenübergestellt, die auch die Protagonisten zu lösen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese dem Publikum nahezubringen, gelingt Soldini mit einem einfachen, aber sehr effektiven Kniff zu Beginn seines Films: Bis es – nach mehreren gescheiterten Versuchen – tatsächlich zum Sex zwischen Anna und Domenico kommt, wird „Was will ich mehr“ ausschließlich aus der Perspektive der Frau erzählt. Anschließend wechselt der Standpunkt der Geschichte und die Kamera klebt förmlich an Domenico und ermöglicht somit einen Einblick in seinen Alltag. Was bleibt, sind zwei komplett entblößte Leben und die Herausforderung für das Publikum, ein eigenes Urteil über ‚richtig‘ und ‚falsch‘, ‚nachvollziehbar‘ und  ‚verwerflich‘ zu fällen. Das ist unterhaltsames, gefühlsbetontes und anspruchsvolles Kino wie ich es mag. Was will ich mehr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;P.S.: Die DVD/BluRay bietet den Film in deutscher und italienischer Sprachversion (Original), optionale deutsche Untertitel, gelöschte Szenen, ein informatives Making of, sowie diverse Trailer. Anbieter: Alamode Film/AL!VE AG&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-3274983714022447202?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/3274983714022447202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=3274983714022447202' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3274983714022447202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3274983714022447202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_04_01_archive.html#3274983714022447202' title='Heimkino-Tipp: „Was will ich mehr“ (2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-HbluY9himeU/TZtnF3vDyPI/AAAAAAAAAC8/4uCfCpLvOGs/s72-c/Cover_Was%2Bwill%2Bich%2Bmehr.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6008747257175811870</id><published>2011-03-24T20:20:00.004+01:00</published><updated>2011-03-24T20:27:07.427+01:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „The King's Speech“ (Kinostart: 17.02.2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Widmen wir uns nun endlich auch mal dem Oscar-Abräumer des Jahres, „The King's Speech“. Und zwar &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne46_pro-und-kontra-the-king-s-speech.html"&gt;HIER.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6008747257175811870?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6008747257175811870/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6008747257175811870' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6008747257175811870'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6008747257175811870'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_03_01_archive.html#6008747257175811870' title='... im Nachgang: „The King&apos;s Speech“ (Kinostart: 17.02.2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-1279179727318542139</id><published>2011-03-22T19:38:00.004+01:00</published><updated>2011-03-22T19:47:46.375+01:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „Is Anybody There?“ (2008)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-nSAduk75icw/TYjuzT1TjZI/AAAAAAAAAC0/JvnJGiXCgQo/s1600/Is%2BAnybody%2BThere_Cover.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 229px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-nSAduk75icw/TYjuzT1TjZI/AAAAAAAAAC0/JvnJGiXCgQo/s320/Is%2BAnybody%2BThere_Cover.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5586977903017692562" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Beweisen muss er eigentlich nichts mehr. Und trotzdem verwöhnt der inzwischen 78jährige Sir Michael Caine die Filmwelt immer noch ohne Unterlass mit seiner Schauspielkunst. Sei es in sogenannten ‚Blockbustern‘ („Inception“, 2010, „The Dark Knight“, 2008, „Children of Men“, 2006) oder kleineren Perlen, die aufgrund ihres Independent-Charakters („Harry Brown“, 2009, „1 Mord für 2“, 2007) oder schlicht schlechter Promotion („The Statement“, 2003) vom Publikum ignoriert werden. Richtig ärgerlich ist das besonders im Fall von John Crowleys „Is Anybody There?“, ein Film, der es in Deutschland weder ins Kino und auch drei Jahre nach Erscheinen noch nicht einmal auf DVD geschafft hat.* &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erzählt wird „Is Anybody There?“ aus der Perspektive des 10jährigen Edward (Bill Milner, bekannt aus dem frisch-frechen „Son of Rambow“, 2007). Der lebt zusammen mit seinen Eltern in einem großen, zum Altenheim umfunktionierten Haus, was ihn zwangsläufig häufiger mit dem Tod in Berührung bringt, als es für Kinder seines Alters üblicherweise der Fall ist. Der neueste ‚Gast‘ des Hauses ist der grummelige Clarence (Caine), der noch immer schwer am Verlust seiner Frau zu knabbern hat und sowieso viel lieber in seinem kleinen Transporter / Wohnwagen rumhandwerkt, als sich mit seinen Altersgenossen bei improvisierten, kindlich-schrecklichen Musikabenden abzugeben. Ein Einzelgänger, den die neugierigen Blicke und ständigen Fragen des Jungen eher nerven als erfreuen. Mit den Wochen lernen sich die beiden Dickköpfe jedoch besser kennen und Clarence beginnt, seinen neuen Freund in die Geheimnisse seines Könnens einzuweihen. Denn in seiner Jugend zog er mit seiner Gattin als Zauberer durch die Lande – und ist nun froh, sein Wissen an jemanden weitergeben zu können. Zumal seine Vergesslichkeit immer häufiger zutage tritt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„The love you take is equal to the love you make“ sangen einst die Beatles schon. Nichts anderes widerfährt Edward und Clarence in „Is Anybody There?“. Schimpft der eine, brüllt der andere zurück. Öffnet der alte Mann sein Herz, gibt sein junger Kumpel im Gegenzug Privates aus seinem Leben preis. Es macht wirklich Spaß, diese beiden Figuren dabei zu beobachten, wie sie, ohne es bewusst zu wollen, zueinander finden. Während Nachwuchstalent Milner mit Selbstvertrauen und Ungezwungenheit beeindruckt, rührt Caine mit seiner Performance zu Tränen. Keine Überraschung, wenn man einem Interview zum Film glauben darf: Da enthüllte er nämlich, dass er seine Rolle einem engen Freund widmete, der ein ähnliches Alzheimer-Schicksal erleiden musste wie seine Figur. Weiter verriet er, dass seine Frau nach der ersten Vorführung sehr erbost gewesen sei – schlicht aufgrund seiner (zu) glaubhaften Art und Weise, das Altwerden und die zugehörigen Folgen darzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem habe ich eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer, dass ich Michael Caine natürlich nicht böse bin für seinen tollen Auftritt – sondern sehr dankbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*P.S.: Die britische DVD bietet den O-Ton mit/ohne englische/n Untertitel/n, sowie einige Interviewschnipsel und den Filmtrailer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-1279179727318542139?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/1279179727318542139/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=1279179727318542139' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1279179727318542139'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1279179727318542139'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_03_01_archive.html#1279179727318542139' title='Heimkino-Tipp: „Is Anybody There?“ (2008)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-nSAduk75icw/TYjuzT1TjZI/AAAAAAAAAC0/JvnJGiXCgQo/s72-c/Is%2BAnybody%2BThere_Cover.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6193192102464076695</id><published>2011-03-17T20:59:00.005+01:00</published><updated>2011-03-18T08:16:26.787+01:00</updated><title type='text'>Heimkino-Tipp: „Rogue“ (2007)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-hUQ1qHxl2bE/TYJoZPTbz_I/AAAAAAAAACk/fexyfbpstXU/s1600/Cover_Rogue.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-hUQ1qHxl2bE/TYJoZPTbz_I/AAAAAAAAACk/fexyfbpstXU/s320/Cover_Rogue.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5585141270706900978" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Der Australier Greg McLean zählt dank seines Œuvres zu einem erlauchten Kreis von Jungregisseuren, denen ein Filmhistoriker vor wenigen Jahren in Anlehnung an das legendäre „Rat Pack“ (u.a. Frank Sinatra, Sammy Davis, Jr. und Dean Martin) den Titel „Splat Pack“ zuwies. Hierzu gehören neben einigen weiteren auch Alexandre Aja („The Hills Have Eyes“), James Wan („Saw“), Eli Roth („Hostel“) und Neil Marshall („The Descent“). Allen gemein ist die Vorliebe für deftigen Horror und wenig Zurückhaltung bei der Darstellung blutiger Details.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider wird das Genre des Horrorfilms viel zu oft und viel zu gern als anspruchslose Gewaltverherrlichung abgetan. Zweifellos gibt es einige Filmemacher, die Unterhaltung mit Tabubrüchen verwechseln (siehe Eli Roths „Hostel II“). Andererseits sollten solche Machwerke nicht verdecken, dass ‚Horror‘ weit mehr kann, als Geschmacklosigkeiten in Großaufnahme zu präsentieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein solches kleines Juwel ist McLeans „Rogue“ aus dem Jahre 2007. Zugegeben, die Gesetze des Genres sprengt auch er nicht, doch variiert er sie gekonnt und veredelt sie mit einer atemberaubenden Kulisse, die jeder Naturdokumentation im Vorabendprogramm locker den Rang ablaufen könnte.&lt;br /&gt;Inmitten des australischen Outbacks schippert Kate (Radha Mitchell) Touristen durch wunderschöne Fels- und Flusslandschaften. Besonderer Augenschmaus ist dabei die Krokodilfütterung in freier Natur. Dabei entdeckt einer ihrer Mitfahrer ein entferntes Lichtsignal, was auf einen Hilferuf schließen lässt. Kate verlässt daraufhin ihre gewohnte Route und betritt dabei unwissenderweise das Territorium eines jener Krokodile. Das rammt sich seinen Frust zunächst am Boot ab und schubst die Eindringlinge anschließend auf eine Insel. Die verschwindet dank Flut zunehmend im Wasser und das Ungetüm hat somit gleich einen kleinen Nahrungsvorrat parat, den es sich nun nach und nach zu holen gedenkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entgegen der Erwartungen eines dämlich-belanglosen ‚Schrei-und-ich-freß-dich‘-Szenarios, lehnt sich McLean nach einer guten ersten Hälfte, die von unzähligen, schlicht wunderschönen Schauwerten geprägt ist, nun zurück und lässt Zuschauer und potentielle Opfer zittern. Ganz in der Tradition des immer noch großartigen „Der weiße Hai“ zeigt er das Biest zunächst nicht und lässt offen, wie groß die Bedrohung tatsächlich ist. Auch stilisiert er den hungrigen Revierverteidiger nicht zu einem übernatürlichen Monster, sondern bleibt bei den Fakten. Tatsächlich existieren in Australien nämlich weit größere Tiere als dieses hier, das sich „lediglich“ einer Bedrohung erwehren will. Die Touristen verhalten sich panisch, aber überlegt und so ist es fast ein Kampf auf gleicher Augenhöhe: kräftige Kauleiste gegen menschliche Intelligenz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Rogue“ macht nicht den Fehler, seine Spannung und seine Atmosphäre in billigen und vor allem blutigen Schockszenen zu verschwenden. Erst im finalen Viertel zieht McLean das Tempo ordentlich an und zeigt in Nahaufnahme, was seine Kollegen von der Effektabteilung da gebastelt haben. Wiederum orientiert am realen Vorbild, gibt es so am Ende nochmal beeindruckenden Biologieunterricht zum Thema Lebensweise und Körperbeherrschung der gepanzerten Freßmaschinen. Natürlich alles sehr unterhaltsam und in bester Kissenkrall-Manier inszeniert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider ist dieser fesselnde 90-Minüter bisher das letzte Werk von Greg McLean. Wem’s gefällt, darf mit ebenso hohen Erwartungen gern zu seinem Vorwerk „Wolf Creek“ (siehe Blogeintrag vom Januar 2008) greifen. Der ist zwar etwas weniger subtil, aber ebenso wie „Rogue“ für starke Nerven genau das richtige Training.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6193192102464076695?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6193192102464076695/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6193192102464076695' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6193192102464076695'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6193192102464076695'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_03_01_archive.html#6193192102464076695' title='Heimkino-Tipp: „Rogue“ (2007)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-hUQ1qHxl2bE/TYJoZPTbz_I/AAAAAAAAACk/fexyfbpstXU/s72-c/Cover_Rogue.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7238852034978163036</id><published>2011-02-24T20:13:00.007+01:00</published><updated>2011-02-24T20:20:52.333+01:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „Black Swan“ (Kinostart: 20.01.2011)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Kurz vor der großen Sause in L.A., der Oscar-Verleihung, hab ich mich mit einem Kollegen (er 'pro', ich 'contra') der Kinokalender-Redaktion über einen der nominierten Filme ausgetauscht - und zwar &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne44_black-swan.html"&gt;HIER&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7238852034978163036?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7238852034978163036/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7238852034978163036' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7238852034978163036'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7238852034978163036'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_02_01_archive.html#7238852034978163036' title='... im Nachgang: „Black Swan“ (Kinostart: 20.01.2011)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5511822583064988054</id><published>2011-02-05T14:48:00.008+01:00</published><updated>2011-02-05T14:54:36.152+01:00</updated><title type='text'>... im Nachgang: „Drei“ (Kinostart: 23.12.2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Im Dezember beglückte(?) Regisseur Tom Tykwer die Filmwelt mit seinem neuen Werk „Drei“. Ein kleines Streitgespräch darüber ist nun online und &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne41_drei-ein-spaeter-hoehepunkt-im-filmjahr-2010.html"&gt;HIER&lt;/a&gt; zu finden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5511822583064988054?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5511822583064988054/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5511822583064988054' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5511822583064988054'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5511822583064988054'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_02_01_archive.html#5511822583064988054' title='... im Nachgang: „Drei“ (Kinostart: 23.12.2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2161292055309200428</id><published>2011-01-13T19:52:00.011+01:00</published><updated>2011-01-13T23:25:08.105+01:00</updated><title type='text'>Friseusen, Köche und ein Mann aus Dynamit</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Mit ein wenig Verspätung (weil bereits seit einiger Zeit im Handel) gibt es an dieser Stelle drei Empfehlungen für den nächsten DVD-Einkauf: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neues auf DVD von Patrice Leconte, Fatih Akin und Scott Sanders&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Scott wer? Neben etablierten Regisseuren wie dem Franzosen Leconte und dem aus Hamburg stammenden Cannes-Preisträger Akin ist Scott Sanders bisher kaum in Erscheinung getreten. Auch sein aktuelles Werk wird daran leider wenig ändern – was jedoch nicht der Qualität, sondern lediglich dem gewählten Genre geschuldet ist. Somit sei ebenso in der folgenden Besprechung zunächst seinen berühmten Kollegen der Vortritt gelassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;„Der Mann der Friseuse“ (Vertrieb: Pierrot Le Fou/AL!VE AG)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war der internationale Durchbruch für den damals 43jährigen Patrice Leconte und zählt noch heute zu den sinnlichsten Liebeserklärungen an die Friseusen-Zunft: „Der Mann der Friseuse“ erzählt vom Traum des kleinen Antoine, einmal der Gatte einer Coiffeuse zu werden. Im Laden der schweigsamen Mathilde findet er schließlich als erwachsener Mann sein Liebesglück, nur um es wenig später wieder zu verlieren. Doch bis es dazu kommt, erlebt er Leidenschaft, Begehren und unzählige Tage der Erfüllung.&lt;br /&gt;Leconte inszenierte sein Drama zurückhaltend, poetisch und mit einem Jean Rochefort in der Hauptrolle, dessen verquere Eigenheiten, wie das „Tanzen“ zu orientalischer Musik, immer wieder für ironische Zwischentöne in einem ansonsten tiefmelancholischen Drama sorgen. Die DVD enthält neben einem ausführlichen Interview des Regisseurs noch dessen Kurzfilm „Die glückliche Familie“ aus dem Jahr 1973. Ein schönes Gesamtpaket.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;„Soul Kitchen“ (Vertrieb: Pandora Film)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Mittelpunkt dieser Hamburger Geschichte(-nsammlung) steht Kneipenbesitzer Zinos (Adam Bousdoukos, gleichzeitig Co-Autor und Ideengeber). Der hat „Bandscheibe“, eine Freundin, die ihn für einen Job in Shanghai zurücklässt, und seit neuestem auch noch Ärger mit dem Finanzamt. Bruder Illias indessen hat Freigang und leider immer noch eine leicht kriminelle Ader, während sein neuer Chefkoch Shayn seine seltsamen Ansichten zur Esskultur gern messerwetzend unterstreicht. Kurz: viel zu viele machen viel zu viel Stress. Bis die ausgefallenen Kreationen seines exzentrischen Küchenmeisters zunehmend Beachtung finden: Plötzlich ist sein Haus „Soul Kitchen“ der Szeneladen, sind die Gaumen vom Essen verwöhnt, die Ohren von funky music gestreichelt und die Herzen dank neuer Liebschaften erfreut. Bis zum Happy End jedoch muss Zinos noch einiges über sich ergehen lassen – schmerzhafte Rückenbehandlungen inklusive.&lt;br /&gt;Nach den ersten beiden Teilen seiner „Liebe, Tod und Teufel“-Trilogie („Gegen die Wand“, „Auf der anderen Seite“), hat sich Fatih Akin mit „Soul Kitchen“ eine kurze Auszeit von den schweren Themen geschenkt. Im Gegensatz zu früheren Werken geht er hier unverkrampfter, leichtfüßiger und weniger `verkopft´ zu Werke und spickt seine Komödie mit einem tollen Soundtrack voller Soulklassiker. Alles wirkt ehrlich, charmant, lebensnah, etwas schmuddelig, doch immer unterhaltsam. Ein Schmankerl, das dank umfangreichem Bonusmaterial noch mehr Spaß macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;„Black Dynamite“ (Universum Film)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun also zu Scott Sanders und seinem zwischen Hommage, Persiflage und blankem Unsinn pendelndem „Black Dynamite“. Ein Nischenfilm, zweifellos, doch für Kenner und Fans des sogenannten Blaxploitation-Genres – jene Billigfilme aus den 1970er-Jahren, in denen schwarze Helden wie „Shaft“ böse Buben jagten und nebenbei jede Frau im Vorbeigehen beglückten – die lang ersehnte Huldigung ihrer Lieblinge.&lt;br /&gt;So spielt der Inhalt hier auch kaum eine Rolle. Vielmehr ist es die zitatenreiche Umsetzung, der coole Titelheld und die konsequente Missachtung filmischer Grundregeln, die für Unterhaltung sorgen. Allerdings nur, wenn der Zuschauer die englische Tonspur wählt und sich am Slang der Darsteller genauso begeistern kann wie der witzigen musikalischen Untermalung und dem gewollt übertriebenen Posen des Protagonisten.&lt;br /&gt;Als Verbeugung vor den filmhistorischen Originalen ist „Black Dynamite“ über jeden Zweifel erhaben. Besser hätte es selbst einem Tarantino nicht gelingen können. Das gilt auch für das Bonusmaterial (Gestrichene Szenen, Interviews, persiflierte Werbespots).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2161292055309200428?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2161292055309200428/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2161292055309200428' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2161292055309200428'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2161292055309200428'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2011_01_01_archive.html#2161292055309200428' title='Friseusen, Köche und ein Mann aus Dynamit'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5582662543960141583</id><published>2010-12-06T10:51:00.005+01:00</published><updated>2010-12-06T11:02:17.062+01:00</updated><title type='text'>DVD-Tipp: „Ein andalusischer Hund“ / „Das goldene Zeitalter“</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/TPyyiL8D09I/AAAAAAAAAB0/-Vug3w70AA0/s1600/Cover_bunuel.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/TPyyiL8D09I/AAAAAAAAAB0/-Vug3w70AA0/s320/Cover_bunuel.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5547505141403603922" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Am Anfang stand die Vereinbarung, „keine Idee, kein Bild zuzulassen, zu dem es eine rationale, psychologische oder kulturelle Erklärung gäbe; die Tore des Irrationalen weit zu öffnen; nur Bilder zuzulassen, die sich aufdrängten, ohne in Erfahrung bringen zu wollen, warum.“ Das Ergebnis dieser Übereinstimmung zwischen den beiden spanischen Künstlern Luis Buñuel (1900-1983) und Salvador Dalí (1904-1989) wird heute oftmals als &lt;span style="font-style:italic;"&gt;das&lt;/span&gt; Meisterwerk des surrealistischen Films bezeichnet: „Ein andalusischer Hund“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der 1929 in Frankreich entstandene Kurzfilm (ca. 17 Minuten) ist nun zusammen mit dem zweiten gemeinsamen Film von Buñuel und Dalí, „Das goldene Zeitalter“ (1930, ca. 63 Minuten), erstmals auf DVD in Deutschland erhältlich. Zwei Kunstwerke, die sich einem nachvollziehbaren Handlungskonstrukt verwehren, surreale Bilderwelten aneinanderreihen, provozieren und verstören. Zwei Kunstwerke, die nicht nur die Bewegung des Surrealismus vom reinen Gedankenspiel und der Literatur auf die darstellende (Film-)Kunst übertrugen, sondern ebenso die (moralischen) Grenzen des Darstellbaren bewusst überschritten. So sind die Szenen vom mit einer Rasierklinge durchschnittenen Auge einer Frau, der Hand, aus der unzählige Ameisen quillen oder des Mordes eines Vaters an seinem jungen Sohn noch heute schockierend, gleichzeitig aber optisch bemerkenswert umgesetzt – und sicherlich auch vielen Menschen bekannt, die diese Filme nie selbst gesehen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um den eigentlichen Sinn dieser Bilderwelten zu begreifen, sind Vorkenntnisse über die surrealistische Bewegung unabdingbar. Zuschauer, die vornehmlich aufgrund der filmhistorischen Bedeutung an diesen Werken interessiert sind (was auch auf mich zutrifft), müssen allerdings trotzdem nicht an ihrem Halbwissen leiden: Neben einer 90minütigen (!) Dokumentation über Buñuel liegt der DVD noch ein mehrseitiges Booklet bei, das Auszüge aus Buñuels Autobiographie „Mein letzter Seufzer“ (erschienen 1983) enthält. Darin erinnert sich der Regisseur an den Entstehungsprozess und die Premieren beider Filme und gibt damit auch ein paar Anhaltspunkte zur Bedeutung und zur Eigeninterpretation seiner Arbeit. So ist zu lesen, dass er damals wie 50 Jahre später nicht gezögert hätte, das Negativ (=Original) von „Ein andalusischer Hund“ zu verbrennen – einfach nur, weil es ihm „vollkommen egal“ sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über dieses Fazit kann man den Kopf schütteln oder – als Verfechter des Surrealismus – zustimmend applaudieren. Also genau das tun, was Buñuel und Dalí beabsichtigten: darüber streiten, es verdammen oder loben. Letzteres verdient diese liebevolle DVD-Umsetzung allemal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die DVD „Ein andalusischer Hund“ / „Das goldene Zeitalter“ (FSK 16) erschien am 19. November 2010 bei Pierrot le Fou/AL!VE AG.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5582662543960141583?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5582662543960141583/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5582662543960141583' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5582662543960141583'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5582662543960141583'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_12_01_archive.html#5582662543960141583' title='DVD-Tipp: „Ein andalusischer Hund“ / „Das goldene Zeitalter“'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/TPyyiL8D09I/AAAAAAAAAB0/-Vug3w70AA0/s72-c/Cover_bunuel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-1670604171974178232</id><published>2010-12-02T08:59:00.003+01:00</published><updated>2010-12-02T09:01:12.770+01:00</updated><title type='text'>„Home for Christmas“ (Kinostart: 2. Dezember 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;So alljährlich wie das Fest selbst gibt es zum Ende eines jeden Kinojahres auch stets die passenden Filme zum Thema. Romantisch, friedlich und vor allen besinnlich geht es da oftmals auf der Leinwand zu, proportionales Anwachsen des Schluchz-Faktors vor der Leinwand inklusive. Auf den ersten Blick scheint auch Bent Hamers Episodendrama „Home for Christmas“ genau diese Erwartungen zu erfüllen. Nach „Kitchen Stories“, „Factotum“ und zuletzt „O’Horten“ nun also gediegenes Advents-Wohlfühlkino aus Norwegen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht mit Hamer, einem Profi in Sachen Mehrdeutigkeit: Da ist der Vater, dessen Beinahe-Exfrau ihm den Besuch seiner Kinder verwehrt, ein Arzt, der  einem Flüchtlingspärchen bei der Niederkunft hilft, eine Geliebte auf dem Abstellgleis, zwei Kinder beim Sternengucken und ein einsamer Mann auf dem Weg zu seinen Eltern.&lt;br /&gt;Verknüpft sind diese einzelnen Kapitel nur sehr lose, typisch Hamer jedoch voll leiser Komik, berührender Tragik und einer Zuckerprise Melancholie. Angenehme, feine – gar belanglose? – Geschichtchen, wie sie besser in die Winterzeit nicht passen könnten. Richtet der Zuschauer sein Augenmerk dann aber auf die Namen einzelner Figuren, deren Wege und Handlungen, so ergibt sich ein buntes Mosaik mit vielen  kleinen Anspielungen auf die klassische Weihnachtsgeschichte und die Gebote des Christentums. Allerdings niemals offensichtlich, aufdringlich oder belehrend. Vielmehr entsteht der Eindruck, als habe sich der Autor der Vorlage, Levi  Henriksen, lediglich davon inspirieren lassen, um auf die Schicksale und kleinen Wunder des Hier und Heute hinzuweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist intelligenter, unterhaltsamer und lohnender als vieles andere, was das Genre „Weihnachtsfilm“ in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. Aber so sind sie halt, die Skandinavier: grüblerisch, zurückhaltend – und talentierte Filmemacher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 2. Dezember 2010.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-1670604171974178232?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/1670604171974178232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=1670604171974178232' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1670604171974178232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1670604171974178232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_12_01_archive.html#1670604171974178232' title='„Home for Christmas“ (Kinostart: 2. Dezember 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5870478929738514996</id><published>2010-10-25T20:38:00.009+02:00</published><updated>2010-10-25T21:09:53.344+02:00</updated><title type='text'>Inside ‚The American‘. Eine Buchrezension.</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/TMXQOj_Le_I/AAAAAAAAABs/M9wV_9s1ge0/s1600/Corbijn_American_Cover_full.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 221px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/TMXQOj_Le_I/AAAAAAAAABs/M9wV_9s1ge0/s320/Corbijn_American_Cover_full.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5532056665891503090" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Ein Filmprojekt in Angriff zu nehmen, ist eine heikle Angelegenheit. […] Man weiß nicht genau, auf was man sich eingelassen hat“, heißt es im Vorwort zum Foto-Tagebuch „Inside ‚The American‘“ von Anton Corbijn. Erstaunlich, aber wahr: Selbst der Starfotograf, Videokünstler und Filmregisseur Corbijn hat im Alter von 55 Jahren offenbar noch Selbstzweifel an seinen Fähigkeiten. Zurückhaltung könnte man es auch nennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei kann der Niederländer auf eine abwechslungsreiche und stilbildende Karriere zurückblicken, die das Image von Einzelkünstlern und Bands, beispielsweise Herbert Grönemeyer, U2 oder Depeche Mode, bedeutsam geformt und etabliert hat. Corbijn startete seine Karriere als Musikfotograf, um wenig später mit seinen -videos („Enjoy the Silence“, Depeche Mode 1990), Coverentwürfen („The Joshua Tree“, U2 1987; „Keep the Faith“, Bon Jovi 1992) und Bühnenkonzepten („Devotional“-Tour, Depeche Mode 1993/94) Aufmerksamkeit zu erregen. Im Jahr 2007 folgte mit dem mehrfach ausgezeichneten und weltweit erfolgreichen „Control“, angelehnt an das Leben des Joy-Division-Sängers Ian Curtis, sein Debüt als Filmregisseur. Schon damals veröffentlichte er parallel zum Kinostart einen Bildband, der die Dreharbeiten dokumentierte. Mit „Inside ‚The American‘“ setzt er diese Tradition nun fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Hauptrolle mit George Clooney als schweigsamer Killer formidabel besetzt, erzählt „The American“ von dessen einsamer Odyssee in den italienischen Abruzzen. Ganz klassisch dem Aufbau eines Westerns folgend, von denen sich Corbijn nach eigener Aussage auch hat inspirieren lassen, wird sich der Mann hier seiner ausweglosen Situation bewusst und plant, sein Leben zu ändern. Seinem Auftraggeber schmeckt dies freilich wenig.&lt;br /&gt;Unabhängig vom zugegebenermaßen dünnen Gerüst der Filmhandlung, begeistert „The American“ vor allem dank seiner Optik. Denn gleich ob Film oder Foto: Corbijn besitzt das Talent, den ‚besonderen Augenblick‘ einzufangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Buchform offenbart sich die Qualität des Corbijn’schen Könnens noch einmal in all seiner sonderbaren Schönheit: sei es ein Blick an der Seite Clooneys aus dem Fenster, ein Szenenbild vom blutverschmierten Kopfsteinpflaster oder die Reaktion der Crew auf die Späße des Kasperkopps George. Der Moment an sich wird lebendig und Corbijn gelingt es, selbst die dunkelsten Regenwolken bedrohlich, und gleichzeitig wunderschön aussehen zu lassen. Auffällig ist, dass sogar bei spontanen Schnappschüssen (und demnach fehlender technischer Vorbereitungen) die Handschrift des Fotografen zu erkennen ist. Ein Gut, welches die Fähigkeiten Corbijns unterstreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch „Inside ‚The American‘“ ist mehr als nur ein Fotoband. Die einzelnen Bilder des 164 Seiten starken Buches sind vom Regisseur handschriftlich kommentiert und verraten dabei auch die Intension hinter einzelnen Szenen und Blickwinkeln. Nicht weniger anschaulich sind die zahlreichen Skizzen und Storyboard-Zeichnungen, auf denen Sets, Kamerabewegungen und Schauspieleranweisungen vermerkt sind. Letzteres mag vielleicht nur die ganz hartgesottenen Filmfans interessieren. Doch verdeutlicht es andererseits die vielen Entscheidungsprozesse, die ein Regisseur während des Filmens treffen muss – und ist somit ehrlicher als jedes nichtssagende „Making of“, das heute auf DVD als Zugabe gepresst wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Inside ‚The American‘“ empfiehlt sich dank seiner Fülle an Bildern, persönlichen Texten und Qualität sowohl als Lese- als auch als Fanbuch. Und für all jene, denen es zeitnah nicht vergönnt ist, einen Abstecher in die Abruzzen zu unternehmen, ist es ebenso als wunderbare Motivsammlung geeignet. Noch dazu mit einem sehr hübschen, meist Oberkörper-freien Reiseführer als Dreingabe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Anton Corbijn&lt;br /&gt;INSIDE THE AMERICAN&lt;br /&gt;Photographien und handschriftliche Texte von Anton Corbijn&lt;br /&gt;164 Seiten, 116 Tafeln in Farbe, Englische Originalausgabe mit deutscher Übersetzung, 30,5 x 21 cm, gebunden.&lt;br /&gt;ISBN 978-3-8296-0476-5&lt;br /&gt;€ 49.80, € (A) 51.20, sFr. 82.-&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Foto: © 2010 Universal Studios Licensing LLLP. The movie The American © Focus Features LLC. All rights reserved. © 2010 Introduction Anton Corbijn / Courtesy Schirmer/Mosel.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5870478929738514996?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5870478929738514996/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5870478929738514996' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5870478929738514996'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5870478929738514996'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_10_01_archive.html#5870478929738514996' title='Inside ‚The American‘. Eine Buchrezension.'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/TMXQOj_Le_I/AAAAAAAAABs/M9wV_9s1ge0/s72-c/Corbijn_American_Cover_full.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-4723831712762151093</id><published>2010-10-24T11:38:00.006+02:00</published><updated>2010-10-24T11:44:11.239+02:00</updated><title type='text'>... im Nachgang</title><content type='html'>So, und weil es sich über diesen Film so schön streiten lässt, hier noch einmal etwas zu „Jud Süß – Film ohne Gewissen“:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne.html"&gt;http://www.kinokalender.com/kolumne.html&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-4723831712762151093?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/4723831712762151093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=4723831712762151093' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4723831712762151093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4723831712762151093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_10_01_archive.html#4723831712762151093' title='... im Nachgang'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6984771653454040378</id><published>2010-09-21T13:26:00.001+02:00</published><updated>2010-09-21T13:41:02.276+02:00</updated><title type='text'>„Jud Süß – Film ohne Gewissen“ (Kinostart: 23. September 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Wo endet künstlerische Freiheit und beginnt Geschichtsverfälschung? Selten hat ein Film bezüglich dieser Frage so viele Kontroversen hervorgerufen wie „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ von Oskar Roehler. Ein Schicksal, das das Werk mit seiner historischen Quelle teilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Original von 1940 gilt als ein Musterbeispiel für antisemitische „Kunst“ im Dritten Reich. Es vereint filmische Versiertheit mit unterschwelliger Propaganda und in der Tat eindrucksvollen Schauspielleistungen. Einen wichtigen Anteil daran hatte der österreichische Darsteller Ferdinand Marian. Obwohl er eine Mitwirkung zunächst ablehnte, bestand Propagandaminister Joseph Goebbels darauf, ihn für die Hauptrolle zu besetzen. „Mit einigem Nachhelfen“, so eine Anmerkung aus Goebbels Tagebüchern, nahm Marian die Rolle trotz Vorbehalte an. Der Erfolg des Films, die Würdigung seiner Leistung, sowie der daraus resultierende gesteigerte Hass auf Juden in Europa, trieben Marian 1946 offenbar in den Tod.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind die historischen Fakten, auf denen Regisseur Roehlers Film beruht. Zusammen mit seinem Drehbuchautor Klaus Richter hat er diese Tatsachen allerdings ein wenig verändert, ausgeschmückt, ergänzt. Ihnen deshalb „Geschichtsfälschung“ zu unterstellen wäre jedoch ungerechtfertigt: Künstlerische Freiheit zur Dramatisierung eines Stoffes ist ein alltägliches Hilfsmittel für Autoren und Regisseure. Doch das hätte es retrospektiv gar nicht gebraucht: Tobias Moretti ist als Marian eine Offenbarung, während Moritz Bleibtreu durch ungebremste Überhöhung seinen Goebbels als das porträtiert, was er war: eine Witzfigur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herausgekommen ist ein theatralisch überhöhtes, in Teilen sicherlich zu verkopftes Werk, das zwischen Biografie und Satire schwankt und formal etwas bieder wirkt, jedoch aufgrund der Thematik empfehlenswert bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 22. September 2010.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6984771653454040378?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6984771653454040378/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6984771653454040378' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6984771653454040378'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6984771653454040378'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_09_01_archive.html#6984771653454040378' title='„Jud Süß – Film ohne Gewissen“ (Kinostart: 23. September 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7292502775167292687</id><published>2010-09-10T09:05:00.002+02:00</published><updated>2010-09-10T09:07:01.298+02:00</updated><title type='text'>„Verlobung auf Umwegen“ (Kinostart: 9. September 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ein Zeitungsartikel als Ideengeber, zwei Wochen für das Konzept, weitere 14 Tage später die Drehgenehmigung. Das Skript von Deborah Kaplan und Harry Elfont zu „Verlobung auf Umwegen“ entstand ebenso flink wie es verkauft wurde. Sowas lässt aufhorchen, immerhin gibt es romantische Komödien bereits im Übermaß und inhaltliches Neuland betreten nur die wenigsten. Sollte „Verlobung auf Umwegen“ also die lang ersehnte Alternative oder gar die Neubelebung des Genres sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die auf Zelluloid gebannte Wahrheit zerstört diese Hoffnung leider schnell: Die Bostoner Karrierefrau Anna (Amy Adams) wartet schon lang sehnsüchtig auf die eine bedeutende Frage ihres Liebsten. Der schenkt ihr jedoch auch am vierten Jahrestag statt eines Rings lediglich glitzernden Ohrenschmuck und widmet sich anschließend einem Geschäftstermin in Dublin. Nun hat Anna die Faxen dicke und reist ihm hinterher. Ihr Ziel: Am 29. Februar des Schaltjahres dem Kerl nach altem irischen Brauch selbst einen Antrag machen. Ein Unwetter bewirkt die Umleitung ihres Fluges nach Wales. Nun ist Anna auf die Hilfe eines gutaussehenden Einheimischen (Matthew Goode) angewiesen, um ihren Traum noch pünktlich verwirklichen zu können. Was folgt, ist so überraschungsarm wie durchschaubar: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stadtneurotikerin und der Naturtyp zanken, necken und verlieben sich. Das sieht schön aus, ist hier und da amüsant, doch gleichzeitig zu konstruiert um dem Romantiker im Kinosessel ein freudiges „Hach“ zu entlocken. Schließlich kennt der bereits Filme wie „New in Town“, „Auf die stürmische Art“ und „Sechs Tage, sieben Nächte“. Sollte dem wider Erwarten nicht so sein, ist „Verlobung auf Umwegen“ andererseits ein annehmbarer Einstieg in die Reißbrett-Romanzen-Welt Hollywoods.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 8. September 2010.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7292502775167292687?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7292502775167292687/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7292502775167292687' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7292502775167292687'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7292502775167292687'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_09_01_archive.html#7292502775167292687' title='„Verlobung auf Umwegen“ (Kinostart: 9. September 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6366891851195196400</id><published>2010-09-01T17:22:00.002+02:00</published><updated>2010-09-01T17:25:46.757+02:00</updated><title type='text'>„The Expendables“ (Kinostart: 26. August 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Wir werden das 'A-Team' ausräuchern!“ Gemessen an den finanziellen Einnahmen seines neuen Werkes „The Expendables“ versprach der 64-jährige Sylvester Stallone tatsächlich nicht zu viel. Und auch optisch dürfte nach wenigen Filmminuten klar sein, welches der beiden 80er-Revivals, die momentan um die Gunst des Publikums werben, das ehrlichere ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei mutet es ironisch an, dass ausgerechnet „The Expendables“, bei dem Stallone Hauptrolle, Regie und Drehbuch übernahm, sein bislang erfolgreichster Streifen ist; ein Film, der all seine vergeblichen Versuche, dem Image als eindimensionaler Actionheld zu entkommen, negiert. Stallone anno 2010 ist simpel, wenig subtil und handgemacht – so, wie es schon einmal vor 25 Jahren war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das spiegelt sich auch inhaltlich wieder: Barney Ross (Stallone) ist Kopf einer Gruppe von Söldnern, die für gute Bezahlung ihre Fähigkeiten als Kampfmaschinen zur Verfügung stellen. Nun werden sie in ein südamerikanisches Land geschickt und sollen dort einen Diktator stürzen. Ein Auftrag, der die Mannen schnell an ihre psychischen und physischen Grenzen bringen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„The Expendables“ schert sich weder um Moral noch Tiefgang. Manchmal amüsant - siehe Auftritt Willis &amp; Schwarzenegger - oftmals jedoch einfach nur laut, brutal und grimmig, legt Stallone nach „John Rambo“ (2008) abermals einen lupenreinen Actionfilm vor, der solide inszeniert ist, schlussendlich jedoch nur den Fans von einst zusagen wird. Denn bis auf die hin und wieder sichtbare hektische Kameraführung gibt es in diesem Film kaum Hinweise auf sein Produktionsjahr. Das freut den von Effekten gesättigten Genrefan, ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass Stallone sich damit nur noch weiter von seiner schauspielerischen Glanzleistung im Drama „Cop Land“ entfernt. Doch das ist ja inzwischen auch schon wieder 13 Jahre her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 25. August 2010.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6366891851195196400?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6366891851195196400/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6366891851195196400' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6366891851195196400'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6366891851195196400'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_09_01_archive.html#6366891851195196400' title='„The Expendables“ (Kinostart: 26. August 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-3829972907221565243</id><published>2010-08-14T10:50:00.004+02:00</published><updated>2010-08-14T10:58:43.121+02:00</updated><title type='text'>„8. Wonderland“ (Kinostart: 12. August 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Weite Wilde Welt des Internets ermöglicht neben vielen anderen Dingen vor allem eines: Menschen zusammenzuführen. Sei es durch den Austausch von Ideen, die Kombination von Wissen, oder das Sammeln von Interessen. Jüngst durfte sich Fast-Bundespräsident Gauck über immensen virtuellen Zuspruch freuen, die Piratenpartei ist sogar selbst ein geistiges Kind des Internets. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das französische Regie-Duo Nicolas Alberny und Jean Mach geht noch einen Schritt weiter: Es erschafft einen kompletten Staat, „8. Wonderland“, im Triple W. Eine „Zivilisation des Geistes“ soll er sein, eine Welt „humaner und gerechter als die, die eure Regierungen bislang errichteten.“ Hier werden Guerilla-Aktionen geplant, die kurz darauf von willigen „Staatsbürgern“ in der Realität umgesetzt werden. Das Aufstellen von Kondom-Automaten am Vatikan beispielsweise. 'Verändere die Welt und hab Spaß dabei', scheint das Credo zu sein, etliche diskussionswürdige Denkansätze gibt es hier. Wirklich neu ist davon keiner, wobei das jedoch noch der kleinste Makel am filmischen „8. Wonderland“ ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Idee, neben dem klassischen Verständnis eines existierenden Staates gleich noch die Regeln und Errungenschaften der Filmkultur auf den Kopf zu stellen, scheitert gnadenlos. Es gibt keinen Hauptdarsteller und keinen „roten Faden“, kein filmisches Konzept und keine Erzählstruktur. Die Umsetzung gleicht einem ziellosen Surfen im Internet, einer plumpen Aneinanderreihung von kurzen Momenten und Gesprächsfetzen, welche weder erhellend noch nachhaltig sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb kann aus „8. Wonderland“ niemals reale Wirklichkeit, oder zumindest ein filmisches Kunstwerk werden: Denn es ist seelenlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Eine gekürzte Fassung des Artikels erschien in der „Sächsischen Zeitung / PluSZ“ vom 12. August 2010.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-3829972907221565243?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/3829972907221565243/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=3829972907221565243' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3829972907221565243'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3829972907221565243'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_08_01_archive.html#3829972907221565243' title='„8. Wonderland“ (Kinostart: 12. August 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-4382298432453449231</id><published>2010-08-14T10:44:00.008+02:00</published><updated>2010-08-14T10:59:58.857+02:00</updated><title type='text'>„Splice“</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Nach langer Abstinenz ein Lebenszeichen in Form eines Artikels für den „Kinokalender Dresden“. Unter der Rubrik &lt;span style="font-style:italic;"&gt;„... im Nachgang“&lt;/span&gt; erschien eine Besprechung zu dem wunderbaren Film &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne29_eine-kleine-kanadische-perle-namens-splice-das-genexperiment.html"&gt;"Splice".&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-4382298432453449231?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/4382298432453449231/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=4382298432453449231' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4382298432453449231'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4382298432453449231'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_08_01_archive.html#4382298432453449231' title='„Splice“'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-580349293060979527</id><published>2010-05-23T17:36:00.003+02:00</published><updated>2010-05-23T17:38:37.762+02:00</updated><title type='text'>DVD-Tipp: „Schande“</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/S_lL73TqSxI/AAAAAAAAABM/OjEZEDOsJ8w/s1600/Schande_Cover.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 225px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/S_lL73TqSxI/AAAAAAAAABM/OjEZEDOsJ8w/s320/Schande_Cover.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5474490313876327186" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Viele Monate vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft ist Südafrika in den Medien bereits omnipräsent. Reportagen, Dokumentationen und Reiseberichte prägen den Blätterwald und die TV-Landschaft, schwankend zwischen naivem Betroffenheitskitsch und seriösem Landesporträt. Da fällt es schwer Begeisterung zu wecken für einen Film, der im Herbst des vergangenen Jahres – leider viel zu kurz – in einigen Programmkinos zu sehen war, nun auf DVD erhältlich ist und ebenso Afrika als Handlungsort präsentiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Steve Jacobs („Die schöne Spanierin“) wagte sich zusammen mit seiner Autorin Anna-Maria Monticelli an den Roman „Schande“ des Literatur-Nobelpreisträgers J. M. Coetzee von 1999. Die Reise eines Mannes in ein (ihm) fremdes Land, ein anderes Leben und zu sich selbst. Als Hauptdarsteller für diese äußerst ambivalente Figur brilliert einmal mehr John Malkovich („Der fremde Sohn“, „Von Mäusen und Menschen“), der stets am besten agiert, wenn ihm eine Figur mit Tiefe und Charakter zur Verfügung gestellt wird. Eine Figur wie die des Literaturprofessors David Lurie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Beginn der Geschichte wirkt zunächst wie eine freche Adaption von Isabel Coixets „Elegy“, in der ein alternder Dandy seinen Alltag mit Affären würzt, bevorzugt mit jungen, hübschen Studentinnen der eigenen Vorlesungen. Allerdings weniger rücksichtsvoll und ohne einen Hauch von Reue, was ihm nach einem weiteren Ausrutscher schließlich den Job kostet. Schuldig ja. Bedauern nein.&lt;br /&gt;Lurie beschließt, dem beengten Dasein voller Regeln und Erwartungen in Kapstadt zu entfliehen und besucht seine Tochter Lucy (Jessica Haines). Die wohnt weitab der Großstadt im Landesinneren und bewirtschaftet eine Farm. Ihre Lebensgefährtin hat sie verlassen, ihr einziger Helfer bei den täglichen Aufgaben ist der schwarze Arbeiter Petrus (Eriq Ebouaney). Eines Tages muss Lurie miterleben, wie drei junge Männer gewaltsam in das Haus eindringen, es ausrauben und Lucy misshandeln. Schlimmer noch: Seine Tochter weigert sich, die Täter anzuzeigen, die ganz offensichtlich der Familie ihres Assistenten angehören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben den menschlichen Tragödien, die „Schande“ auf äußerst nüchterne Weise erzählt, ist es  besonders das beiläufige Porträt des Landes, welches Südafrika als eine Welt zeigt, in der die Schatten der beschämenden Vergangenheit, stumme Akzeptanz des Unkontrollierbaren und naive Verdrängung allerorten zu finden sind. Lurie dient dabei – trotz seiner zahlreichen Verfehlungen – als Entdecker, der mit den Augen des Zuschauers Südafrika in seiner optischen Schönheit und seiner gesellschaftlichen Zerrissenheit kennenlernt. Regisseur Jacobs und sein Kameramann Steve Arnold finden dafür immer wieder berauschende wie deutliche Bilder, wie beispielsweise die Distanz zwischen den Häusern von Lucy und Petrus. Während sie ihre Existenz sukzessive verliert, baut er sein neues Heim Stein für Stein auf, lächelnd, freundlich und im Wissen einer besseren, glücklicheren Zukunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine optimistische Aussage für ein Land, das eigentlich „zusammen“ einen Neuanfang wagen wollte und dabei letztendlich an der Natur des Menschen zu zerbrechen droht. Immerhin begreift Lurie, wie auch er zuvor, völlig frei von Selbstzweifeln, das Leben einer Studentin durch seinen Egoismus zerstört hat. Wenn er schon die Gegebenheiten auf dem Land nicht ändern kann, so doch zumindest sein rücksichtsloses Verhalten. Wie Hauptdarsteller John Malkovich diese Wandlung und späte Reue verdeutlicht, zählt zu den Höhepunkten des Films. Am Anfang vom geordneten Leben in der sicheren Stadt gelangweilt, am Ende vom rauen Alltag des „wilden Afrika“ erschüttert und zur Untätigkeit verdammt: Malkovich vermag diese Reise famos wiederzugeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Schande“ ist ein Film, der viel Diskussionsstoff bietet, sei es über die Hauptfigur oder den Ort des Geschehens. Die zurückhaltende, lediglich beobachtende Perspektive der Inszenierung verweigert sich jeder Wertung und lässt dem Betrachter ausreichend Spielraum für Interpretationen, Anteilnahme – und anspruchsvollen Filmgenuss.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-580349293060979527?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/580349293060979527/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=580349293060979527' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/580349293060979527'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/580349293060979527'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_05_01_archive.html#580349293060979527' title='DVD-Tipp: „Schande“'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/S_lL73TqSxI/AAAAAAAAABM/OjEZEDOsJ8w/s72-c/Schande_Cover.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-9197004134715755290</id><published>2010-05-05T21:33:00.005+02:00</published><updated>2010-05-05T21:36:01.739+02:00</updated><title type='text'>... im Nachgang</title><content type='html'>Im aktuellen "Kinokalender Dresden" (Ausgabe Mai 2010) hab ich mich mal wieder mit einem Kollegen angelegt. Hier das Ergebnis:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne.html"&gt;http://www.kinokalender.com/kolumne.html&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-9197004134715755290?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/9197004134715755290/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=9197004134715755290' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/9197004134715755290'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/9197004134715755290'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_05_01_archive.html#9197004134715755290' title='... im Nachgang'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2919257229228055334</id><published>2010-03-28T16:09:00.005+02:00</published><updated>2010-03-28T16:23:04.488+02:00</updated><title type='text'>„I´m here“</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/S69ldSeUKCI/AAAAAAAAABE/ars3aSejS_A/s1600/imheremovie_poster.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 216px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/S69ldSeUKCI/AAAAAAAAABE/ars3aSejS_A/s320/imheremovie_poster.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5453689227618560034" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Wer sich einen Film des Regisseurs Spike Jonze („Being John Malkovich“, „Adaption“, „Wo die wilden Kerle wohnen“) anschauen will, sollte offen für das Fantastische sein – in vielerlei Hinsicht. Ebenso wie sein Kollege Michel Gondry treffen da nämlich Alltag, Träumerei, absurder Humor und ganz viel Gefühl aufeinander. Kino in seiner reinsten Form sozusagen. Kino, das einlädt zum Träumen, sich-verzaubern-Lassen, Mitfiebern und Glücklichsein. Neben diesen Eigenschaften ist es aber vor allem auch die Kunst, unprätentiöse Spezialeffekte – sowohl computergeneriert als auch von Hand gebastelt – fast unbemerkt in die Szenerie zu integrieren, ganz so, als seinen sie alltäglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnliches ist nun auch in „I´m here“ zu entdecken, einem 29minütigen Kurzfilm, der ausschließlich im Internet zu bewundern ist. Englischkenntnisse sind von Vorteil, da es keine Untertitelspur gibt. Doch wer sich darauf einlässt, erlebt eine wunderbar inszenierte Liebesgeschichte, eingebettet in eine Website, die nicht weniger begeistert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier der Link: &lt;a href="http://www.imheremovie.com"&gt;http://www.imheremovie.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2919257229228055334?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2919257229228055334/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2919257229228055334' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2919257229228055334'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2919257229228055334'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_03_01_archive.html#2919257229228055334' title='„I´m here“'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/S69ldSeUKCI/AAAAAAAAABE/ars3aSejS_A/s72-c/imheremovie_poster.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7192579481146308333</id><published>2010-03-13T21:48:00.011+01:00</published><updated>2010-03-13T22:15:13.439+01:00</updated><title type='text'>im Nachgang...</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Liebe Leser,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;einigen ist es sicherlich schon aufgefallen: die Blog-Befüllung schleift ein wenig. Hat mit meinem neuen Arbeitgeber und Wohnort zu tun. Beides ganz wunderbar, nur schaff ich es leider nicht mehr wöchentlich, meine Kommentare zum Filmgeschehen auf der Leinwand hier zu hinterlegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber vielleicht wird dieser Blog dadurch endlich auch zu einer Rezensions-Plattform für ältere Werke, die auf DVD geschaut werden - so zumindest war das Anliegen, als &lt;span style="font-style:italic;"&gt;CineCsaba&lt;/span&gt; an den Start ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dahin verweise ich mit Freude auf folgende Artikel, die in der Rubrik "im Nachgang" einmal monatlich in der Printausgabe des Kinokalender Dresden erscheinen und nun auch online zu lesen sind. Hier bespreche ich regelmäßig aktuelle Filme mit einem Kollegen, wobei es sich stets um ein pro/kontra-Gespräch handelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Avatar": &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne20_avatar.html"&gt;http://www.kinokalender.com/kolumne20_avatar.html&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;"Giulias Verschwinden": &lt;a href="http://www.kinokalender.com/kolumne21_giulias-verschwinden.html"&gt;http://www.kinokalender.com/kolumne21_giulias-verschwinden.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß beim Lesen wünscht: Csaba&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7192579481146308333?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7192579481146308333/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7192579481146308333' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7192579481146308333'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7192579481146308333'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_03_01_archive.html#7192579481146308333' title='im Nachgang...'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2415191200905029368</id><published>2010-03-04T22:30:00.003+01:00</published><updated>2010-03-04T22:33:18.617+01:00</updated><title type='text'>„Männer die auf Ziegen starren“ (Kinostart: 4. März 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Es gibt auf dieser Welt Ereignisse und Begebenheiten, die einem Drehbuchautor – die Coen-Brüder eingeschlossen – ob ihrer Absurdität wohl nie in den Sinn kommen würden. Die Geschehnisse, von denen der britische Reporter Jon Ronson in seinem Buch „Männer die auf Ziegen starren“ zu berichten weiß, sind zweifellos dieser Kategorie zuzuordnen. Der Titel ist hierbei wörtlich zu nehmen, denn nichts anderes wurde einigen amerikanischen Soldaten vor nicht allzu langer Zeit im Irak antrainiert. Ziegen anstarren. Mittels Telekinese töten. Durch Wände hindurchgehen. Wolken teilen. Ein bunter Strauß schönster Hippiefantasien sozusagen, den Grant Heslov nun verfilmt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bob Wilton (Ewan McGregor) nimmt uns Zuschauer mit auf eine Reise nach Kuwait, wo wir die Bekanntschaft des selbsternannten „Jedi“ Lyn Cassady (George Clooney) machen. Dieser weiht Wilton in die Geheimnisse neuer Kampfstrategien der US-Army ein, bei denen das „Ziegenanstarren“ zur Grundausbildung gehört. Geleitet wurde diese etwas seltsam anmutende Truppe alternativer Kämpfer von Bill Django (Jeff Bridges), der nun spurlos verschwunden ist. Zusammen begeben sich Bob und Lyn auf die Suche nach dem Ober-Guru und geraten dabei in einige haarsträubende Abenteuer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die eingangs erwähnten Coen-Brüder standen ganz offensichtlich Pate bei dieser sehr gelungenen Leinwandadaption einer ohnehin amüsanten Vorlage. Denn die Filmversion von „Männer die auf Ziegen starren“ ist ein wahres Sammelbecken an überzogenen Charakteren, schrägem Humor und fürchterlichen Frisuren. Satirische Seitenhiebe auf Armee, Politik und die Darsteller selbst finden sich in vielen Szenen wieder, die pointierten Dialoge geben der angenehm-unauffälligen Inszenierung die passende Würze. Wunderbar!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 10. März 2010.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2415191200905029368?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2415191200905029368/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2415191200905029368' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2415191200905029368'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2415191200905029368'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_03_01_archive.html#2415191200905029368' title='„Männer die auf Ziegen starren“ (Kinostart: 4. März 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6286982668626512467</id><published>2010-02-23T21:08:00.002+01:00</published><updated>2010-02-23T21:10:42.278+01:00</updated><title type='text'>„Nine“ (Kinostart: 25. Februar 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Am Ende sind Namen und Auszeichnungen halt doch nur Schall und Rauch! Nicht weniger als sechs Oscarpreisträger sowie zwei weitere bekannte Stars aus der Film- und Musikwelt versammelte Regisseur Rob Marshall („Chicago“), um seine Musicalverfilmung „Nine“ zum Leben zu erwecken. Vor nahezu tödlicher Langeweile bleibt der Zuschauer jedoch trotzdem nicht verschont.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der berühmte Filmregisseur Guido Contini (Daniel Day-Lewis) steckt in einer Schaffenskrise. Ob Presse, Agent oder Publikum: Alle erwarten sie ein neues Meisterwerk. Doch der Maestro muss zunächst erst einmal sein Leben, beruflich wie privat, sortieren. Gattin (Marion Cotillard), Geliebte (Penélope Cruz), Muse (Nicole Kidman), Assistentin (Judi Dench) und Mutter (Sophia Loren) – alle nerven, fordern, bitten. Singend, tanzend, leidend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mag es auch als Broadway-Musical große Erfolge gefeiert haben, im Filmkosmos, in dem „Moulin Rouge“ bereits 2001 den vermeintlichen Höhepunkt des Genres markierte, wirkt diese Adaption seltsam antiquiert. Lustlos in der Regie, wenig originell bei den Tanzeinlagen und sogar musikalisch erschreckend lau: Das  Kalkül hinter Drehbuch, Umsetzung und Vermarktung des Endprodukts ist unübersehbar. Da geht selbst ein einzelner Lichtblick wie die von Cotillard eindrucksvoll ambivalent gespielte Ehefrau haltlos unter. Aufmerksame Cineasten mögen in der Figur des Regisseurs vielleicht sogar noch Verweise auf Federico Fellini erkennen. Schlussendlich jedoch drängt sich nur ein Gedanke auf: „Nine“ ist in all seiner gewollten Perfektion nicht mehr als ein beim Produzentendinner auf einer Serviette entworfenes Kunstobjekt, das ausschließlich durch seine äußere Hülle Appetit machen soll, sich jedoch schon im Vorspeisengang als fades Luftgebäck entpuppt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 17. Februar 2010.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6286982668626512467?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6286982668626512467/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6286982668626512467' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6286982668626512467'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6286982668626512467'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_02_01_archive.html#6286982668626512467' title='„Nine“ (Kinostart: 25. Februar 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-3193450140363513545</id><published>2010-02-10T19:25:00.002+01:00</published><updated>2010-02-10T19:28:06.747+01:00</updated><title type='text'>„Valentinstag“ (Kinostart: 11. Februar 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Einen Tag im Leben der Liebe möchte er uns zeigen. Einen Tag voller Leidenschaft, Gefühl, Wärme und Romantik: Garry Marshall, inzwischen stolze 75 Jahre alt und Regisseur von Filmen wie „Pretty Woman“, „Die Braut, die sich nicht traut“ und „Plötzlich Prinzessin“. Ein gewisser Erfahrungsschatz an romantischem Kitsch ist also nicht zu leugnen – ein anderes großes Manko jedoch ebenso wenig: Denn Garry Marshall und seine Autoren haben sich – siehe erwähnte Filmographie – noch nie um Realitätsnähe bemüht, was angesichts des vorangestellten Ziels nicht nur wundert, sondern mit zunehmender Laufzeit vor allem langweilt. Statt nämlich tatsächlich ein amüsantes Potpourri zu kreieren, das die verschiedenen Facetten der Liebe in all ihren hellen und dunklen Aspekten ehrlich anspricht, watscheln die unzähligen Hauptdarsteller, darunter Julia Roberts, Anne Hathaway, Jessica Alba, Patrick Dempsey und Jamie Foxx, planlos durch ihre Reißbrett-Alibi-Leben, lassen in ihren Dialogen jeglichen Wortwitz missen und durchlaufen dabei fürchterlich vorhersehbare, spannungsfreie und ermüdende Märchendilemmata. Zusammengeführt werden diese Episoden halbherzig-ideenlos, Tempo oder gar optische  Ideen, dies zumindest peppig ins Bild zu setzen, sucht man vergebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie unterhaltend, unbeschwert und glaubhaft ein Film dieses Genres trotz bekannter Muster sein kann, bewies „Er steht einfach nicht auf Dich!“ im Frühling des vergangenen Jahres. Im direkten Vergleich stellt sich nun jedoch die Frage, was sowohl Schauspiel-Schönling Bradley Cooper, als auch den beiden Co-Autoren seit diesem gelungenen Beitrag im Filmkosmos zugestoßen sein mag, um 2010 solch einem flachbrüstigen Unsinn zugesagt zu haben? Doch nicht etwa die ominöse rosarote Brille gegenüber der Gage? Ist dies der Fall, macht Liebe offenbar doch blind.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 10. Februar 2010.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-3193450140363513545?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/3193450140363513545/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=3193450140363513545' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3193450140363513545'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3193450140363513545'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_02_01_archive.html#3193450140363513545' title='„Valentinstag“ (Kinostart: 11. Februar 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-441373782697423883</id><published>2010-02-08T20:58:00.003+01:00</published><updated>2010-02-08T21:04:07.907+01:00</updated><title type='text'>„Metropolis“ (1927)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Liebe Filmfreunde,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;am Freitag, den 12. Februar, wird es im Rahmen der Berlinale eine einmalige Sonderaufführung des Fritz-Lang-Klassikers „Metropolis“ am Brandenburger Tor in Berlin geben. Der Einritt ist frei, zur musikalischen Untermalung dieses Stummfilmklassikers werden gleich zwei Orchester die Originalpartitur des Komponisten Gottfried Huppertz spielen. In der Tat ein historisches Ereignis, wenn man sich einmal – abseits der künstlerisch-historischen Bedeutung dieses Monumentalwerks – die Odyssee der nun (fast kompletten) 154 Minuten vor Augen führt (zu sehen in der Dokumentation „Die Reise nach Metropolis“; Sendetermin: 12. Februar, 23:20 Uhr, arte).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Fernsehsender arte überträgt das Ereignis für alle Daheimbleibenden ab 20:15 Uhr live. Wer also ein Stück Filmgeschichte erleben möchte, sollte sich diesen Termin freihalten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-441373782697423883?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/441373782697423883/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=441373782697423883' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/441373782697423883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/441373782697423883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_02_01_archive.html#441373782697423883' title='„Metropolis“ (1927)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-4964796001345661343</id><published>2010-02-05T23:35:00.005+01:00</published><updated>2010-02-05T23:51:47.737+01:00</updated><title type='text'>„Gegen jeden Zweifel“ (Kinostart: 4. Februar 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Routiniert. Mit diesem – Achtung Ironie – verbalen Oscar beschreibt die Pressenotiz die Arbeit und den neuen Film von Peter Hyams, dem „routinierten Actionfilmer“, dessen durchwachsene Filmographie Werke wie „End of Days“, „Das Relikt“ oder auch die Fortsetzung zu Kubricks Meilenstein der Filmkunst „2001 – Odyssee im Weltraum“ unter dem Titel „2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“ aufweist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun hat er sich abermals an einem historischen Werk probiert, diesmal allerdings als sogenanntes Remake, als Neuverfilmung also. Niemand Geringeres als Fritz Lang (dessen eigenes Überwerk „Metropolis“ auf der diesjährigen Berlinale endlich (fast) komplett zu sehen ist) lieferte einst die filmische Vorlage zu „Gegen jeden Zweifel“. Das war 1956 (damals unter dem Titel „Jenseits allen Zweifels“), unwichtig zu erwähnen, dass Drehbücher in jener Zeit auf eine ganz andere Art und Weise, als wir es heute kennen, verfasst und umgesetzt wurden. Oder hätte dies vielleicht doch jemand Peter Hyams noch einmal mitteilen sollen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Regisseur, Autor und Kameramann in Personalunion muss er nun leider für einen Großteil meiner Kritik herhalten. Denn, lieber Peter, wenn Du einen klassischen Stoff schon neu verfilmst oder modernisierst, dann tue dies das nächste Mal bitte etwas umfangreicher und ideenvoller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Journalist C.J. (Jesse Metcalfe) ist davon überzeugt, Staatsanwalt und Gouverneur in spe Mark Hunter (Michael Douglas) habe einige Leichen im Keller. Schon lange hat der nämlich auf wundersame Weise keinen einzigen seiner Fälle verloren, selbst wenn die Beweislage offensichtlich etwas anderes voraussagt. Also beginnt der strebsame Redakteur zu recherchieren und stößt schon bald auf etliche Ungereimtheiten. Ihm zur Seite steht die attraktive Juristin Ella (Amber Tamblyn), die dummerweise / passenderweise auch als Hunters Assistentin fungiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Gegen jeden Zweifel“ wirkt in allen Belangen antiquiert. Was womöglich als Hommage an das Original gedacht war, entpuppt sich als ein auf TV-Niveau dahinsiechendes Möchtegern-Krimifilmchen, das ausgelutschter und – dies besonders – vorhersehbarer nicht sein kann. Beispielhaft hierfür soll das Schicksal von C.J.s Freund genannt sein, der streng nach Schema F in die Geschichte hinein- und später wieder hinauskatapultiert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grausamer noch als jede x-te Douglas´sche Wiederbelebung seines „Wall-Street“-Alter Egos Gordon Gekko, ist die vom Original offensichtlich unverändert übernommene Sprachkultur der Figuren. Bei aller Ernsthaftigkeit, die dieser Film versucht zu verbreiten, wirken Post-Sex-Dialoge vom Kaliber „Leidenschaft ließ mich zuvor das `L-Wort´ zu dir sagen“ schlicht lächerlich und deplatziert. Dies führt Hyams in Bezug auf die Musikauswahl noch weiter, wobei diese missglückte Adaption alten Hollywoodschmachtgefiedels fairerweise David Shire angelastet werden muss, der für „Zodiac“ (2007) eigentlich gute Arbeit geleistet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spannungsarm, überraschungslos und mit der Tiefe eines Aschenbechers versehen: so ist dieser Film, so handeln dessen Figuren, – und so vergrault man ein halbwegs intelligentes Publikum. Katastrophal in allen Belangen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-4964796001345661343?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/4964796001345661343/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=4964796001345661343' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4964796001345661343'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4964796001345661343'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_02_01_archive.html#4964796001345661343' title='„Gegen jeden Zweifel“ (Kinostart: 4. Februar 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7677696040135673549</id><published>2010-02-05T23:28:00.001+01:00</published><updated>2010-02-05T23:34:28.817+01:00</updated><title type='text'>„Giulias Verschwinden“ (Kinostart: 4. Februar 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Es gibt sie noch! Jene Regisseure und Drehbuchautoren, die sich eben nicht mit leidlich amüsanten, oberflächlichen Faxengeschichten á la „Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus!“ zufrieden geben und sich Realitätsnähe sowie Tiefgang auch für ein älteres Publikum bewahren. Ist es besonders gelungen, so wie in diesem Fall, sollten sich auch Zuschauer diesseits der 50 nicht scheuen, ein Kinoticket zu lösen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn Christoph Schaubs nach einem Drehbuch von Martin Suter inszeniertes Kammerspiel, das selten mehr als zwei Handlungsorte zeigt, ist eine exzellente Abarbeitung zu den Themen Älterwerden, Selbstironie und Gelassenheit gegenüber sämtlichen gesellschaftlichen Erwartungen, denen man(n) und frau ab einem bestimmten Lebensjahr gegenüberstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich soll es „nur“ ein gemütliches Beisammensitzen zum 50. Geburtstag von Giulia (Corinna Harfouch) sein, zu dem sich ein paar ihrer engsten Freunde in einem Züricher Restaurant zusammenfinden. Noch warten sie auf den Ehrengast, doch Giulia, die im Bus auf dem Weg zum Ort des Geschehens ein Gespräch zweier Teenager belauscht hat, entscheidet sich für einen kurzen Zwischenstopp in einem Brillengeschäft. Dort wird ein charmanter Herr (Bruno Ganz) auf sie aufmerksam, der sie prompt zu einem Drink in eine Bar einlädt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zufallsbekanntschaft entwickelt sich rasch zu einem sehr offenen und persönlichen Gespräch über das Alter und die Liebe, währenddessen ihre Freunde selbst die Chance von Giulias Abwesenheit nutzen, um einen ehrlichen Blick auf sich und das Leben generell zu werfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Humor, Intelligenz und Ehrlichkeit zeichnen nicht nur die Gespräche, sondern ebenso die Figuren aus, mit denen uns Schaub und Suter beglücken. Ein erhellendes, zum Glück nicht wehleidiges, sondern rundum gelungenes Filmvergnügen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7677696040135673549?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7677696040135673549/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7677696040135673549' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7677696040135673549'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7677696040135673549'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_02_01_archive.html#7677696040135673549' title='„Giulias Verschwinden“ (Kinostart: 4. Februar 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-4543231515383426203</id><published>2010-02-05T23:20:00.002+01:00</published><updated>2010-02-05T23:28:11.007+01:00</updated><title type='text'>„LowLights“ (Kinostart: 4. Februar 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Löse deine Protagonisten aus ihrem vertrauten Umfeld und schicke sie, womöglich unter einer anderen Identität, auf eine kleine Reise, bei der sie sich und ihre Liebsten von einer neuen Seite kennenlernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wenig neu, wie diese Idee im Filmuniversum einerseits ist, so vielfältig sind andererseits oftmals ihre Variationen. Nun versucht sich die litauisch-deutsche Koproduktion „LowLights“ von Autor/Regisseur Ignas Miškinis daran und will uns neue Facetten dieser Grundidee präsentieren, scheitert dabei jedoch an schlichter Ideenarmut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Linas (Jonas Antanèlis) trifft seinen alten Schulfreund Tadas (Dainius Gavenonis) eines Abends zufällig wieder. Gelangweilt und angenervt von seinem beruflichen und privaten Alltag, lässt er sich von Tadas zum „Night Driving“ überreden – zielloses Umherfahren im Auto durch die nächtliche Stadt. Als Tadas zufällig eine schöne Frau (Julia Maria Köhler) einsammelt und zum Verweilen einlädt, ist Linas sowohl überrascht als auch geschockt und neugierig zugleich: denn bei der Dame handelt es sich um seine eigene Ehefrau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt diese drei Figuren nun in der folgenden Filmhälfte auf einen psychologischen oder zumindest persönlichen Erfahrungstrip zu schicken, macht das Trio tatsächlich nur eines: Auto fahren. Das hat zunächst natürlich eine wunderbare, die Stimmung beruhigende Atmosphäre zur Folge, kann jedoch den Film allein natürlich nicht tragen. So wartet man zunehmend sehnsüchtig auf eine charakterliche Entwicklung, doch diese bleibt dem Dreierpack – trotz etlicher Gelegenheiten – leider verwehrt. Verschenkt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-4543231515383426203?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/4543231515383426203/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=4543231515383426203' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4543231515383426203'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4543231515383426203'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_02_01_archive.html#4543231515383426203' title='„LowLights“ (Kinostart: 4. Februar 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-8152303308790906358</id><published>2010-01-28T19:26:00.004+01:00</published><updated>2010-01-28T19:33:56.771+01:00</updated><title type='text'>„Sherlock Holmes“ (Kinostart: 28. Januar 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ja seid ihr denn von Sinnen? Nicht genug, dass scheinbar jeder in Hollywood produzierte Film ab sofort im 3-D-Format erscheinen muss (aktuell: „Harry Potter“, „Ghostbusters 3“, „Gremlins“, „Piranha“), nein, inzwischen gibt es oftmals schon vor Kinostart die Ankündigung einer Fortsetzung. Guy Ritchies („Snatch“, RocknRolla“) Historien-Krimi-Komödien-Vehikel „Sherlock Holmes“ darf somit als Auftakt einer mehrteiligen Serie gelten, erste Zahlen vom Einspiel rechtfertigen diese Entscheidung zumindest wirtschaftlich allemal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch halt, sollte bei aller Freude über Robert Downey, Jr.s erfolgreichen Karriereneustart nach endlosen Drogenabstürzen nicht doch auch ein wenig auf Qualität geachtet werden? Naiv wie ich bin, habe ich nämlich die Hoffnung darauf, dass es den Geldgebern in der Traumfabrik nicht nur um den schnöden Mammon geht, noch nicht vollends aufgegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn abseits des Medienhypes und einiger gerechtfertigter Kritiken über die Spielfreude des Hauptdarstellers, ist „Sherlock Holmes“ nicht mehr als lautes, blendendes Rumskino. Den aktuellen Sehgewohnheiten eines jungen Publikums angepasst, ist der berühmte britische Detektiv (Downey, Jr.) ein durchtrainierter, frecher und kampferprobter Kriminologe, dem zwar aufgrund zeitlicher Einordnung ins London des 19. Jahrhunderts (noch) keine Hilfsmittel á la „CSI“ zur Verfügung stehen. Dank seines messerscharfen Verstands und seines aufmerksamen Kollegen Dr. Watson (Jude Law) ist Bösewicht Lord Blackwood (Mark Strong) jedoch gleich zu Beginn fällig und wandert hinter Gitter. Klar, dass diesem die Flucht gelingt und Holmes abermals die Verfolgung aufnehmen muss um Schlimmeres zu verhindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So erleben wir eine in düstere Kulissen getauchte Hatz mit Prügeleien, verbalen Gemeinheiten und einem wie immer sehr coolen, in diesem Fall alles zusammenhaltenden Downey, Jr. Denn einzig dessen Performance rettet den Film besonders in der ersten Hälfte seiner ohnehin viel zu langen 128 Minuten vor dem Schiffbruch. Konzept- und komplett spannungslos reihen sich hier „amüsante“ Szenen aus dem Alltag des etwas neben der Spur lebenden Holmes aneinander, die zudem aus einer kruden Mischung aus vertrauter Guy-Ritchie-Optik und unübersehbaren Einflüssen aus dem „Saw“-Universum bestehen (dessen siebenter Teil 2010 natürlich auch in 3-D erscheint). Wenn dann noch ein menschlicher Riese in Gestalt und Gestus eines „Beißers“ (James-Bond-Fans wissen Bescheid) die Szenerie bereichert, ist der Ideenklau perfekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bleibt, ist ein viel zu gewalttätiger Spaßkrimi, der sicherlich unterhält, angesichts vorhersehbarer Handlung und fehlender Doppelbödigkeit, wie sie beispielsweise die Superhelden-Farce „Iron Man“ in Mengen besaß, jedoch einiges an Potenzial verschenkt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-8152303308790906358?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/8152303308790906358/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=8152303308790906358' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8152303308790906358'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8152303308790906358'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_01_01_archive.html#8152303308790906358' title='„Sherlock Holmes“ (Kinostart: 28. Januar 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-9067143902900949766</id><published>2010-01-20T14:36:00.002+01:00</published><updated>2010-01-20T14:41:38.867+01:00</updated><title type='text'>„Same Same But Different“ (Kinostart: 21. Januar 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Kommentar von Regisseur Detlev Buck: „&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Seit der Filmhochschule will ich einen Film machen, der nicht nur, wie so oft, ein bisschen Liebe beinhaltet, sondern nichts außer Liebe thematisiert. Doch keine Liebesgeschichte hat sich angeboten. Jetzt, mit dieser wahren Geschichte von Benjamin Prüfer und Sreykeo, sehe ich endlich die Zeit gekommen, den Film zu machen.&lt;/span&gt;“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Geschichte von Benjamin und dessen Frau Sreykeo: Es ist die Geschichte eines deutschen Rucksacktouristen, der sich in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, in ein `Bargirl´ verliebt und sein Leben radikal umkrempelt. Bargirls verdienen sich ihren Lebensunterhalt in Kneipen, Karaoke-Lokalen und Biergärten, arbeiten – im Gegensatz zu Prostituierten – jedoch auf eigene Rechnung. Doch statt wie so viele „Kunden“ am Morgen danach wieder zu verschwinden, bleibt Ben (gespielt von David Kross) in Sreykeos Leben präsent, lernt ihre Familie kennen, sorgt sich um sie und gesteht ihr seine Liebe. Sreykeo (Apinya Sakuljaroensuk) fasst Vertrauen und Ben einen Plan, wie er trotz Geldnot und dadurch erzwungener Rückkehr nach Deutschland Sreykeo weiterhin helfen kann. Bis sie ihm eines Tages mit nur einem Wort ihren chronischen Husten erklärt: p o s i t i v e.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Same same but different“ verwundert auf mehreren Ebenen:&lt;br /&gt;1.) dass diese an Schicksalsschlägen doch sehr reiche Geschichte tatsächlich wahr ist,&lt;br /&gt;2.) Detlev Buck („Männerpension“ als Regisseur, „Sonnenallee“ als Darsteller) in seiner ersten internationalen Produktion sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch hervorragendes Kino vorlegt, und&lt;br /&gt;3.) David Kross („Krabat“, „Der Vorleser“) sein schauspielerisches Talent scheinbar von Rolle zu Rolle ausbaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders hervorzuheben sind vor allem die sehr atmosphärischen Szenen auf den Straßen Phnom Penhs sowie der Verzicht von Regisseur Buck, das im Vergleich mit europäischen Standards doch sehr einfache und von Armut geprägte Leben in Kambodscha nicht mitleidsvoll und auf oberflächliche Emotionalität zielend inszeniert zu haben (hui, was für ein Satz - sorry!). Auch weiß der kurze, auf wenige Augenblicke begrenzte Ausflug zu Bens Eltern in Deutschland zu überzeugen, der, ganz grandios zurückhaltend gespielt von Olli Dittrich (!), die Familienverhältnisse prägnant verdeutlicht. Einzig die Bruderfigur wirkt seltsam deplatziert und klischeehaft, ist aber für die Geschichte leider wohl unabdingbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch verschwindet dieses Manko hinter all den Eindrücken, die dieser Film bietet. Und der Gewissheit, „&lt;span style="font-style:italic;"&gt;dass die Bedeutung der Liebe zwischen den Menschen mit der Verantwortung wächst&lt;/span&gt;“ (Detlev Buck).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-9067143902900949766?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/9067143902900949766/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=9067143902900949766' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/9067143902900949766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/9067143902900949766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_01_01_archive.html#9067143902900949766' title='„Same Same But Different“ (Kinostart: 21. Januar 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-533121566805507771</id><published>2010-01-20T14:32:00.002+01:00</published><updated>2010-01-20T14:36:28.305+01:00</updated><title type='text'>„Surrogates – Mein zweites Ich“ (Kinostart: 21. Januar 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Statt einer Inhaltsangabe will diese Rezension zu Beginn das Augenmerk auf einen anderen Aspekt legen: die Arbeit der „KNB EFX Group“. Gegründet im Jahr 1988 von Greg Nicotero und Howard Berger, weckte diese Effekteschmiede erstmals mit dem Vampirmetzelfest „From Dusk Till Dawn“ (1996) mein Interesse, da dort – wie bei einem Regisseur vom Schlage eines Robert Rodriguez üblich – weniger Perfektion als vielmehr Ideenreichtum das Endprodukt bestimmten. Will sagen: Mit wenig Mitteln einprägsame (nicht perfekte!) Special Effects zu kreieren, ist eine Kunst, die in Zeiten von „Avatar“ kaum noch im Blockbusterkino zu entdecken ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich haben sich auch die Mitarbeiter der KNB EFX Group den neuen technischen Möglichkeiten nicht verschlossen, wie „Kill Bill“, „Minority Report“ oder nun eben „Surrogates“ eindrucksvoll beweisen. Doch der beste Effekt ist immer noch der, der nicht wahrgenommen wird und gemessen an dieser Prämisse hat der Tüftlerladen hier wahrlich Vorzügliches fabriziert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Mord an einem jungen, aber gut betuchten Collegestudenten in einer nicht näher definierten Zukunft. FBI-Agent Tom Greer (Bruce Willis) wird mit der Aufklärung des Falles beauftragt, ihm zur Seite stehen dabei seine Kollegin Jennifer (Radha Mitchell, „Silent Hill“) – und Unmengen an Robotern mit menschlichem Antlitz. Denn in der Welt von Greer &amp; Co. hat (fast) jeder Erdenbürger einen künstlichen Doppelgänger, der außerhalb der eigenen vier Wände den Alltag – arbeiten, einkaufen, kommunizieren – verlebt. Die echten Menschen hingegen sitzen derweil in einer Apparatur, von wo aus sie alle Handlungen ihrer personalisierten Roboter bestimmen können – ferngesteuert, distanziert, (scheinbar) sicher. Bis eben jener Collegestudent sowohl künstlich als auch quasi zeitgleich „in echt“ stirbt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben, es ist eine gewöhnungsbedürftige, seltsam anmutende Welt, in die uns Regisseur Jonathan Mostow („Breakdown“, Terminator 3“) da hinein katapultiert. Doch in sich funktional und durchaus logisch, sieht man von einigen wenigen Unstimmigkeiten hier und da einmal ab, wirft der Film abseits einer spannenden Mörderhatz die Frage nach dem Sinn immer weiter fortschreitender Technisierung auf, hinterfragt das omnipräsente „zweite Ich“, welches wahrscheinlich jeder dank Chatrooms, Online-Plattformen und Foren ohnehin schon besitzt, und erinnert an die Schönheit des Unvollkommenen. Im Menschen, in der Natur, im Verhalten. Insofern konterkarieren die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;perfekten&lt;/span&gt; Effekte die Story hervorragend, sind doch die künstlichen von den echten Menschen kaum zu unterscheiden, ist der Übergang vom Schauspieler zur Puppe oder animierten Figur selbst für Genrespezialisten nicht wahrnehmbar (es sei denn, Bruce Willis trägt eines seiner wunderbaren blonden Haartoupets).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mostow und seinem Stammteam (bekannte Namen u.a. bei Drehbuch, Kamera, Produktionsdesign, Kostüme, Schnitt) ist ein großartiger SciFi-Thriller gelungen, der die Balance zwischen Anspruch, Action und Spannung in jeder Minute halten kann, dabei prächtig unterhält und dazu noch eine außergewöhnliche Auflösung bietet. Bravo!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-533121566805507771?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/533121566805507771/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=533121566805507771' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/533121566805507771'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/533121566805507771'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_01_01_archive.html#533121566805507771' title='„Surrogates – Mein zweites Ich“ (Kinostart: 21. Januar 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5730564235568438292</id><published>2010-01-11T11:03:00.007+01:00</published><updated>2010-03-13T22:09:21.647+01:00</updated><title type='text'>Rückblick 2009</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Etwas spät, aber immer noch online und deshalb an dieser Stelle verlinkt:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.kinokalender.com/news585_im-nachgang-das-kinojahr-2009.html"&gt;http://www.kinokalender.com/news585_im-nachgang-das-kinojahr-2009.html&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5730564235568438292?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5730564235568438292/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5730564235568438292' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5730564235568438292'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5730564235568438292'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_01_01_archive.html#5730564235568438292' title='Rückblick 2009'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6693512371516283418</id><published>2010-01-06T19:06:00.002+01:00</published><updated>2010-01-06T19:11:08.358+01:00</updated><title type='text'>„Das Kabinett des Dr. Parnassus“ (Kinostart: 7. Januar 2010)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ex-Monthy-Python-Mitglied Terry Gilliam ist die personifizierte Hartnäckigkeit: Wenn Produzenten ihm das Budget kürzen, Unwetter ganze Sets fluten oder Hauptdarsteller während des Drehs schwer erkranken, ist dies für den Schöpfer von „Brazil“ und „12 Monkeys“ noch lange kein Grund, ein Filmprojekt aufzugeben (Wer´s nicht glaubt: die Dokumentation „Verloren in La Mancha“ aus dem Jahr 2002 zeigt Gilliams erfolglosen Kampf, „Don Quijote“ zu verfilmen, auf sehr unterhaltsame Weise). Der überraschende Tod von Heath Ledger, eine der zentralen Figuren in „Dr. Parnassus“, machte zwar auch diesmal wieder nachträgliche  Skriptänderungen nötig. Die kongeniale Umsetzung dieses `Plan B´ jedoch würdigt den letzten Auftritt des Verstorbenen meisterlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dr. Parnassus (Christopher Plummer) reist als Zauberkünstler und Schausteller mit einem klapprigen Varieté-Vehikel von Stadt zu Stadt. Zusammen mit seinen Assistenten und seiner Tochter Valentina (Lily Cole) präsentiert er dabei eine ziemlich verworrene Show, die nur wenige Zuschauer anlocken kann. Bis die Gaukler Tony (Ledger) kennenlernen – sein Talent bringt endlich den ersehnten Erfolg. Auch Mr. Nick (Tom Waits), der Leibhaftige persönlich, nimmt davon Kenntnis und fordert nun von Parnassus die Erfüllung eines vor Jahren geschlossenen Paktes: Valentina.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist die essenzielle Geschichte vom Kampf zwischen Gut und Böse, die Gilliam hier in rauschhaften, sonderbaren, unfassbar phantasievollen Bildern erzählt. Da er sich dabei klassischen Seh- und Erzählgewohnheiten widersetzt, gelingt ihm die Erschaffung eines cineastischen Kunstwerkes, das zum Träumen, Staunen, Mitfühlen und -fiebern einlädt und im Kino von heute seinesgleichen sucht. Unabhängig davon gelingt es den Schauspielern Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law nicht nur, ihren Kollegen Ledger eindrucksvoll zu `ersetzen´, sondern dessen Rolle auch in seinem eigenen Stil weiterzuführen. Ganz so, als hätte der Teufel dabei seine Hände mit im Spiel gehabt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 13. Januar 2010.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6693512371516283418?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6693512371516283418/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6693512371516283418' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6693512371516283418'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6693512371516283418'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2010_01_01_archive.html#6693512371516283418' title='„Das Kabinett des Dr. Parnassus“ (Kinostart: 7. Januar 2010)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2526375878869173917</id><published>2009-12-26T11:51:00.005+01:00</published><updated>2009-12-26T12:18:21.639+01:00</updated><title type='text'>„Soul Kitchen“ (Kinostart: 25. Dezember 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ablenkung war bitter nötig: Nach den ersten beiden Teilen seiner „Liebe, Tod und Teufel“-Trilogie („Gegen die Wand“, „Auf der anderen Seite“), die ihm neben zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen auch einen immensen künstlerischen Druck bescherten, nimmt sich Fatih Akin mit seinem neunen Film „Soul Kitchen“ eine kurze Auszeit von den schweren Themen und schenkt sich laut eigenen Aussagen damit selbst „bestimmt fünf Jahre Lebenskraft“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Mittelpunkt dieser Hamburger Geschichte(-nsammlung) steht Kneipenbesitzer Zinos (Adam Bousdoukos, gleichzeitig Co-Autor und Ideengeber). Der hat „Bandscheibe“, eine Freundin, die ihn für einen Job in Shanghai zurücklässt, und seit neuestem auch noch Ärger mit dem Finanzamt. Bruder Illias (Moritz Bleibtreu) indessen hat Freigang und leider immer noch eine leicht kriminelle Ader, während sein neuer Chefkoch Shayn (Birol Ünel) seine seltsamen Ansichten zur Esskultur gern messerwetzend unterstreicht. Kurz: viel zu viele machen viel zu viel Stress und Zinos verliert zunehmend den Überblick. Bis die ausgefallenen Kreationen seines exzentrischen Küchenmeisters zunehmend Beachtung finden: Plötzlich ist das heruntergekommene „Soul Kitchen“ DER Szeneladen, sind die Gaumen vom Essen verwöhnt, die Ohren von funky music gestreichelt und die Herzen dank neuer Liebschaften erfreut. Bis zum Happy End jedoch muss Zinos noch einiges über sich ergehen lassen – schmerzhafte Rückenbehandlungen inklusive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon lange schob Akin das Projekt „Soul Kitchen“ vor sich her, zweifelte am eigenen komödiantischen Talent und schlug zur Gewissensberuhigung erstmal im Internet nach, „was eine Komödie eigentlich sei. Da stand: `Ein Drama mit positivem Ausgang.´ Hab ich, dachte ich, geht alles gut aus! Und: `Der Held hat ein Leiden, worüber sich der Zuschauer amüsiert.´ Hab ich doch auch! Der Held hat einen Bandscheibenvorfall. Also sagte ich mir: Mensch, ich hab' eine Komödie!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich waren alle Zweifel unberechtigt: Akins Herangehensweise wirkt im Gegensatz zu früheren Werken unverkrampfter, leichtfüßiger und weniger `verkopft´. Ein toller Soundtrack gespickt mit vielen Soulklassikern unterstützt diese Stimmung kongenial, alles wirkt ehrlich, charmant, lebensnah, etwas schmuddelig, dabei immer unterhaltsam. Okay, hier und da hätte neben der Hauptfigur Zinos auch die restliche Meute etwas mehr Tiefe verdient, doch zeigt sich darin auch die große Kunst eines versierten Filmemachers wie Akin, dem wenige Szenen mit seinen Figuren genügen, um deren Innenleben und Motivation glaubhaft rüberzubringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke, Fatih, für dieses filmische Geschenk zum Jahresende!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Und Dank auch an Monica Bleibtreu, die in „Soul Kitchen“ ihren letzten Kinoauftritt absolviert (obwohl noch vor „Tannöd“ entstanden, der jedoch schon im November im Kino anlief). Die Mutter von Moritz Bleibtreu und mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin starb am 13. Mai 2009 nach über zweijähriger Lungenkrebserkrankung in Hamburg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.2: Ich selbst möchte mich bei allen Lesern dieses Blogs ebenso bedanken: Ein fettes Thank you beaucoup, köszönöm szépen, grazie mille und Dankeschön an alle für´s regelmäßige Vorbeischauen im Jahr 2-0-0-9!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2526375878869173917?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2526375878869173917/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2526375878869173917' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2526375878869173917'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2526375878869173917'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_12_01_archive.html#2526375878869173917' title='„Soul Kitchen“ (Kinostart: 25. Dezember 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6172604894323664853</id><published>2009-12-23T14:46:00.006+01:00</published><updated>2009-12-23T14:49:53.147+01:00</updated><title type='text'>„Fame“ (Kinostart: 24. Dezemeber 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Tanz in den (filmischen) Abgrund&lt;br /&gt;Überflüssig, lächerlich, ein Remake,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Heiligabend ein Experiment: Man nehme eine Szene aus der Filmmitte und füge sie nach dem Abspann wieder ein. Oder streiche gleich zwei Dialoge vom Beginn ersatzlos. Aufgrund fehlender Möglichkeiten für dieses Verfahren ist alternativ auch ein mehrmaliges Verlassen des Kinosaales während der Vorstellung möglich. Bedenken, dadurch inhaltlich den Anschluss zu verlieren, sind nachvollziehbar aber unbegründet. Denn eine Struktur ist in „Fame“ auch bei höchster Konzentration nur schwer auszumachen, Begeisterung für zumindest eine der zahlreichen Karrieregeschichten schon gar nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was dieses Werk allerdings nahezu perfektioniert, ist die völlige Gleichgültigkeit gegenüber seinen Charakteren, allesamt hübsch anzusehende Jungs (Asher Book, Collins Pennié) und Mädels (Kherington Payne, Kay Panabaker)  und hochmotiviert, an der New York School of Performing Arts ihre „Talente“ zu professionalisieren. Die Kamera hetzt von einem Gesicht auf das nächste, hier wird gesungen, da wird getanzt, nirgendwo verweilt. Verkrampfte Unterhaltungen im Schulhaus versuchen erfolglos, familiären Hintergrund, naive Kindheitsträumerei und coole Posen zusammenzukleben und daraus etwas Greifbares, Menschliches zu formen. Rebellion gegenüber den strengen Eltern - ja, aber warum? Traumatische Kindheit – etwa wegen eines verpassten Anrufs? So stapelt „Fame“ traurige Schicksale im Minutentakt, blendet passenderweise im Moment der Erleuchtung jedoch stets ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Erklärung mag sein, dass alle Geschehnisse abseits der Bühne erschreckende Wahrheiten zum schauspielerischen Können der dutzend Hauptdarsteller entblößen. Hüpfend und trällernd noch zu ertragen, scheitern sie beim romantischen Geplänkel außerhalb des Le(e)hrraums ebenso wie im Streitgespräch mit uneinsichtigen Vätern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch vielleicht ist das ja auch die Aussage dieser Chose: Sieh gut aus, rede wie ein Soap-Star und glänze mit passablen Leistungen auf der Karaoke-Bühne. Schon darfst du mitspielen in einem der überflüssigsten Neuverfilmungen des Jahres, schnieke Kleidung tragen, sogar eine Soundtrack-CD mit Titeln aufnehmen und damit sowohl das filmische Original (1980, Regie: Alan Parker), als auch die damals zweifach Oscar-prämierte Filmmusik von Michael Gore schänden. FAMos!&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Aus der „Sächsischen Zeitung / PluSZ“ vom 23. Dezember 2009.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6172604894323664853?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6172604894323664853/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6172604894323664853' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6172604894323664853'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6172604894323664853'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_12_01_archive.html#6172604894323664853' title='„Fame“ (Kinostart: 24. Dezemeber 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6012297566980606031</id><published>2009-12-23T14:43:00.004+01:00</published><updated>2010-01-03T20:04:13.455+01:00</updated><title type='text'>„Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus!“ (Kinostart: 24. Dezember 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Macht das Älterwerden tatsächlich Spaß in diesem Land? Geht es nach Filmemacher Leander Haußmann („Sonnenallee“, „Herr Lehmann“) und seinem Autor Mark Kudlow, erwartet Rentner lediglich ein erbärmliches Pflegeheim, strenge Hausregeln und, wenn es ganz dick kommt, sogar der Verlust des Ersparten. Denn die Banker dieser Welt sind listig, gewissenlos und nur auf Profit bedacht. Leider keine Utopie, wie die vergangenen Monate gezeigt haben.&lt;br /&gt;Doch „Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“ und in diesem Sinne wagt „Dinosaurier“ den frechen Aufstand gegen diese Ungerechtigkeit, auch wenn Demenz, Parkinson und Diabetes die Akteure hier und da ein wenig ausbremsen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lena (Eva-Maria Hagen) wird vom karrieregeilen Jungbanker Hardmann (Daniel Brühl mit Zahnpastalächeln) um ihr geliebtes Haus gebracht und muss notgedrungen in ein Altenheim umziehen. Ihrer Individualität beraubt, hofft sie auf Rettung, die ihr prompt in Gestalt von Mitbewohner Johann (Ezard Haußmann) begegnet. Dieser gibt zwar vor, ein hilfloser, geistig abwesender Pflegefall zu sein, entpuppt sich aber bald schon als cleverer Gentleman, dem es mühelos gelingt, Heimleitung und ahnungslose Kredithaie zu foppen. Zusammen mit seinen ebenso motivierten wie gelangweilten Freunden aus dem Heim wollen sie Lenas Haus zurückzuerobern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Dinosaurier“ macht keinen Hehl daraus, welches Publikum angesprochen werden soll. Der Humor, die Inszenierung, das – manchmal leider etwas platte – Spiel mit Vorurteilen gegenüber der jüngeren Generation mögen für manchen Zuschauer antiquiert wirken. Doch zeigt Regisseur Haußmann andererseits, dass Älterwerden tatsächlich Spaß machen kann. Und weder Hausregeln noch Zäune einen echten „Dinosaurier“ aufhalten können.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 16. Dezember 2009.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Ein Leser fragte nach den Interpreten der Songs im Abspann. Es handelt sich um den Musiker Lothar Hensel, sowie die Band Kitty, Daisy &amp; Lewis. Leider gibt es keine offizielle Filmmusik-CD zu „Dinosaurier“, weshalb ich die genauen Titel der Songs nicht nennen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6012297566980606031?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6012297566980606031/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6012297566980606031' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6012297566980606031'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6012297566980606031'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_12_01_archive.html#6012297566980606031' title='„Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus!“ (Kinostart: 24. Dezember 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-3064428928438604298</id><published>2009-12-16T17:48:00.011+01:00</published><updated>2009-12-16T18:06:56.828+01:00</updated><title type='text'>Lila, Lila (Kinostart: 17. Dezember 2009)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/SykR4EGiOOI/AAAAAAAAAA8/XXb61CFP9IM/s1600-h/WDR-Talkshow+K%C3%B6lner+Treff+(20.03.2009)_01.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/SykR4EGiOOI/AAAAAAAAAA8/XXb61CFP9IM/s320/WDR-Talkshow+K%C3%B6lner+Treff+(20.03.2009)_01.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5415879681761229026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;And the winner is: Daniel Brühl! Mit fünf Kinoproduktionen in einem Jahr („John Rabe“, „Die Gräfin“, „Inglourious Basterds“, „Lila, Lila“ und, ab nächster Woche, „Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus“) hat der 31jährige Schauspieler und Vielfilmer den Staffelstab von Jürgen Vogel übernommen, der es 2006 ganze sechs Mal auf die große Leinwand schaffte. Ihm dicht auf den Fersen: Katharina Schüttler, in „Lila, Lila“ Auftritt Nummer drei und wie immer ein Guckschatz der besonderen Art &lt;span style="font-style:italic;"&gt;(siehe Foto, Copyright: Dominique Ecken)&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch genug von der trockenen Statistik! Nun zum Film: „Lila, Lila“ wärmt das Herz zum Jahresende noch einmal auf ganz leichtfüßige, etwas melancholische, jedoch vor allem auf sehr amüsante und sarkastische Art und Weise. David Kern (Brühl) heißt der neue Superstar am Autorenhimmel, sein Erstling über eine tragische Liebesgeschichte, angesiedelt in den 1950er Jahren, entzückt Kritiker und Publikum gleichermaßen. Einziges Manko: David hat den Roman gar nicht selbst verfasst, sondern in der Schublade seines neuen, alten Nachttischs vom Trödelmarkt gefunden. Um ein Mädchen (Hannah Herzsprung) zu beeindrucken, das offensichtlich auf sensible, intelligente und talentierte Schreiberlinge steht, gab er das Manuskript frecherweise als das seine aus und wurde von jetzt auf dann zum Liebling der (Kultur)Nation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was folgt sind Ruhm, kreischende Fans, Lesereisen, Autogrammstunden. Und die Bekanntschaft mit Jacky (Henry Hübchen). Dieser offensichtlich wenig um sein äußeres Erscheinungsbild bedachte Kerl entpuppt sich dummerweise als der vermeintliche Autor des geklauten Meisterwerks. Doch Jacky denkt gar nicht daran, die Chose auffliegen zu lassen. Stattdessen nistet er sich sukzessive in Davids Leben ein, verhandelt eigenhändig Verträge mit Verlagen für ein Nachfolgewerk aus und kassiert mächtig ab. Und David? Erträgt das Theater, wohlwissend, dass andernfalls sowohl seine Karriere als auch seine Beziehung ganz schnell zu Ende sein könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine Paraderolle für Brühl: schusselig, etwas naiv und doch sehr liebenswert taumelt er von einer Notlüge in die nächste, müht sich bei Lesungen mit Fremdwörtern ab und versucht inmitten hochnäsiger „Kulturschaffender“ sein gefährliches Halbwissen zu kaschieren. Bewundernswert, wie Brühl auch diese Rolle wieder bravourös meistert, kurz nachdem er die Hinterhältigkeit eines Nazis in „Inglourious Basterds“ so einprägsam präsentierte.&lt;br /&gt;Quasi seine Trinkerrolle aus „Whisky mit Wodka“ fortsetzend, frotzelt sich Hübchen indessen durch die sogenannte „High Society“ und fährt damit allen Möchtegernintellektuellen polternd vor den Karren. Herrlich!&lt;br /&gt;War der Independentstreifen „Living in Oblivion“ (Regie: Tom DiCillo; USA 1995) einst die ultimative Satire auf das Filmbusiness, so ist „Lila, Lila“ nun das Pendant für die Literaturwelt. Grandios, bissig, urkomisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Katharina Schüttler? Gibt als etwas verwirrte WG-Bewohnerin diesem Film eben jene besondere Note, die ihn vom Komödien- und Romantikdurchschnitt abhebt. Toll! Neben „Soul Kitchen“ einer der letzten Höhepunkte im Kinojahr 2009.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.:  Ich danke Herrn Ecken für die Bereitstellung des Fotos (aufgenommen am 20. März 2009 in Köln). Weitere Motive unter http://fotodom.blog.de/2009/03/30/katharina-schuettler-fan-5861165/.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-3064428928438604298?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/3064428928438604298/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=3064428928438604298' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3064428928438604298'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3064428928438604298'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_12_01_archive.html#3064428928438604298' title='Lila, Lila (Kinostart: 17. Dezember 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_isa6zaHYcYE/SykR4EGiOOI/AAAAAAAAAA8/XXb61CFP9IM/s72-c/WDR-Talkshow+K%C3%B6lner+Treff+(20.03.2009)_01.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-8328504791531264119</id><published>2009-12-10T16:59:00.004+01:00</published><updated>2009-12-10T17:02:33.233+01:00</updated><title type='text'>„12 Meter ohne Kopf“ (Kinostart: 10. Dezember 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Der Zeh von Störtebeker&lt;br /&gt;Sven Taddickens Seeräubersaga bringt „12 Meter ohne Kopf“, dafür Nutella am Fuß&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Leiden des Matthias Schweighöfer: Der sympathische Jungschauspieler aus Mecklenburg-Vorpommern, der sich und seiner Karriere mit „Kammerflimmern“ (2004) einen großen, mit „Der Rote Baron“ (2008) andererseits überhaupt keinen Gefallen getan hat, muss derzeit schon einiges einstecken – zumindest auf der Leinwand. In Til Schweigers „Zweiohrküken“ zum Hampelmann für peinliche Klogeschichten degradiert, darf er in „12 Meter ohne Kopf“ gleich zu Beginn am großen, behaarten Zeh seines Kollegen Ronald Zehrfeld nuckeln. Klingt nach Klamotte, ist andererseits als Beschreibung der innigen Freundschaft zwischen zwei Kerlen erfreulich direkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Figur zum Zeh nennt sich in diesem Fall Klaus Störtebeker, jener legendäre Seeräuber aus Norddeutschland, der im 14. Jahrhundert die Nord- und Ostsee unsicher machte. Besonders die verhassten „Pfeffersäcke“ von der Hanse sind immer wieder Opfer seiner Beutezüge, was Oberrat von Utrecht (herrlich steif: Devid Striesow) zu neuen, erfolgreichen Mitteln greifen lässt: Kopfgeldjäger, neue Waffentechnik, hartnäckige Verfolgung. Schlimmer noch: Störtebekers Mannschaft wagt den Zwergenaufstand und sein zweiter Kapitän Michels steckt seinen Kopp (erfolglos) in eine Schlinge. Bis ein versehentliches Feuer die wunderlichen Möglichkeiten einer Kanone enthüllt, die sich im Rumpf eines erbeuteten Schiffes versteckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eingebettet im zeithistorisch korrekten Rahmen, in Wort und Gestus jedoch den heutigen Sprach- und Sehgewohnheiten angepasst, präsentiert Regisseur Sven Taddicken („Emmas Glück“) einen fetzigen Mix aus Piratenkomödie, Abenteuerfilm und Kumpelstück. Die für deutsche Verhältnisse überraschend eindrucksvoll inszenierten Kampfszenen auf hoher See sind jedoch nur Beiwerk für die eigentliche Geschichte zwischen Störtebeker und Michels, deren Freundschaft, sowie ihrem oftmals amüsanten Kampf gegen basisdemokratische Tendenzen innerhalb ihrer Mannschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„12 Meter ohne Kopf“ lebt von seinen beiden reizvollen Charakteren, dem Spiel mit Klischees sowie fabelhaft aufgelegten Darstellern, die ihren Ausflug ins Mittelalter sichtlich genießen. Lutschattacken inklusive, wie Schweighöfer gesteht: Der Zeh war nämlich mit Nutella beschmiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Aus der „Sächsischen Zeitung / PluSZ“ vom 10. Dezember 2009.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-8328504791531264119?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/8328504791531264119/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=8328504791531264119' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8328504791531264119'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8328504791531264119'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_12_01_archive.html#8328504791531264119' title='„12 Meter ohne Kopf“ (Kinostart: 10. Dezember 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-204155443604572417</id><published>2009-12-09T12:12:00.002+01:00</published><updated>2009-12-09T12:21:14.392+01:00</updated><title type='text'>„Unter Strom“ (Kinostart: 10. Dezember 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Mit „Unter Strom“ legt der aus Ungarn stammende Regisseur Zoltan Paul einen ziemlich wilden Mix aus Komödie, Krimi und Satire vor, der in Teilen auch in der sächsischen Landeshauptstadt entstanden ist. Zumindest die ersten 30 Minuten des Films spielen in und um Dresden, bevor das Geschehen in ein abgelegenes Waldstück verlegt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort nistet sich Kleinganove Frankie (Hanno Koffler) mit seinen Geiseln ein und hofft so auf eine Neuverhandlung vor Gericht, das ihn soeben – so glaubt er zumindest – zu Unrecht verurteilt hat. Bis dahin jedoch hat er gut zu tun mit einem ewig streitenden, frisch geschiedenen Ehepaar (Catrin Striebeck &amp; Harald Krassnitzer), einem Wirtschaftsminister (Tilo Nest), dessen geheimem Lover (Ralph Herforth), der zu allem Unglück auch noch Polizeikommissar ist, sowie etlichen weiteren großen und kleinen Herausforderungen, die eine Entführung eben so mit sich bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist dem Film in jeder Sekunde anzumerken, wie sehr die Autoren bestrebt waren, unbedingt ein hippes, mit völlig überdrehten Figuren gespicktes, außergewöhnliches Werk zum Leben zu erwecken. Das geht manchmal gut, zu oft jedoch schief. Da retten lediglich die Darsteller die Szenerie, wobei besonders Hanno Koffler gefällt, dessen Filmographie neben „Hallesche Kometen“ (2005) inzwischen viele weitere beeindruckende Titel vorweisen kann (die zudem auch in Robert Stadlobers Œuvre auftauchen, mit dem er hier nach „Sommersturm“ und „Krabat“ bereits zum dritten Mal gemeinsam vor der Kamera steht). „Unter Strom“ ist nahe am Blödsinn, häufig wenig plausibel und zu verkrampft auf gute Laune aus, als dass er als „gelungen“ bezeichnet werden kann. Einmaliges Anschauen jedoch schadet keinesfalls, und sei es lediglich wegen Dresden oder der Darsteller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ende vom Fazit, nun noch etwas Beiwerk: Im Frühjahr 2008 hatte ich die Möglichkeit, ein Interview mit der Produzentin des Films zu führen, wo sie mir sehr offen von den anstehenden Dreharbeiten und der Produktion von „Unter Strom“ berichtet hat. Zwar ist es am Ende kein perfekter Hybrid aus „ein bisschen Tarantino, etwas Almodóvar und viel Spaß“ geworden wie anfangs versprochen. Im Vergleich mit dem Endprodukt ist dieser Artikel (erschienen im „Auslöser“, Ausgabe 02/2008), zumindest meiner Meinung nach, allerdings sehr erhellend und interessant zu lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ein bisschen Tarantino, etwas Almodóvar und viel Spaß&lt;br /&gt;Sachsen und Thüringen als Drehorte für „Unter Strom“&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Jahre Vorbereitung, 24 Drehtage und mehrere Monate Postproduktion. Einen Kinofilm zu inszenieren ist seit jeher eine sehr zeitaufwendige Angelegenheit. Im Falle von „Unter Strom“ jedoch ebenso eine sehr zufriedenstellende, wie ein Gespräch mit Produzentin Clementina Hegewisch verrät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Unter Strom“ ist eine Produktion der Next Film Filmproduktion, Cineplus sowie Atoll Film und entstand mit finanzieller Unterstützung der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) und des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) im Frühjahr dieses Jahres in Dresden und in Kleineutersdorf, Thüringen. Eine ganz bewußte Entscheidung der Produzenten, deren Beispiel andere Filmemacher in Zukunft hoffentlich folgen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es ist doch so“, erklärt Clementina Hegewisch die Standortwahl: „Wenn es nicht gerade eine Produktion über die schreckliche Bombennacht des Jahres 1945 oder ein anderes historisches Ereignis ist, taucht Dresden eher selten als Drehort für Filme auf. Dabei bieten sich hier fantastische Möglichkeiten, wie unsere Anfangssequenz, eine Autoverfolgungsjagd durch die Landeshauptstadt, zeigen wird.“ Der Hauptteil des Filmes entstand in der ruhigen Umgebung eines Thüringer Landhauses, wo die dreiwöchigen Dreharbeiten am 6. März auch ihr Ende fanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Große Vorbilder, kleine Gagen&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Für Regisseur Zoltan Paul ist „Unter Strom“, für dessen Drehbuch er zusammen mit Uli Brée verantwortlich zeichnet, bereits der zweite Spielfilm, allerdings die erste Kooperation mit Next Film aus Berlin. Für Produzentin Hegewisch ein Glücksgriff, wie sich schon in der Vorproduktion zeigen sollte. Castings und Teamauswahl fanden gemeinsam statt, Budget und Drehzeit sind nicht überzogen worden. Einen großen Anteil daran haben auch die Darsteller, die zum Teil auf ihre üblichen Gagen verzichteten und dafür am Gewinn des Filmes beteiligt werden sollen. Ein Risiko, dass alle Beteiligten ob des „hervorragend geschriebenen, intelligenten und in dieser Form extrem seltenen Drehbuchs“, so Hegewisch, bereit sind einzugehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Unter Strom“ stellt laut Aussage der Filmemacher einen „blitzartigen Kurzschluß all jener Filme dar, die den Kinobesuch der letzten Jahrzehnte zum Ereignis werden ließen.“ Schwarzer Humor á la Tarantino, überdrehte Ereignisse im Stile von „Kops“ und selbst Einflüsse eines Pedro Almodóvar werden da zitiert, was beim Blick auf den Inhalt gar nicht so abwegig zu sein scheint: Ein wegen Mordes unschuldig zu 15 Jahren Haft verurteilter Mann (Hanno Koffler) entführt auf der Flucht ein frisch geschiedenes Ehepaar (Harald Krassnitzer und Catrin Striebeck), nimmt zudem einen Minister (Tilo Nest), den er für sein Unglück verantwortlich macht, als dritte Geisel hinzu und verschanzt sich in einen abgelegenen Landhaus, das rasch von einem Sondereinsatzkommando umstellt ist. Doch fangen hier die Probleme des Geiselnehmers erst richtig an, setzt der besorgte Polizeikommissar (Ralph Herforth) doch alles daran, seinen Liebhaber, Minister Möllerbreit, zu retten und gesteht ihm sein bester Freund (Robert Stadlober) gleichzeitig, seine Frau geschwängert zu haben.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Hilfreiche MDM&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inwieweit es Regisseur Zoltan Paul gelungen ist, diese mit absurden Plotwendungen gespickte Komödie kurzweilig auf die große Leinwand zu übertragen, wird sich Anfang des kommenden Jahres zeigen, wenn „Unter Strom“ im Verleih von Salzgeber bundesweit in den Kinos starten wird. Den Voraussetzungen nach sollte dies aber gelungen sein, wie Produzentin Hegewisch mit Verweis auf die fabelhafte Zusammenarbeit insbesondere mit der MDM betont: „Die MDM stand uns bei der Produktion stets hilfreich zur Seite und hat uns während der Dreharbeiten viele Kontakte vermitteln können.“ Keine Selbstverständlichkeit, wie sie aus ihrer inzwischen langjährigen Tätigkeit als Geschäftsführerin der Firma Next Film, die sie 2000 mit dem inzwischen verstorbenen Laurens Straub begründete, zu berichten weiß. Und vielleicht gerade deshalb erst der Beginn einer auch in Zukunft fruchtbaren Zusammenarbeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-204155443604572417?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/204155443604572417/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=204155443604572417' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/204155443604572417'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/204155443604572417'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_12_01_archive.html#204155443604572417' title='„Unter Strom“ (Kinostart: 10. Dezember 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7239738835785054331</id><published>2009-12-03T12:17:00.003+01:00</published><updated>2009-12-03T12:21:35.453+01:00</updated><title type='text'>DVD-Tipp: „Slumdog Millionär“ &amp; „Public Enemy No.1“</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Liebe Leser,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;statt neuer Kinofilmrezensionen gibt es diese Woche zwei DVD-Tipps zu Filmen, die zwar schon einmal auf diesem Blog besprochen wurden, jedoch eine nochmalige Erwähnung verdienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Die Herren Boyle &amp; Richet, oder: Über die Unmöglichkeit, sich selbst zu übertreffen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da haben sie sich aber ein Ei gelegt: Danny Boyle, seines Zeichens Filmregisseur britischer Abstammung, und sein französischer Kollege Jean-François Richet, präsentierten 2009 nichts weniger als den Höhepunkt ihres bisherigen künstlerischen Schaffens. „Slumdog Millionär“ darf sich rühmen, acht Oscars erhalten zu haben, während sich „Public Enemy No.1“ – nicht zu verwechseln mit Michael Manns „Public Enemies“ mit Johnny Depp in der Titelrolle – dem wohl bekanntesten Verbrecher Frankreichs, Jacques Mesrine (1936-1979), widmet. Unterteilt in zwei separate Filme, „Mordinstinkt“ und „Todestrieb“, ergründet er dabei nicht nur eine historische Figur, sondern ebenso eine Gesellschaft, die solch ein Monster gebar. &lt;br /&gt;Zweifellos wird es sowohl für Boyle als auch Richet nicht leicht, ihre Werke noch einmal zu toppen. Die nahezu perfekte Symbiose von Schauspielführung, Schnitttechnik, Musikuntermalung und Drehbuch werden fortan als ihre eigenen Referenzen herhalten müssen, auch wenn es sich um Großproduktionen handelt, bei denen ein üppiges Budget zur Verfügung stand. Denn trotz allem sind beiden sehr persönliche Filme, Filme mit Seele, Filme mit großem Erinnerungswert gelungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;„Slumdog Millionär“ (Vertrieb: Prokino Home Entertainment)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Glück? Schicksal? Oder einfach nur ein Gefühl? Jamal (Dev Patel) hat es fast geschafft: Als Kandidat der indischen Ausgabe von Sendung „Wer wird Millionär?“ sitzt er nun vor der alles entscheidenden Frage um den Höchstgewinn. Doch wie ist ihm das gelungen? Durch Zufall, Bestimmung oder schlichte Cleverness? Aufgewachsen in einem Slum von Mumbai, schlägt er sich zunächst mit kleinen Gaunereien durchs Leben und lernt dabei Latika (Freida Pinto) kennen, in die er sich unsterblich verliebt. Auf der Flucht vor Menschenhändlern getrennt, begegnet er ihr Jahre später wieder – an der Seite seines inzwischen zum Gangster aufgestiegenen Bruders Salim (Madhur Mittal).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist kaum in Worte zu fassen, welch ein Feuerwerk an Stimmungen, Bildern und Musik Danny Boyle in „Slumdog Millionär“ entfacht. Es gibt keinen Ruhepol, keine Verschnaufpause und schon gar keine Langeweile in diesem bunten, lauten, unfassbar betörenden Trip, der Indien genau so einfängt, wie es ist: eben bunt, laut, unfassbar betörend.&lt;br /&gt;Die DVD präsentiert in der „Standard Edition“ etwa 25 Minuten an Bonusmaterial, darunter Interviews und ein Mini-Making-Of einer der erinnerungswürdigsten Szenen des Films. Ebenso erfreut eine Hörfilmfassung, ein viel zu selten genutztes Extra des Mediums.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;„Public Enemy No.1“ (Vertrieb: Universum Film)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Neun Monate Drehzeit benötigte das filmische Porträt von Mesrine, der von den 1960er bis Ende der 1970er wütete, dabei unzählige Banken ausgeraubt, über 40 Menschen getötet und etliche Ausbrüche aus staatlichen Gefängnissen hinter sich gebracht hat. Ein Medienstar, ein Berserker, ein 1979 schließlich auf offener Straße von der Polizei hingerichteter Mann, dessen Gewalttätigkeit noch heute ihresgleichen sucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regisseur Richet setzt diesem Teufel aus Fleisch und Blut kein Denkmal, sondern entwirft anhand seines Lebenslaufs ein präzises, spannendes und mitreißendes Gemälde eines Staates, der der Ruhm-, Geld-, und Gewaltsucht einer einzelnen Person fast vollständig ausgeliefert war und am Ende selbst zum Täter werden musste, um diesen „Staatsfeind Nummer eins“ zu stoppen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während Teil eins den Aufstieg Mesrines in der Unterwelt Frankreichs thematisiert, widmet sich Teil zwei vornehmlich seinem Spiel mit den Medien und der Suche nach dem Sinn seines Handelns. Richet inszeniert beide Teile grundverschieden, nutzt verschiedene stilistische Mittel und überträgt somit das Konzept von Tarantinos „Kill Bill“ auf das europäische Kino.&lt;br /&gt;Vielleicht ist dies auch – trotz inhaltlicher Entfernung – der einzig legitime Vergleich, der die großartige Umsetzung von „Public Enemy No.1“ sinngemäß widerspiegelt: Eine einzigartige Tour de Force, zu Beginn (Teil eins) eine nicht enden wollende Gewalteruption, eingefangen in einer genialen Optik, die alle Stilmittel des Actionkinos zu nutzen weiß, am Ende (Teil zwei) die Besinnung auf klassisches Filmemachen, das die Charaktere in den Vordergrund stellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die DVD bietet beide Teile mit einer Gesamtlänge von nahezu vier Stunden, ein Interview mit Hauptdarsteller Vincent Cassel, sowie ein informatives Making Of.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7239738835785054331?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7239738835785054331/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7239738835785054331' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7239738835785054331'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7239738835785054331'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_12_01_archive.html#7239738835785054331' title='DVD-Tipp: „Slumdog Millionär“ &amp; „Public Enemy No.1“'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-358359476836570200</id><published>2009-11-26T16:21:00.005+01:00</published><updated>2009-11-26T16:28:39.254+01:00</updated><title type='text'>„Die Tür“ (Kinostart: 26. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Frisur geht schon mal gar nicht! Natürlich ist es nicht fair, einen Film nur darauf zu reduzieren, doch ist der Kopfschmuck von Nebendarstellerin Heike Makatsch in diesem düsteren Drama so einprägsam unschön, dass es gleich zu Beginn bemängelt werden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Womit das Kapitel der Negativkritik zu „Die Tür“ bereits abgeschlossen wäre. Denn Anno Saul, bisher vor allem für unbeschwert leichte Unterhaltung zuständig („Wo ist Fred?“, „Kebab Connection“), ist mit der Verfilmung von Akif Pirinçcis Roman „Die Damalstür“  (2001) ein packender, wunderbar doppelbödiger und grandios gespielter Thriller gelungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maler David (Mads Mikkelsen) vergnügt sich gerade mit seiner Nachbarin (Makatsch), als seine kleine Tochter im Hauseigenen Pool ertrinkt. Für seine Frau Maja (Jessica Schwarz) ein Schock in doppelter Hinsicht, die ihm weder den ehelichen Fehltritt und schon gar nicht seine Schuld am Tod des eigenen Kindes verzeihen kann. Von Vorwürfen und Traurigkeit zerfressen, will er seinem Leben ein Ende setzen, findet jedoch nicht weit von seinem Zuhause entfernt zufällig eine Tür. Eine Pforte in die Vergangenheit, in der er all seine Fehler bereinigen kann. Wenn da nur nicht sein anderes, jüngeres Ich wäre, das er zuvor verschwinden lassen muss…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder einmal wagt sich ein Stoff an die endlos diskutierbare Frage „Was wäre wenn?“ und die Möglichkeiten einer zweiten Chance. Doch findet „Die Tür“ durch das geschickte Einweben des „früheren Ichs“ der Personen einen neuen Ansatz, der die Figuren nicht nur ihre eigene Vergangenheit ändern lässt, sondern ihnen zuvor eine schwere Prüfung auferlegt: erst das Töten des Vorgängers ermöglicht ein Eingreifen in den Lauf der Geschichte und verschließt gleichzeitig die Möglichkeit einer Rückkehr in die ursprüngliche (zukünftige) Zeitebene.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn dies alles ein wenig verwirrend klingen mag, das Spiel mit doppelten Realitäten ist spannend und fesselnd inszeniert. Regisseur Saul wechselt scheinbar mühelos zwischen Thriller und Beziehungsdrama, dazu hier ein bisschen Horror, dort ein wenig Fantasy. Dazwischen eine fabelhafte Darstellerriege, die mit Valeria Eisenbart (Jahrgang 1998) als Tochter Leonie ein zauberhaftes Talent in ihrer Mitte präsentiert. Ihr Spiel fällt deshalb auch positiv auf, da ihr Charakter, im Gegensatz zur Mehrzahl von Kinderrollen in Kinofilmen, tatsächlich ernst genommen wird und etliche hervorragende, glaubhafte Dialoge fernab des üblichen „Kindertralala“ zugestanden bekommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut Aussage des Regisseurs richtet sich „Die Tür“ an ein „Mystery-Thriller-Publikum, aber auch Menschen, die stärker am Drama interessiert sind. Der letze Film, der als Mystery-Drama bezeichnet wurde, war „Unbreakable-Unzerbrechlich“ (Regie: M. Night Shyamalan, 2000) – was nicht heißt, dass wir so ähnlich sind, aber es ist kein Genre, das man jeden Tag im Kino sehen kann.“&lt;br /&gt;Wie wahr, wie wahr!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-358359476836570200?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/358359476836570200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=358359476836570200' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/358359476836570200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/358359476836570200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#358359476836570200' title='„Die Tür“ (Kinostart: 26. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-607070006653115426</id><published>2009-11-26T16:18:00.004+01:00</published><updated>2009-11-26T16:20:22.265+01:00</updated><title type='text'>„Helen“ (Kinostart: 26. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Manchmal ist sie beängstigend, jene zufällige Treffsicherheit von filmischer Fiktion und Realität. Ursprünglich für einen Kinostart im April diesen Jahres angedacht, verschob der Verleih Sandra Nettelbecks („Bella Martha“) erste Hollywoodproduktion bis zum Herbst. Zu düster schien die Thematik um eine erfolgreiche Musikprofessorin und liebevolle Mutter (stark: Ashley Judd), die plötzlich an einer Depression erkrankt. Inzwischen hat Deutschland einen talentierten Nationaltorwart verloren und womöglich einen anderen Zugang zu solch einem Stoff. Auch weil Autorin Nettelbeck ihre „Helen“ als nach Außen gesunde, im Leben zwischen Job und Familie gefestigte Person einführt, verstehen wir nun die Tücke dieser Krankheit womöglich besser als vor dem 10. November.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir dachten, mit Liebe geht das“, war in den vergangenen Wochen oft zu hören. Helens Gatte (Goran Visnjic) versucht es zunächst auf ebensolche Weise, scheitert, zieht sich zurück, wartet ab. Mathilda (Lauren Lee Smith) hingegen, selbst manisch depressiv, spendet Trost, hört zu, nimmt Helen mit ans Meer. Zusammen kämpfen sie dort für mehr Zeit. Lebenszeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nettelbeck verkneift sich glücklicherweise das zu erwartende Klischee am Ende. Stattdessen gibt es die bittere Erkenntnis, dass Antidepressiva, Kuren und Elektroschocktherapien zwar allesamt nützliche Helfer während des oftmals jahrelang andauernden Verlaufs einer Depression sein können. Ein definitives Heilmittel mit Garantie jedoch gibt es nicht. Doch auch das wissen wir nun schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der „Sächsischen Zeitung / PluSZ“ vom 26. November 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-607070006653115426?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/607070006653115426/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=607070006653115426' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/607070006653115426'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/607070006653115426'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#607070006653115426' title='„Helen“ (Kinostart: 26. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5391747671968721056</id><published>2009-11-26T16:13:00.002+01:00</published><updated>2009-11-26T16:15:46.014+01:00</updated><title type='text'>„New in Town“ (Kinostart: 26. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Muss Massenware immer langweilen? Mitnichten, wie Jonas Elmer mit seiner Gute-Laune-Geschichte „New in Town“ beweist. Zwar präsentiert seine Liebeskomödie kaum Neues, doch so harmlos und so vorhersehbar sie auch sein mag, es macht Spaß Renée Zellweger bei ihrem Trip vom sonnigen Miami ins winterliche Minnesota zu begleiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lucy (Zellweger) ist Karrierefrau, Single und für eine Beförderung sogar bereit, ihr komfortables Leben in der Großstadt für einige Wochen gegen das einfache Dasein im schneeweißen Hinterland einzutauschen. In New Ulm soll sie eine Fabrik wieder auf Gewinnkurs bringen, gern auch mit Entlassungen, unbedingt so schnell wie möglich. Dass die Bewohner und Arbeiter ihrer neuen Umgebung darüber weniger erfreut sind, lässt die Dame zunächst kalt. Doch nach und nach tauen nicht nur die verschrobenen Eigenbrötler auf. Lucy findet Gefallen am simplen Leben und vor allem an „cutie deputy“ Ted (Harry Connick, Jr.), dem Gewerkschaftsvertreter der hiesigen Fabrik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„New in Town“ bietet, wie eingangs schon erwähnt, kaum Innovation. Selbst die Darsteller spielen zwar lustvoll aber lediglich routiniert ihre Standardrollen runter, nicht ohne jedoch einen gewissen Charme zu verbreiten. „Willkommen bei den Sch´tis“ auf amerikanisch könnte man meinen. Ein typisches Genrefilmchen, seicht, amüsant und ja, auch etwas naiv. Also genau das Richtige für einen romantischen Kinoabend zu dieser Jahreszeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5391747671968721056?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5391747671968721056/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5391747671968721056' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5391747671968721056'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5391747671968721056'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#5391747671968721056' title='„New in Town“ (Kinostart: 26. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7801951554535090430</id><published>2009-11-18T13:27:00.004+01:00</published><updated>2009-11-19T00:12:03.913+01:00</updated><title type='text'>„Liebe Mauer“ (Kinostart: 19. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Wier Sachsn hams schon ni leichd: Ständig werdn wier wegn unsres Akzents zu Witzfiggurn degradiert und müssen uns meist mit Nebenrollen als Naivlinge präsändiern. Nu, und dann denkt alle Weld, dor ganse Ostn war so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, abor ich will ma ni so hard sein mit dem Peter, dem Peter Timm, unserm Lieblingsregisseur für Ossikomödien seit „Go, Trabi, Go“, schließlich gommt er ja och ausm Ostn. Ist ausgewiesn wordn 1973, wegn systemkritischen Denkens. Nun hat er mit Felicitas Woll (die aus „Berlin Berlin“), Maxim Mehmet („Männerherzen“, der hat aber auch in dem unsäglichn „66/67 - Fairplay war gestern“ mitgemacht, siehe unten) und Anna Fischer (demnächst in der Komödie „Unter Strom“ zu sehen, u.a. in Dresden gedreht) sowas wie ne Wendekomödie geschriebn und inszeniert und das ganze „Liebe Mauer“ genannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da geht´s um ne Studentin ausm Westn namens Franzi, die kurz vor dem Mauerfall ne Wohnung direkt an einem Grenzübergang in Berlin bezieht und sich in nen ostdeutschen Wachposten verliebt. Da Franzi als Wessi rüber darf, besucht sie ihren Schatz Sascha regelmäßig, bis der von seinen Vorgesetzten den Befehl kriegt, die imperialistische Spionin zu bespitzeln. In der Zwischenzeit hat Franzi mit Saschas Mitbewohnerin Uschi die Rollen getauscht. Das sorgt für allerlei Verwirrungen, viel Situationskomik und natürlich Herzschmerz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dor Film „Liebe Mauer“ pendelt so zwischen Klamotte, Romanze und ostdeutschem Erfahrungsbericht kurz vor dor „Wende“. Da weeß man nich, ob man bei den Verhören durch de Stasioffiziere ob ihrer Abstrusität lachen oder erschüttert sein soll. Die Sets sind detailverliebt und gut getroffen, nur eben die völlige Überzeichnung von Uschi als sächselndes Mädel schmerzt ein wenig. Wat soll´s, „Liebe Mauer“ macht wirklich Spaß, ist harmlos und im zwanzigstem Jubeljahr nach dem Mauerfall een passender Beitrag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7801951554535090430?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7801951554535090430/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7801951554535090430' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7801951554535090430'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7801951554535090430'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#7801951554535090430' title='„Liebe Mauer“ (Kinostart: 19. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-8429902528896049006</id><published>2009-11-18T13:09:00.006+01:00</published><updated>2009-11-19T14:58:51.053+01:00</updated><title type='text'>„Gesetz der Rache“ (Kinostart: 19. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Selbstjustizstreifen gehören seit jeher zum Interieur von Hollywood. In regelmäßiger Unregelmäßigkeit probieren sich sowohl B-Movie-Stars (Steven Seagal, Dolph Lundgren, Vin Diesel, Thomas Jane) als auch Charakterdarsteller (Charles Bronson, Sally Field, Denzel Washington, Jodie Foster, Mark Wahlberg, Kevin Bacon) an solchen Werken aus, nicht selten mit religiös geschwängertem Unterbau á la „wie du mir so ich dir“ oder „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Das ist zwar – zumindest in der westlichen Hemisphäre dieser Welt – gesellschaftlich tabuisiert, für das Gewissen jedoch ausreichend, um die Tat als gerechtfertigt anzusehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun also gibt Gerard Butler („300“, „Die nackte Wahrheit“) den „Law Abiding Citizen“ (so der Originaltitel, zu deutsch etwa: „Gesetzestreuer Staatsbürger“) und möchte als Clyde Shelton sogar noch einen Schritt weitergehen als seine zahlreichen Vorgänger, indem er den gesamten Staatsapparat zum Einsturz bringen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;F. Gary Grays („Set It Off“, 1996) Actionthriller startet wie üblich: Familienvater wird Zeuge am Mord seiner Liebsten, Täter kommen mit milder Strafe davon, befinden sich ab diesem Zeitpunkt jedoch auf der Abschussliste des rachsüchtigen Einzelgängers. Dessen einziges Ziel ist das möglich schmerzhafte Ableben seiner einstigen Peiniger, Kollateralschäden inbegriffen. So weit, so bekannt. „Das Gesetz der Rache“ variiert den üblichen Plot mit einem zugegebenermaßen neuen Versatzstück, der Verhaftung des Rächers. Seltsamerweise setzen sich die Morde jedoch fort, sodass Polizei, Staat und vor allem Staatsanwalt Rice (Jamie Foxx) fortan um die Sicherheit ihrer Schäfchen bangen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu vielen artverwandten Filmen kommt „Das Gesetz der Rache“ mit vielen grundsätzlichen Fragen im Gepäck daher. Bürgerliche Freiheitsrechte stehen dem Wunsch der Staatsmacht nach Sicherheit und Ordnung gegenüber, geltende Gesetze des Rechtsstaates werden hinterfragt und ins Gegenteil verkehrt. Und doch wird schon ziemlich früh deutlich, dass es weder Regisseur Gray  noch Autor Kurt Wimmer wagen, sich auf eine Seite zu schlagen – zumindest vorerst nicht. Bezeichnend hierfür ist jene Szene in einem Gerichtssaal, in der Täter Shelton zunächst um eine Kaution bittet, um gleich darauf die Leichtsinnigkeit einer solchen Entscheidung zu kritisieren. Diese Zweideutigkeit durchzieht den gesamten Film, eine wirkliche Stellungnahme, was denn nun gerechter sei (Gesetz oder Selbstjustiz), bleibt aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So gelingt es „Gesetz der Rache“ zunächst beide Seiten auszuloten, weist auf Mängel und Vorteile hin und erschreckt in manchen Momenten gar mit seiner Deutlichkeit. Speziell die Gesetzeshüter kommen mit ihrer Forderung, „alles Mögliche“ zu tun, um den brutalen Derwisch zu stoppen, sehr schlecht weg. Mit Philadelphia als Schauplatz, immerhin der Ort, an dem Amerika seine Unabhängigkeitserklärung verkündete und Verfassung beschloss, erhalten solcherlei Aussagen zusätzliches Gewicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztendlich bricht jene inhaltliche Unentschlossenheit dem Werk jedoch das Genick. Logiklöcher häufen sich zunehmend, eine individuelle Auseinandersetzung der Figuren mit Sinn und Unsinn ihres Handelns wird ausgespart, das Finale hinterlässt ob seiner abermaligen Inkonsequenz und den hier totgeschwiegenen, jedoch diskussionswürdigen Ansätzen der vergangenen 90Minuten einen fahlen Beigeschmack.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne Zweifel zählt „Gesetz der Rache“ zu den besseren Vertretern seines Genres. Besonders der latent vorhandene kritische Unterton gegen staatliche Willkür und juristische Schlupflöcher weiß zu begeistern. Da hätte es einiger expliziter Gewaltdarstellungen (Gefängniszelle), welche offensichtlich als Zugeständnis an all jene Zuschauer eingefügt wurden, die mit der Sozialkritik im Film wenig anfangen können oder wollen, gar nicht gebraucht. Nichtsdestotrotz ist die optische Inszenierung über jeden Zweifel erhaben, Gray besinnt sich auf klassisches Actionkino, fährt Computergenerierten Firlefanz zurück und lässt es ordentlich krachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Schluss noch ein Tipp für Fans solcher Rachefilme: „Death Sentence“ (2007) von James Wan kommt zwar weniger tiefgründig daher, hat sehr wohl jedoch ein konsequenteres Ende zu bieten – und Kevin Bacon mit herrlicher Anarchoglatze.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-8429902528896049006?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/8429902528896049006/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=8429902528896049006' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8429902528896049006'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8429902528896049006'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#8429902528896049006' title='„Gesetz der Rache“ (Kinostart: 19. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-822694884376830799</id><published>2009-11-18T12:59:00.004+01:00</published><updated>2009-11-18T13:08:20.870+01:00</updated><title type='text'>„Tannöd“ (Kinostart: 19. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Der bis heute ungeklärte Mord an einer Oberbayrischen Bauernfamilie im Jahr 1922 gilt als eines der bekanntesten Mysterien der deutschen Kriminalgeschichte. Sechs Menschen, darunter ein siebenjähriges Mädchen und ein zweijähriger Junge, wurden in der Nacht vom 31. März auf den 1. April erschlagen und erst einige Tage später von den Bewohnern eines angrenzenden Dorfes aufgefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon etliche Dokumentationen, zuletzt sogar ein Kinofilm unter dem Titel „Hinter Kaifek“ (März 2009), beschäftigten sich mit den Geschehnissen jener Nacht. Die Autorin Andrea Maria Schenkel verarbeitete die Tat 2007 in ihrem Bestseller „Tannöd“, dessen düstere Verfilmung mit Julia Jentsch („Sophie Scholl – Die letzten Tage“) in der Hauptrolle nun auf großer Leinwand zu sehen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Jahre nach der Tat kommt die junge Kathrin (Jentsch) zur Beerdigung ihrer Mutter in das abgelegene Dorf nahe des Mordhofs. Zwar hat insbesondere die keifende Traudl (Monica Bleibtreu in ihrer letzten Rolle) zahlreiche Theorien zum Tathergang und Täterprofil parat, doch merkt Kathrin schnell, dass scheinbar jeder Bewohner etwas zu verschweigen hat. Misstrauen, Skepsis und Geheimniskrämerei allerorten, wirklich tragisch empfindet die Dorfgemeinschaft den Mehrfachmord zudem ebenso wenig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebel, grummelige Bewohner, düstere Atmosphäre: Regisseurin Bettina Oberli weiß ihre Geschichte spannend und bedrohlich zu erzählen. Zumindest in den ersten 30 Minuten ihres Krimidramas, in dem neben den verschrobenen Figuren auch die Bildübergänge zu begeistern wissen. Mag es am relativ frischen Konkurrenzprodukt „Hinter Kaifek“ von Esther Gronenborn liegen, das mit Benno Fürmann und Alexandra Maria Lara ebenfalls eine prominente Besetzung vorweisen konnte, oder dem über alle Maßen faszinierenden Hanekefilm „Das weiße Band“: Richtig begeistern kann mich „Tannöd“ nicht. Zu wenig Inhalt, zu viele Wiederholungen zur Charakterexposition (man beachte die Häufigkeit von Traudls Verschwörungstheorien) sind augenfällig und lassen die Handlung und die Figuren des Films schnell auf der Stelle treten. Zumal die Tatsache, keinen Täter präsentieren zu können, dem Spannungsbogen zusätzlich nur wenig zuträglich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Akribie und strenge die Form von „Das weiße Band“ haben das Leben und Denken, die Überzeugungen und Verhaltensweisen in Dorfgemeinschaften Anfang des 20. Jahrhunderts, seien sie für Stadtmenschen noch so seltsam, sehr viel ergiebiger und nachhaltiger vermittelt als „Tannöd“ es in seinen besten Momenten gelingt. Kein schlechtes Werk, angesichts der viel zu guten Konkurrenz jedoch „nur“ ein halbwegs zufriedenstellender Streifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-822694884376830799?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/822694884376830799/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=822694884376830799' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/822694884376830799'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/822694884376830799'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#822694884376830799' title='„Tannöd“ (Kinostart: 19. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2513276333498698816</id><published>2009-11-18T12:53:00.004+01:00</published><updated>2009-11-18T12:59:12.156+01:00</updated><title type='text'>„Das gelbe Segel“ (Kinostart: 19. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Das Leben gleicht oftmals einer Reise. Dabei müssen Start- und Endpunkt nicht unbedingt zwei verschiedene Orte sein. Brett (William Hurt) macht diese Erfahrung während seines Trips zusammen mit zwei Teenagern (Kristen Stewart, Eddie Redmayne), die ihn an einer abgelegenen Fährstation aufgegabelt haben.&lt;br /&gt;Was sie (noch) nicht wissen: Ihr älterer Begleiter kommt soeben aus einem Gefängnis, in dem er sechs Jahre seines Lebens verbracht hat. Nun möchte er an den Ort zurück, der ihn einst sein größtes Glück bescherte – und schließlich hinter Gitter brachte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit „Das gelbe Segel“ präsentiert der britische Regisseur Udayan Prasad ein stilles Roadmovie, das mehr einer Odyssee in die Innenwelt von vier Charakteren gleicht. Allen voran ein einmal mehr fantastisch aufspielender William Hurt als verschwiegener Ex-Knacki, hinter dessen Fassade lange Zeit weder seine Weggefährten noch der Zuschauer blicken kann. Bedrohlich, undurchschaubar und doch an späterer Stelle überraschend verletzlich und offen, legt Hurt seine Figur als innerlich zerrissenen, von Schuldgefühlen und Sehnsucht geplagten Mann an, der nicht wirklich weiß, welchen Weg er einschlagen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kristen Stewart, seit dem Teenie-Vampierfilmchen „Twilight“ in aller Munde, zeigt endlich, dass sie mehr kann als blass auszusehen und noch blassere Hänflinge anzuhimmeln. Ihr junger Fahrer, der ebenso exzentrische wie verrückte Gordy (Redmayne), komplettiert das Dreiergespann passend, wenn auch aufgrund seiner seltsamen Verhaltensweisen zunächst sehr gewöhnungsbedürftig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die vierte und letzte Figur taucht erst in der zweiten Hälfte dieses wunderbar melancholische Stimmung verbreitenden Dramas auf, Jahrhundertaktrice Maria Bello. Seit Jahren auf Nebenrollen abonniert, ist dank ihrer Schauspielkunst nach wenigen Szenen klar, was Protagonist Brett so einzigartig an dieser Frau fand. Die in Rückblenden erzählte, herrlich unromantische Beziehung zwischen ihm und May (Bello) hat tiefe Wunden hinterlassen und das Leben von Brett für immer verändert. Unschlüssig zwischen Furcht vor und Hoffnung auf ein Wiedersehen hin- und herpendelnd, sind es schließlich seine beiden Mitfahrer, die ihm die Entscheidung über sein weiteres Schicksal abnehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Intensiv, hervorragend gespielt und fernab von jeglichem (Liebesfilm-)Kitsch: „Das gelbe Segel“ empfiehlt sich als einer der späten Kinohöhepunkte des Jahres. Und wer mag, kann darin sogar noch eine Allegorie auf das vorurteilslose Akzeptieren Fremder sowie die Macht des Schicksals und den Sinn von Vergebung entdecken. Schön ist´s allemal.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2513276333498698816?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2513276333498698816/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2513276333498698816' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2513276333498698816'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2513276333498698816'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#2513276333498698816' title='„Das gelbe Segel“ (Kinostart: 19. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-3642147819608755463</id><published>2009-11-18T12:37:00.004+01:00</published><updated>2009-11-18T12:52:24.948+01:00</updated><title type='text'>„66/67 – Fairplay war gestern“ (Kinostart: 19. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Verwunderlich, was ein Promotionstext so alles weiß: „`66/67 – Fairplay war gestern´ ist ein Film über eine Generation, die nicht erwachsen werden will: Sechs junge Männer leben in ihrem eigenen Mikrokosmos zwischen Fanclub und Fußballstadion, zwischen Aufbruch ins Leben und dem Festhalten an einem alten Weg, der unweigerlich in eine Sackgasse führt. Dem Regisseurs-Duo Ludwig &amp; Glaser („1. Mai“, „Detroit“) gelingt ein spannendes und mutiges Drama, das den Moment im Leben ausleuchtet, in dem einem bewusst wird, dass Angriff die beste Verteidigung ist und das Spiel des Lebens länger als 90 Minuten dauert.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen davon, dass sich Aussagen wie „ein Film über eine Generation“ und „junge Männer in eigenem Mikrokosmos“ widersprechen (eine ganze Generation vs. eine einzelne Gruppe von Männern), suggeriert diese Zusammenfassung ein Werk, welches sich auf humorvolle, nachdenkliche und ernsthafte Weise mit dem Erwachsenwerden auseinandersetzt. Der Hauptpreis in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Film“ beim diesjährigen „Zürich Film Festival“ unterstützt diese Erwartungen umso mehr, die dieser – Verzeihung – Schund in keiner Sekunde erfüllen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstens, da unter den entworfenen Figuren, die allesamt in der Fußballer-Fan-Szene anzusiedeln sind, keine auch nur ansatzweise glaubhaft wirkt. Es handelt sich ausschließlich um extreme Charaktere, die ihr Leben rigoros auf „entweder-oder“-Basis zu führen scheinen. Schwarz/weiß-Malerei in Reinform, eindimensionale Marionetten, denen jegliche Tiefe abgeht. Fußballfans auf solche Art und Weise darzustellen, kommt einer Beleidigung gleich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Fokus auf Hooligans, also jenen gewaltbereiten Idioten, die hauptsächlich zum Prügeln das Stadion betreten, scheitert „66/67“ jedoch ebenso. Das liegt vornehmlich am lückenhaften Drehbuch, welches zu keiner Zeit einen Ansatz für das Verhalten dieser Spackos liefert. Warum sind diese Kerle so? Was motiviert sie? Was versprechen sie sich von ihren Taten? So sieht der Zuschauer, welcher im Idealfall keinen Einblick in diese Szene hat, eine Aneinanderreihung sinnentleerter (weil unerklärter) Gebaren, die zudem von grausig-dummen Dialogen kommentiert werden. Zusammen mit etlichen anderen verbalen Geschmacklosigkeiten, die Film/Figuren/Handlung in keinster Weise voranbringen, erträgt man so Geplapper über Intimfrisuren von Familienangehörigen oder das Grimassen schneiden vor Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben. Das ist weder amüsant noch tragisch, sondern schlicht respektlos und in allen Maßen unangebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherlich gibt es nur Wenige, denen es gelingt, den Übergang vom jugendlichen Spaß zum sogenannten „Ernst des Lebens“ problemlos zu meistern. Was die Regisseure jedoch hier als Abbild von Teilen der Gesellschaft präsentieren, ist substanzlos, übertrieben unwahr und so offensichtlich auf Provokation gebürstet, dass es nur noch peinlich und ärgerlich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Die Geschmack- und Respektlosigkeit, die hier gezeigt wird, veranlasste mich, die Filmvorstellung etwa 30 Minuten vor dem Ende zu verlassen. Ein Sakrileg unter Filmjournalisten, in dieser Situation jedoch unausweichliche Konsequenz für diesen Dreck!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-3642147819608755463?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/3642147819608755463/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=3642147819608755463' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3642147819608755463'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3642147819608755463'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#3642147819608755463' title='„66/67 – Fairplay war gestern“ (Kinostart: 19. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-4576725456933659180</id><published>2009-11-13T11:41:00.001+01:00</published><updated>2009-11-13T11:42:16.146+01:00</updated><title type='text'>„Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ (Kinostart: 12. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Seit vergangener Woche braucht diesen Film in Deutschland wohl keiner mehr. Dank des wenig subtilen Gebarens amerikanischer Unternehmensführer wissen nun nicht nur Mitarbeiter hiesiger Automobilmanufakturen, was Kapitalismus bedeutet. Bewohner von Flint, dem Geburtsort von Dokumentarfilmer Michael Moore, durften diese Erfahrung bereits vor 20 Jahren machen, als deren Fabrik geschlossen wurde - ebenfalls Eigentum von General Motors (GM), filmisch verewigt in Moores Erstling „Roger &amp; Me“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch der streitbare Regisseur hat dazugelernt: Nach zahlreichen Kämpfen im Kleinen, gegen Waffenwahn („Bowling for Columbine“), verhasste Politiker („Fahrenheit 9/11“) und Irrsinn im Gesundheitswesen („Sicko“), versucht er in „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ den scheinbaren Ursprung aller gesellschaftlichen Missstände zu entschlüsseln. Seriös, selbstreferenziell und weniger polemisch als zuvor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist Moore professionell genug, um den Zuschauer, vornehmlich das amerikanische Publikum, nicht sogleich mit trockenen Statistiken und unverständlichem Gebrabbel aus der Finanzwelt zu erdrücken. Diese kommen zwar später noch hinzu, allerdings nicht ohne vom Reiseführer selbst hinterfragt und verständlicher formuliert zu werden. Nein, Moore versucht es einmal mehr über die emotionale Ebene und beginnt seine Liebesgeschichte mit der Zwangsräumung eines Hauses. Hilflosigkeit, Verärgerung und Unverständnis nicht nur bei den Betroffenen, die trotz Arbeitsplatz, freiwilligem finanziellen Verzicht und Systemvertrauen plötzlich vor dem Nichts stehen. So ereilt es Menschen wie Leute, am Ende der Nahrungskette passt ein ganzes Leben in einen Möbelwagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den positiven Verheißungen des Kapitalismus, wie sie den Amerikanern in den Nachkriegsjahren in herrlich naiven Werbeclips versprochen wurden, hat dies nicht mehr viel zu tun. Ihn deswegen zu verdammen, liegt Moore fern. Stattdessen ist er bemüht, historische Fehlentscheidungen vergangener Regierungen zu entlarven und stellt seinen Landsleuten am Ende gar die Gretchenfrage: Ist Kapitalismus mit der Heiligen Schrift vereinbar?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oft wurde Moore vorgeworfen, seine offene Sympathie für die politische Linke zu Ungunsten seiner Gegner ausgeschmückt zu haben. Da kommt es schon einer kleinen Sensation gleich, im Moore-Universum plötzlich kritische Töne in beide Richtungen wahrnehmen zu können. Fehler, Verlogenheiten und Profitstreben auf Kosten des „kleinen Mannes“ werden entlarvt, Unverständnis über mühelose Wiederaufnahme all jener Verhaltensweisen, die zur weltweiten Finanzkrise nicht unerheblich beitrugen, verdeutlicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ zeigt unabhängig vom Inhalt einen gemäßigteren, offeneren Moore, der verständlicherweise kein Allheilmittel präsentieren kann, eigene journalistische Unzulänglichkeiten früherer Werke jedoch weitgehend zurückgefahren hat. Ein Lernprozess mit erfolgreichem Abschluss sozusagen. Schade, dass GM bezüglich angemessener Mitarbeiterführung so etwas in zwanzig Jahren nicht gelungen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der „Sächsischen Zeitung / PluSZ“ vom 12. November 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-4576725456933659180?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/4576725456933659180/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=4576725456933659180' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4576725456933659180'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4576725456933659180'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#4576725456933659180' title='„Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ (Kinostart: 12. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-1616977629619965084</id><published>2009-11-11T13:33:00.001+01:00</published><updated>2009-11-11T13:35:53.420+01:00</updated><title type='text'>„Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“ (Kinostart: 12. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Hunde gelten als treue Seelen. Da haben sie vor allem uns Menschen etwas voraus, die sich trotz endloser Rückschläge immer wieder neu auf die Suche nach ewiger Liebe begeben. Die Lösung: einen Hund kaufen! Denn schenkt man Lasse Hallströms („Chocolat“) neuem Film Glauben, ist eine Hundeliebe endlos, selbstlos und weder durch eifersüchtige Ehepartner noch Sturm und Regen zerstörbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn dies alles nach einer zugegebenermaßen sehr verkitschten Hollywoodgeschichte klingen mag, so basiert „Hachiko“ doch auf einer wahren Begebenheit, die sich in den 1920er Jahren in Japan zutrug: Uniprofessor Parker Wilson (Richard Gere) findet eines abends einen Hundewelpen, den er spontan „nur für eine Nacht“ mit nach Hause nimmt. Schnell jedoch gewinnt der niedliche Vierbeiner das Herz seines neuen Herrchens und gehört fortan zur Familie. Völlig vernarrt in seinen kleinen Freund, nimmt Parker auf dem Weg zur Arbeit Hachiko mit bis zum Bahnhof. Als er zurückkehrt, sitzt Hachiko bereits am Ausgang des Gebäudes, um zusammen mit ihm den Heimweg anzutreten. Ein alltägliches Ritual ist geboren – bis Parker eines Tages nicht im Zug sitzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warmherzig, romantisch und mit ganz viel Zucker versetzt: das ist „Hachiko“, das ist die Welt von Hallström. Perfekte Familienverhältnisse, beruflicher Erfolg, kein Schmutz, kein lautes Bellen. Der Film umschifft jeden noch so bedeutungslosen Konflikt zugunsten der Freundschaft zwischen Hund und Geres´ Charakter. Eine schnurgerade  Einbahnstraße Richtung Tränen, Schluchzen und Seufzen, ein „Wohlfühlfilm“ á la Hollywood in Reinkultur. Natürlich kann man Hallström hierfür verurteilen. Man kann ihn jedoch ebenso für seine inhaltliche Konsequenz loben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer zu Letzterem neigt, erlebt zweifellos einen wunderbaren Filmabend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 5. November 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-1616977629619965084?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/1616977629619965084/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=1616977629619965084' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1616977629619965084'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1616977629619965084'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#1616977629619965084' title='„Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“ (Kinostart: 12. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-8220899486123262176</id><published>2009-11-11T13:29:00.002+01:00</published><updated>2009-11-11T13:33:35.585+01:00</updated><title type='text'>„Ganz nah bei dir“ (Kinostart: 12. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Gibt’s nicht! Niemals! Viel zu übertrieben!“ So in etwa lässt sich meine Reaktion auf die männliche  Hauptfigur in Almut Gettos („Fickende Fische“, 2002) neuer Komödie „Ganz nah bei dir“ zusammenfassen. Zu meinem Erstaunen wurde ich jedoch gleich nach der Vorstellung von den anwesenden Kollegen eines besseren belehrt. Sonderlinge wie Phillip (Bastian Trost) scheint es wie Sand am Meer zu geben. Eigenheiten, Schrulligkeiten und, ja, ein derartig artikuliertes misanthropisches Verhalten gehören offenbar zum Alltag unserer Gesellschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammen mit seiner Schildkröte Paul, die wie er schön gemächlich und nicht zu hektisch, einsam und doch irgendwie selbstzufrieden durch ihr Dasein schleicht, lebt der Bankangestellte zurückgezogen in seiner eigenen Welt. Als er eines Abends auf die blinde Cellistin Lina (*seufz* Katharina Schüttler *seufz*) trifft, oder besser: sie aus einem Versehen heraus seinen Tisch anrempelt, poltert er zunächst wenig charmant verbal zurück. Zu seiner Überraschung bittet sie ihn jedoch als Begleitung für den Nachhauseweg zu dienen, worauf sich in den folgenden Wochen eine mehr als seltsame Beziehung entwickelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Film lebt ausschließlich von seinen beiden Protagonisten, die so ziemlich jede Erwartungshaltung auf den Kopf stellen. Hier der Sehende mit dem Unwillen, menschliche Nähe aufzubauen oder sich anzupassen, dort die Blinde mit einer unbändigen Lebenslust und der Fähigkeit, das Leben viel intensiver und aufmerksamer wahrzunehmen als jeder Sehende. Hieraus zieht die Komödie ihr Potenzial, ihre Unberechenbarkeit und Spannung. Zwar verwundert einmal mehr die Tatsache, dass ekelhaftes Benehmen scheinbar immer wieder zum (Liebes-)Glück führen kann, doch begeistert neben reichlich Amüsement auch diesmal wieder die wunderbare Schauspielkunst jener Dame, welche vor kurzem erst Iris Berben in „Es kommt der Tag“ darstellerisch anständig Paroli bot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Katharina Schüttler bleibt – neben Hannah Herzsprung und Jessica Schwarz – weiterhin die aufregendste und talentierteste Jungschaupielerin, die dieses Land momentan zu bieten hat. Es mag naiv und schwärmerisch klingen, die Nuancen ihres Spiels sind jedoch einfach phänomenal. Und wie in „Es kommt der Tag“ allein das Kinoticket wert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-8220899486123262176?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/8220899486123262176/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=8220899486123262176' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8220899486123262176'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8220899486123262176'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#8220899486123262176' title='„Ganz nah bei dir“ (Kinostart: 12. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6703590255792493889</id><published>2009-11-04T17:52:00.005+01:00</published><updated>2009-11-15T15:30:24.924+01:00</updated><title type='text'>„Looking for Eric“ (Kinostart: 5. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Was haben Kung-Fu-Einlagen und Faustschläge mit Fußball zu tun? Nichts! Es sei denn, Eric Cantona, englischer Rasengott französischer Herkunft und laut Manchester-United-Fans gar „Fußballer des Jahrhunderts“, hat mal wieder einen Blackout. Wie 1995, als er einen Zuschauer am Spielfeldrand schlicht wegkickte, indem er seine Zauberfüße über die Absperrung hob. Seinen Anhängern ist´s immer noch egal, das der inzwischen 43jährige Rüpel auch über sich selbst lachen kann, zeigt nun „Looking for Eric“ von Ken Loach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eric (Steve Evets) ist Briefträger, Fußballnarr und überforderter Vater in Personalunion. Seine zweite Frau hat ihn verlassen, nun fristet er sein Dasein inmitten eines Hauses im inneren Verfallszustand, resigniert vor seinen beiden Teenagersöhnen – und philosophiert über Fußball. Manchmal scheint es, als ob ihn nur dieses Thema und seine Kollegen/Freunde vor dem Wahnsinn beschützen können. Trotzdem ist Eric am Ende. Kann nicht mehr. Will nicht mehr.&lt;br /&gt;Bis sein Namensvetter plötzlich einem Poster in seinem Schlafzimmer entsteigt: Eric Cantona, sein Held, sein einziger wahrer Zuhörer, steht plötzlich vor ihm und präsentiert sich als ultimativer Aufmunterungs-Coach. Eric &amp; Eric machen sich auf, ein neues Kapitel im Leben des Briefträgers zu beginnen, die Vergangenheit zu entrümpeln und Mittels der „Operation Cantona“ gleich noch Erics erste Frau, Lily (Stephanie Bishop), zurückzugewinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz nah am Leben, dem „kleinen Menschen“, der oftmals unschönen, harten Realität, siedelt Ken Loach seine Werke an. „Just a kiss“ (2003) und „It´s a free world“ (2007) gehören mit ihrer schonungslosen Darstellung des Alltags zu den absoluten Höhepunkten des britischen Kinos seit der Jahrtausendwende. Dabei entwirft Loach niemals irgendwelche halsbrecherischen Szenarien, die nur einem Filmhelden zustoßen können, sondern erzählt stets eine Geschichte echter Figuren, die sich schlicht im Hier und Jetzt bewähren müssen. Das ist in „Looking for Eric“ nicht anders. Hier dient der Kniff des „lebendigen Cantonas“ lediglich der Verbildlichung eines autogenen Trainings, das den psychisch und physisch  erschöpften Briefträger wieder auf Vordermann bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sind die Höhepunkte dieses großartigen Sozialdramas vielmehr jene Szenen, in denen Eric von seinen Kollegen mit dummen Witzen, Therapiesitzungen oder Ratschlägen aus Lebenshilfebüchern aufgemuntert werden soll. Das ist menschlich, herrlich naiv und geht ob seiner Ehrlichkeit zu Herzen. Es ist ein Genuss, den Kerl bei seiner Wiederauferstehung ins gesellschaftliche Leben dank profaner Fußballweisheiten zu beobachten. In der Tat ist dies wohl der erste Film, bei dem ich zwischendrin immer wieder aus dem Kinosessel aufspringen und den Hauptdarsteller laut anfeuern wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitreißend, spannend, gespickt mit allerlei Rückschlägen und Erfolgen. Ein Film wie ein Fußballmatch. Ein Film so bitter und schön wie das wahre Leben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6703590255792493889?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6703590255792493889/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6703590255792493889' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6703590255792493889'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6703590255792493889'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#6703590255792493889' title='„Looking for Eric“ (Kinostart: 5. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-671681143788744011</id><published>2009-11-04T17:44:00.005+01:00</published><updated>2009-11-04T18:00:16.867+01:00</updated><title type='text'>„Weltstadt“ (Kinostart: 5. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ein Film, aktueller denn je. Wenn Jugendliche Passanten auf offener Straße zusammenschlagen, Gewalt zum Verschaffen von Respekt benutzt wird und Handyvideos von Misshandlungen wie Trophäen im Internet präsentiert werden, befindet sich die Gesellschaft in einer Schieflage. Es mag der Eindruck entstehen, erst die vergangenen Monate hätten dieses Problem auf ein neues Level gehoben, doch existiert dieser Zustand schon lang. Viel zu lang. Ein Film zu dieser Thematik wird nichts verändern, doch manchmal genügt schon die Wahrnehmung und schlichte Schilderung solch schlimmer Ereignisse um ein Umdenken zumindest anzustoßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Weltstadt“ von Christian Klandt, Absolvent der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg, sollte eigentlich gar nicht den Weg ins Kino finden. So äußerte sich zumindest der erst 31jährige Regisseur in einem Gespräch, in dem er auch seine Motivation für das Drehbuch, den Titel und den Film verriet: Zwar seien viele von der Tat geschockt gewesen, doch schon wenige Tage später mochte niemand mehr über das Geschehe sprechen. Auch sei die Tat verharmlost worden, da „lediglich“ ein Obdachloser Opfer des Gewaltverbrechens geworden sei. „Ich wollte einen Film über die Stadt (Beeskow, Brandenburg) drehen, aber auch verhindern, dass die Zuschauer denken `Das ist Brandenburg, das ist Osten.´ Denn eigentlich könnte der Film überall spielen, solche Verbrechen passierten und passieren leider überall in Deutschland, im Westen wie im Osten.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch worum geht es in „Weltstadt“? Es ist die Momentaufnahme einer Stadt, von deren Bewohnern und einem erschütternden Ereignis, bei dem zwei Jugendliche einen Obdachlosen überfallen, geschlagen und schließlich angezündet haben. Es ist jedoch ebenso ein Abbild unserer Gesellschaft, in der Arbeitslosigkeit, Wut, Frustration, Perspektivlosigkeit und Langeweile einen seltsam-bedrohlichen Pakt geschlossen haben, der sich in solcherlei Gewaltexzessen entlädt. Klandt, der selbst in Beeskow aufgewachsen ist und beide Täter persönlich kennt, konstruiert dabei kein Lehrstück mit erhobenem Zeigefinger, sondern nutzt einen nahezu dokumentarischen Stil, sowohl bei der Umsetzung als auch den Dialogen, welche die Darstellern teilweise improvisieren. Vorurteile, platte Attitüden und naive Denkweisen sind da zu hören, nichts Unbekanntes, wenn man nur einmal aufmerksam einem Gespräch in den Öffentlichen Verkehrsmitteln lauscht, Zeitung liest, im Wartezimmer einer Behörde sitzt. Es sind Gespräche zwischen Menschen, die lebenslang geschuftet haben und scheitern, Gespräche zwischen Kids, die noch nie etwas zu Stande gebracht haben, Gespräche innerhalb von Familien, die das Kommunikationsproblem in unserer Gesellschaft punktgenau widerspiegeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit ist das eigentlich Erschreckende der Wiedererkennungseffekt, Situationen, Konflikte  und Dialoge, die nicht zum ersten Mal erlebt, gesehen oder gehört werden. Immerhin ereignete sich das hier gezeigte Verbrechen bereits vor fünf Jahren. Inwieweit dieser bedrohlichen Entwicklung seitdem entgegengewirkt wurde, bezeugen die jüngsten Ereignisse in München. Auch dies eine Weltstadt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-671681143788744011?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/671681143788744011/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=671681143788744011' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/671681143788744011'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/671681143788744011'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#671681143788744011' title='„Weltstadt“ (Kinostart: 5. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6180692166324529112</id><published>2009-11-04T17:40:00.003+01:00</published><updated>2009-11-04T20:10:13.711+01:00</updated><title type='text'>„Der Informant!“ (Kinostart: 5. November 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Unfassbar“ schreit das Plakat zum Film dem Betrachter entgegen. Nicht nur Matt Damons Aussehen als Möchtegern-Geheimagent Mark Whitacre ist damit gemeint, obwohl er damit George Clooneys scheußlichem Oberlippenbart aus „Confessions of a dangerous mind“ ernste Konkurrenz macht (Herr C. fungierte hier übrigens als Produzent). Nein, unfassbar ist vielmehr die – mal wieder – auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte, die präsentiert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gebe ich gern zu, dass es eine ganze Stunde brauchte, um zumindest halbwegs den Sinn dieser Farce zu begreifen. Deshalb an dieser Stelle schon den Inhalt wiederzugeben, werde ich tunlichst vermeiden, schließlich sollen auch andere Zuschauer leiden, rätseln und knobeln. Allein die Prämisse sei kurz skizziert: Whitacre vermutet inoffizielle, illegale Preisabsprachen seines Konzerns mit anderen Unternehmen und wendet sich als aufrechter Bürger an das FBI. Zur Beweisbeschaffung erklärt er sich umgehend bereit, indem er interne Gespräche aufzeichnet, Akten beschafft und dabei seinen normalen Arbeitsalltag weiterführt. Allerdings kommt ihm bei seiner Undercover-Tätigkeit sein Ego etwas in die Quere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Steven Soderbergh und Matt Damon machen nach den „Ocean´s“-Filmen und „Che-Guerilla“ bereits zum fünften Mal gemeinsame Sache und liefern gewohnt souveränes Handwerk ab. Souverän, jedoch nicht herausragend. Behäbig, wenig lebendig, schlicht und konservativ gestaltet sich die Umsetzung des Stoffes, der zu Beginn konfus und ohne erkennbaren roten Faden auf den Zuschauer einprasselt. Mit Blick auf die Auflösung am Ende des Films sicherlich beabsichtigt, doch fällt es mitunter schwer, all die Informationen und Handlungsorte auseinanderzuhalten, einzuordnen, zu speichern. Hilfreich, dass zumindest hier und da ein Off-Kommentar die Szenerie kommentiert. Blöd nur, wenn diesem nicht wirklich zu trauen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Der Informant!“ verlangt Geduld, Aufmerksamkeit und Schmerzunempfindlichkeit (nochmal: der Bart ist scheußlich!), entfaltet erst in der zweiten Hälfte seine Stärken und macht in seiner amüsanten Unbekümmertheit deutlich, wie leicht der Mensch (auch wenn er nur vom Kinosessel aus zusieht) manipulierbar ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6180692166324529112?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6180692166324529112/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6180692166324529112' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6180692166324529112'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6180692166324529112'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_11_01_archive.html#6180692166324529112' title='„Der Informant!“ (Kinostart: 5. November 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7431827957139341996</id><published>2009-10-30T11:03:00.001+01:00</published><updated>2009-10-30T11:04:39.026+01:00</updated><title type='text'>„Endstation der Sehnsüchte“ (Kinostart: 29. Oktober 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Irgendwie passen sie nicht in dieses Dorf: Jene 60.000 Heavy-Metal-Fans, die Regisseurin Sung-Hyung Cho in ihrer Dokumentation „Full Metal Village“ (2007) durch das beschauliche Wacken in Schleswig-Holstein begleitete. Nicht weniger Kurioses präsentiert ihr neuer Heimatfilm „Endstation der Sehnsüchte“, ein Porträt über Menschen, die ihr deutsches Zuhause einfach mitgenommen haben in ihre Heimat, nach Südkorea.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Mitte der 1960er Jahre entsandte das damals von Armut gezeichnete Ostasiatische Land mehrere tausend Arbeiter gen Westen, dort, wo Krankenschwestern und Bergarbeiter dringend benötigt wurden. „Nachts weinen, morgens arbeiten gehen. So war das.“, berichtet Chun-Ja Engelfried, die sich wie viele andere auch in einen Deutschen verliebte, eine Familie gründete und hier ihr zu Hause fand. Dreißig Jahre später kehrt sie zurück und lebt nun zusammen mit ihrem Mann in Dogil Maeul, dem „Deutschen Dorf“, das eigens für Leute wie sie errichtet wurde. Zwischen Gartenzwergen, deutschen Würstchen und neugierigen Blicken vorbeifahrender Touristen beginnt hier ihr neues, fremdes Leben. Denn irgendwie passen sie nicht in dieses Land.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regisseurin Sung-Hyung Cho, selbst gebürtige Koreanerin, gelingt in ihrer zweiten Kinodokumentation Erstaunliches: Amüsant und melancholisch zugleich entlockt sie ihren drei Rentnerpaaren ehrliche Befindlichkeiten über (un)erfüllte Träume, sprachliche Barrieren, schmerzhafte Rituale. Da entbehrt es nicht einer gewissen Komik, wenn der 82jährige Ludwig auf allen Vieren in eine Sauna klettern muss oder sich mittels Handzeichen über das Angeln mit seinem Schwiegersohn unterhält. Einzig sein Nachbar Willi scheint nahezu vollständig assimiliert zu sein, besucht Tanzwettbewerbe, trinkt abends mit Koreanern, lernt die Sprache. Nur der schiefhängende Briefkasten nebenan entlarvt seinen deutschen Ordnungssinn. Nicht weniger erstaunen die Geständnisse der Ehefrauen, deren Sehnsucht nach Deutschland sich ebenfalls in für den Zuschauer sehr vertrauten Verhaltensweisen äußert, manchmal gar zum Leidwesen ihrer Gatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umfassend, ehrlich und witzig wirft „Endstation der Sehnsüchte“ somit auch einen entlarvenden Blick auf unser Land, unsere Eigenheiten, unser Denken. Und schafft somit vielleicht auch etwas Verständnis für all jene Ausländer in Deutschland, denen trotz Bereitschaft und Anpassungswillen die Integration nach wie vor schwer fällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der „Sächsischen Zeitung / PluSZ“ vom 29. Oktober 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7431827957139341996?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7431827957139341996/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7431827957139341996' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7431827957139341996'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7431827957139341996'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_10_01_archive.html#7431827957139341996' title='„Endstation der Sehnsüchte“ (Kinostart: 29. Oktober 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-346201459759004641</id><published>2009-10-30T10:54:00.002+01:00</published><updated>2009-10-30T10:54:37.316+01:00</updated><title type='text'>„Die Standesbeamtin“ (Kinostart: 29. Oktober 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Im Vergleich mit Deutschland ist die Schweiz ein leicht zu überschauendes Land – zumindest bezogen auf filmische Höhepunkte. Dies ist weniger auf mangelnde Qualität, als vielmehr auf die Quantität von Schweizer Produktionen zurückzuführen, die es bis in unsere Lichtspielhäuser schaffen. Einzig das Drama „Vitus“ (2006) hat in den vergangenen Jahren grenzüberschreitend Aufmerksamkeit erregt und konnte zufriedenstellende Besucherzahlen vorweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob es Micha Lewinsky und seiner „Standesbeamtin“ ebenfalls gelingen wird, vermag ich an dieser Stelle nicht vorauszusagen. Verdient hätte es die wunderbar unaufgeregte, mit schweizerischer Gelassenheit umgesetzte Komödie sicherlich, auch wenn deren Halbwertszeit nicht annähernd jener von „Vitus“ nahekommt. Schließlich präsentiert „Die Standesbeamtin“ nur eine weitere Variante des ewigen Liebesfilmkarussells um ein Wiederaufflammen längst vergessener Gefühle, allerlei romantische Momente und die obligatorischen Hürden auf dem Weg ins vermeintliche Glück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rahel (Marie Leuenberger) lebt in einem kleinen Schweizer Städtchen und durchlebt sowohl im Privaten als auch im Berufsleben den immer gleichen Alltag. Als Standesbeamtin verhilft sie verliebten Paaren zum Eheglück, ihr eigener Mann jedoch hat schon lange jegliches Interesse an ihr verloren. Da kommt der Kurzurlaub ihres Verflossenen Ben (Dominique Jann) gerade recht: Einst spielten sie gemeinsam in einer Band und nicht nur der örtliche Pfarrer sah in beiden das Traumpaar schlechthin. Zwar ist Ben tatsächlich auch wegen Rahel zurückgekehrt. Allerdings nur, um sich von ihr trauen zu lassen – mit Tinka Panzer (was für ein Rollenname! Oriana Schrage), Schauspielerin, Tussi und zudem sehr hübsch anzusehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was folgt, ist ein sehr amüsantes Wiederentdecken einer eingefrorenen Liebe, gespickt mit viel Gitarrenmusik, Situationskomik und Charme. Zwar verwundert der „Damengeschmack“ des Hauptdarstellers aufgrund der zwei völlig verschiedenen Frauencharaktere ein wenig, auch wirkt das Verhalten von ´it-girl´ Tinka hier und da etwas zu konstruiert. Doch hindert dies keineswegs die Mundwinkel des Zuschauers daran, nach oben zu wandern und dort bis zum Ende zu verweilen. Schön, das!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-346201459759004641?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/346201459759004641/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=346201459759004641' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/346201459759004641'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/346201459759004641'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_10_01_archive.html#346201459759004641' title='„Die Standesbeamtin“ (Kinostart: 29. Oktober 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-8934684970441702379</id><published>2009-10-22T10:12:00.003+02:00</published><updated>2009-10-22T10:13:28.019+02:00</updated><title type='text'>„Die Bucht – The Cove“ (Kinostart: 22. Oktober 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„No animal was harmed in the making of this film.“ Wer seinen Kinobesuch bis zur letzten Minute auskostet, wird am Ende des Abspanns schon häufiger über diesen lapidar anmutenden Satz gestolpert sein. Damit soll dem Zuschauer versichert werden, dass während der Dreharbeiten kein Tier verletzt oder getötet worden sei. Kontrollieren kann dies freilich niemand, ob ein dressiertes Stuntpferd zudem freiwillig durch eine lärmende Kriegsszene rennt, bleibt uns ebenso verschlossen. Doch ganz ohne tierische Hilfe geht es nun mal nicht, sodass mit der Anwesenheit eines professionellen Trainers und dem Schlusssatz immerhin die naive Vorstellung aufrecht gehalten werden kann, nur „glückliche“ Viecher gesehen zu haben.&lt;br /&gt;Besonders Delfine erwecken aufgrund ihres scheinbaren Lächelns den Eindruck, Spaß und Freude am Umgang mit Menschen zu haben. „Es ist der wohl größte Irrtum der Natur“, bemerkt eine Person in „Die Bucht – The Cove“ ziemlich treffend. Aufgebaut wie ein klassischer Spionagekrimi, setzt dieser außergewöhnliche Dokumentarfilm einen späten Höhepunkt im ausklingenden Kinojahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ric O´Barry hat mit seiner Delfindressur Fernsehgeschichte geschrieben. Als Trainer von „Flipper“ trug er maßgeblich zum Image und der Begeisterung für die Meeressäuger bei. Da „Flipper“ in den 1960er Jahre die erste TV-Show ihrer Art war, bei der ein Delfin quasi als zweiter Hauptdarsteller neben Menschen agierte, gilt O´Barry als Urvater dieser „Kunst“. Fortan sprießen weltweit Delfinarien und Delfin-Shows aus dem Boden, rühmte sich jeder zweite Freizeitpark mit einer eigenen, unterhaltsamen Delfinattraktion. Unabhängig von den zweifelhaften Methoden und Mitteln, die Dresseure seit jenen Tagen anwenden, um die zutraulichen Lebewesen nach ihren Wünschen Tanzen, Springen und Planschen zu lassen, gibt es noch ein weiteres Kapitel, vor dem die Welt bis heute scheinbar die Augen verschlossen hat. Bis heute. Denn ähnlich einer kompletten Umstrukturierung bei McDonalds als Folge des Films „Super Size Me“ (Regie: Morgan Spurlock, 2004), ist nun ein ähnlicher Erfolg dank „Die Bucht“ zu vermelden: Behörden, Politiker und Journalisten sind durch den Film für ein Thema sensibilisiert worden, dessen Verheimlichung jahrelang scheinbar mühelos möglich war. Dazu später mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch ist es nicht das Thema an sich, welches „Die Bucht“ aus der Menge an Dokumentationen herausragen lässt. Vielmehr punktet Regisseur Louie Psihoyos mit einem spannend umgesetzten Krimiplot, der zweifellos auch als James-Bond-Abenteuer wunderbar funktioniert hätte. Psihoyos begleitet Ric O´Barry, der sich inzwischen als Aktivist gegen die Delfindressur engagiert, auf dem Weg nach Taiji, einem japanischen Küstenort. Wir erfahren, dass dies jener Ort ist, an dem die weltweit meisten Delfine angelockt und gefangen werden, um sie anschließend nicht nur inländischen Freizeitparks als Unterhaltungsware anzubieten. Jedoch ist diese Behauptung weder belegt noch jemals dokumentiert worden, weshalb O´Barry nun zum wiederholten Male motiviert aber wenig erfolgversprechend vorbeischaut. Allerdings hat er diesmal ein Team von Spezialisten um sich gescharrt, das mit ungewöhnlichen Ideen und Gerätschaften ans Werk geht. Man glaubt es kaum: Auch Techniker von ILM, Industrial Light &amp; Magic, hauptberuflich für die Schaffung von Effekten in Hollywoodfilmen beschäftigt, zählen zum Trupp und bringen genau das Know-how mit, das der Mission letztendlich den Arsch rettet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn kaum aus dem Flugzeug gestiegen, heften sich Fotografen und Detektive, Polizei und stumme Beobachter an die Fersen der Ausländer und beobachten jeden Schritt. Besonders reizbar sind sie in Bezug auf eine Bucht, die – ungewöhnlich streng und deutlich – vom restlichen Teil der Insel abgetrennt wird. O´Barry weiß, dass diese Bucht nicht ohne Grund hermetisch abgeriegelt ist, zusammen mit seinem Team geht er diesem Geheimnis schließlich auf die Spur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Galgenhumor, Besessenheit und permanente Angst vor willkürlichen Verhaftungen prägen die Stimmung der Protagonisten. Psihoyos wendet sich aber auch der „gegnerischen“ Seite zu und versucht, das aggressive Verhalten der japanischen Fischer und Staatsmacht zu durchleuchten und zu erklären. Kulturelle Riten, Nationalstolz, traditionelle Essgewohnheiten, staatliche Medienkontrolle und schließlich Unfähigkeit, ja sogar Bestechlichkeit internationaler Gremien werden erwähnt, hinterfragt und geben dem Zuschauer somit ein umfassendes Bild von Rahmenbedingungen, die allesamt eine wichtige Rolle bei der Behandlung und dem Umgang mit Delfinen spielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Die Bucht“ ist kein dumpfes Pamphlet, sondern wohldurchdachtes, intelligentes und faires Bildungsprogramm, das gerade durch seine Art, seinen Thrilleranleihen und seiner engagierten Hauptakteure zu begeistern weiß. Die neutrale Darstellung alltäglicher Mechanismen, Denk- und Verhaltensweisen war wohl auch einer der Gründe, weshalb die japanische Regierung die Zustände in Taiji begutachtete und schließlich unterband. Teilweise zumindest, denn statt Delfinen sind nun Pilotwale (Grindwale) die neue Beute der Fischer. Damit umgehen sie zwar – zumindest auf dem Papier – das momentane Delfinfangverbot. Doch aus biologischer Sicht sind Pilotwale ebenso eine Delfinart. Der Teufel hat somit weiterhin viel zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Da es wohl kaum einem Zuschauer gelingen wird, die zahlreichen, im Abspann genannten Adressen von Hilfsorganisationen zu notieren, hier eine kleine Auswahl:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;www.delfine.org&lt;br /&gt;www.SaveJapanDolphins.org&lt;br /&gt;www.opsociety.org&lt;br /&gt;www.oceancare.org&lt;br /&gt;www.prowildlife.de&lt;br /&gt;www.peta.de&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-8934684970441702379?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/8934684970441702379/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=8934684970441702379' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8934684970441702379'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8934684970441702379'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_10_01_archive.html#8934684970441702379' title='„Die Bucht – The Cove“ (Kinostart: 22. Oktober 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-3058769240678364533</id><published>2009-10-15T15:34:00.004+02:00</published><updated>2009-10-15T15:35:20.296+02:00</updated><title type='text'>„Das weiße Band“ (Kinostart: 15. Oktober 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ein weißes Band, befestigt an den linken Oberarm, soll die Kinder daran erinnern, ihre Taten zu bereuen und „brandmarkt“ sie gut sichtbar für jeden als Sünder. Für den Pfarrer (Burghart Klaußner) eines Dorfes im protestantischen Norden Deutschlands, am Vorabend des Ersten Weltkriegs, hat dieses Ritual nicht nur symbolischen Charakter. Es steht ebenso für Regeln, Ordnungen und traditionelle Verhaltensweisen, über welche er zusammen mit dem Gutsherrn (Ulrich Tukur), dem Verwalter (Josef Bierbichler) und vielen anderen wacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Strenge und Sittlichkeit, sowie Gottesfurcht und Bestrafungen bestimmen hier den Alltag. Ein trügerischer Frieden herrscht vor, bis eines Tages seltsame Unfälle geschehen. Menschen verschwinden, Verdächtigungen werden geäußert, weiße Bänder sichtbar. Doch Erklärungen bleiben aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Michael Haneke zählt nicht erst seit seinen radikalen Werken „Funny Games“ (1997/2007), „Die Klavierspielerin“ (2001) oder „Caché“ (2005) zu den aufregendsten und unberechenbarsten Filmemachern unserer Zeit. „Es ist ein Haneke-Film, der Rest ist mir egal.“ lautete sein störrischer Kommentar zu „Das weiße Band“, der sicherlich nicht jedem Zuschauer schmecken wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stoisch, fast bewegungslos, beobachtet die Kamera in 145 Minuten das Leben einer Dorfgemeinschaft, die nur auf den ersten Blick in schwarz und weiß – wie die Bilder selbst – zu unterscheiden ist. Unter der strengen Hand einiger weniger brodelt Aggression und Wut, welche sich zunehmend ihre Bahnen an die Oberfläche sucht, während selbst die „Heiligen“ sehr zweifelhafte Verhaltensweisen an den Tag legen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Film voller Andeutungen, Interpretationsmöglichkeiten und einprägsamer Momente. Ein Film über das Geschöpf Mensch. Ein Film, der zu recht die „Goldene Palme“, den Hauptpreis, bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes erhielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 21. Oktober 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-3058769240678364533?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/3058769240678364533/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=3058769240678364533' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3058769240678364533'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/3058769240678364533'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_10_01_archive.html#3058769240678364533' title='„Das weiße Band“ (Kinostart: 15. Oktober 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2337556699806525775</id><published>2009-10-15T15:32:00.002+02:00</published><updated>2009-10-15T15:34:04.824+02:00</updated><title type='text'>„Away we go – Auf nach irgendwo“ (Kinostart: 15. Oktober 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Das Leben, eine Reise&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kinder kriegen ist nicht schwer – Eltern sein dagegen sehr. Sam Mendes weiß Abhilfe und schickt ein Paar auf einen witzig-charmanten Trip durch Amerika.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gigantischer Bauchumfang, wenig Geld, viel Muffensausen. Schwanger zu sein und Verantwortung übernehmen zu müssen, versetzt dem jungen Paar Verona (Maya Rudolph) und Burt (John Krasinski), beide um die 30, einen gehörigen Schreck. Zwar ist die Liebe stark, das gemeinsame Miteinander routiniert und fernab von Langeweile. Gleichwohl: So richtig bereit für ein familiäres Dreiergespann „Mama-Papa-Kind“ fühlen sie sich kaum, ist der eigene Platz, das passende Zuhause noch nicht gefunden. Ebenso wenig hilfreich ist da der zweijährige Urlaub von Burts Eltern im belgischen Antwerpen, der einen Monat vor Veronas Niederkunft beginnen soll und beide allein zurücklässt. Was bleibt, ist die Flucht nach vorn. Ein Trip zu Veronas Geburtshaus soll Erleuchtung, Besuche bei Kollegen, Verwandten und Freunden erste Ideen zum perfekten Familienglück bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der an die Innentasche einer Jacke getackerte Reiseplan lässt es bereits erahnen: Was folgt, ist ein munteres Roadmovie, das dem planlosen jungen Paar ein Kaleidoskop an Lebensentwürfen präsentiert, von denen etliche furchterregend, einige passabel und nur einer der perfekte sein wird. Witzig ist dies allemal, wirklich neu hingegen nicht. Denn neben einer frustrierten und sich im Sarkasmus wälzenden Ex-Arbeitskollegin, Ehefrau und Mutter (Alison Janney), begegnen sie dabei auch einer Karrierefrau, Veronas Schwester (Carmen Ejogo), einer inzwischen zur New-Age-Prophetin mutierten Freundin aus Kindertagen (Maggie Gyllenhaal) mit einer Abneigung gegen Buggys, sowie zwei Kommilitonen, die ihr Glück mit Adoptivkindern gefunden haben. Das ist schön, unterhaltsam – und doch ein wenig vorhersehbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schön, unterhaltsam, ein wenig vorhersehbar&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regisseur Sam Mendes („Zeiten des Aufruhrs“) und seine beiden Autoren wagen es erst gar nicht, der bunten familiären Vielfalt auf der Leinwand auch ein paar verbale Spitzen in Bezug auf die gesellschaftlichen Zustände im eigenen Land beizugeben. Mendes verweilt viel lieber beim Abbilden von seltsamen Verhaltensweisen oder schlichter Provokation auf „American-Pie“-Niveau. Spätestens beim finalen Besuch von Burts Bruder, dessen Frau ihn soeben mit seiner Tochter zurück gelassen hat, wirken auch die ständigen, auf ewig geltenden Liebesbekundungen beider Protagonisten etwas naiv.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch vielleicht braucht man diesen Blick auf die Welt, den „Away we go“ in aller Konsequenz erzählt. Denn rational und mit System ist weder eine Familie noch eine Liebe zu erhalten. Gleich, wie viele gute oder schlechte Beispiele im eigenen Umfeld ihr Dasein fristen, der tägliche Kampf ist der eigene. Keine essenziell neue Erkenntnis, was den Film schlussendlich auch ein wenig ins Leere laufen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein Œuvre ohne Reise&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich einem Musiker, der scheinbar von Geburt aus verpflichtet ist, irgendwann in seiner Karriere ein Album mit traditionellen Weihnachtsliedern aufzunehmen, siehe aktuell Bob Dylan, kommen Regisseure offenbar nicht umhin, ihrem Œuvre stets ein Roadmovie hinzuzufügen. Nach Jim Jarmusch („Broken Flowers“) und Alexander Payne („About Schmidt“) nun also Sam Mendes. Wobei dessen Werk in vielerlei Hinsicht an die herrlich brachiale Komödie „Ein Ticket für zwei – Planes, Trains &amp; Automobiles“ aus dem Jahr 1987 erinnert. Die beiden Komiker Steve Martin und John Candy gaben hier ein Reiseduo wider Willen, das sich – ebenso wie in „Away we go“ – via Flugzeug, Zug und PKW Richtung Heimat begibt und dabei allerlei Hürden zu überwinden hat. Nur waren es da die Tücken eines viel zu kleinen Hotelzimmers, die Nasenhöhlenentzündung des Partners oder übergroße Unterhosen als Handtuchersatz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mag sein, dass auch Sam Mendes ähnliche Erlebnisse während der Schwangerschaft seiner Gattin Kate Winslet durchleben musste und sein Wissen nun an alle Eltern in spe weitergeben will. Ein amüsanter Ratgeber für das erste Kind sozusagen. Ein Film, den man daher nur einmal zu schauen braucht – dann aber aufmerksam, gut gelaunt und nicht zu verkrampft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine gekürzte Fassung des Textes erschien am 15. Oktober in der „Sächsischen Zeitung“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2337556699806525775?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2337556699806525775/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2337556699806525775' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2337556699806525775'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2337556699806525775'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_10_01_archive.html#2337556699806525775' title='„Away we go – Auf nach irgendwo“ (Kinostart: 15. Oktober 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-1244143421955573590</id><published>2009-10-07T15:43:00.003+02:00</published><updated>2009-10-07T15:44:53.250+02:00</updated><title type='text'>„Männerherzen“ (Kinostart: 8. Oktober 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Til Schweiger in einer Liebeskomödie. Til Schweiger als charmanter Womanizer, dem keine Frau widerstehen kann. Til Schweiger als Til Schweiger. Doch diesmal heißt das Endprodukt weder „Keinohrhasen“, noch „Barfuss“, entspringt das Drehbuch nicht dem Schweigerkosmos und ist der Regieposten ebenso anderweitig vergeben. In Bezug auf Komik, Umsetzung und Darstellerrekrutierung steht „Männerherzen“ jenen Vorbildern allerdings in nichts nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sechs Kerle zwischen 25 und 45 (darunter Christian Ulmen, Wotan Wilke Möhring, Justus von Dohnányi und Schweiger) stehen im Mittelpunkt dieser betont leichtfüßigen Komödie um das ewige Mysterium „Mann“ und dessen manchmal platte, oftmals seltsame Art und Weise, sich dem weiblichen Geschlecht zu nähern. Vom schüchternen Single über den Macho bis hin zum überforderten Ehegatten in spe ist jede Variante präsent und kämpft, liebt, scheitert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einzig der geschiedene U-Bahn-Führer Roland hat nicht nur mit seinem Eheaus, sondern auch mit den Folgen eines verheerenden Unfalls zu hadern, was dem Film zwar etwas Tiefe gibt, zu den anderen, weitaus oberflächlicher angelegten Charakteren aber nicht so recht passen will. Überhaupt begnügt sich Regisseur Simon Verhoeven leider viel zu oft damit, lediglich schon bekannte Vorurteile, Macken und Eigenarten der porträtierten Spezies aneinanderzureihen, ohne daraus einen hintergründigen, oder zumindest satirischen Film zu entwickeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht war dies auch gar nicht sein Anliegen, was bei der Vielzahl an Gags und „Kenn-ich“-Momenten nicht weiter ins Gewicht fällt und vielmehr den puren Unterhaltungswert fördert. Eben ganz so, wie es sich die Fans von Schweiger wünschen, dessen eigener Beitrag zum alltäglichen Beziehungswahnsinn, „Zweiohrküken“, schon im Dezember folgt. Seine Rolle darin: Til Schweiger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 7. Oktober 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-1244143421955573590?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/1244143421955573590/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=1244143421955573590' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1244143421955573590'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1244143421955573590'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_10_01_archive.html#1244143421955573590' title='„Männerherzen“ (Kinostart: 8. Oktober 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2718395543124016577</id><published>2009-10-01T16:01:00.003+02:00</published><updated>2009-10-01T16:04:34.998+02:00</updated><title type='text'>„Es kommt der Tag“ (Kinostart: 01. Oktober 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Nicht jedem Film tut es gut, tragende Rollen mit Theaterschauspielern zu besetzen. Auch das Drama „Es kommt der Tag“ von Susanne Schneider wird sich dieses Vorwurfs sicherlich mehr als einmal erwehren müssen. Im schlechtesten Fall spielen Bühnen- und Leinwandakteure, deren Präsenz, Artikulation und vor allem textliche Betonung oftmals variieren, aneinander vorbei. Im besten Fall hingegen - so wie in diesem Film - erlebt der Zuschauer eine schauspielerische Performance der Extraklasse, die keinen Zweifel daran lässt, dass sich hier zwei Künstler nichts schenken, sich seelisch entblößen und genau fühlen, was sie äußern. Für manche mag es übertrieben wirken, für das momentan im darstellerischen Mittelmaß ertrinkende Cineastenauge ist es eine willkommene Abwechslung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Katharina Schüttler, mehrfach ausgezeichnete Theaterschauspielerin (aufsehenerregend ihre Darstellung von „Hedda Gabler“ 2005 in Berlin) und seit 2000 auch im Kino unterwegs („Sophiiiie!“, „Wahrheit oder Pflicht“) verkörpert Alice, eine zornige junge Frau, die es ins Elsass nahe der deutschen Grenze treibt. Durch einen absichtlich herbeigeführten Unfall kommt sie bei dem Franzosen Jean Marc und dessen Familie unter – nicht zufällig, wie seine distanzierte, deutsche Frau Judith (Iris Berben) bald erkennt. Denn Alice ist ihre eigene Tochter, die sie vor fast 30 Jahren zur Adoption freigegeben hat, als sie vor der Polizei flüchtete, untertauchte und eine neue Identität annahm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Iris Berben, inzwischen 59 Jahre alt und im TV immer noch omnipräsent, zeigt hier endlich auch auf Großformat, was sie kann. Ähnlich erging es schon Elmar Wepper in „Kirschblüten -Hanami“, Kritikerlob und der Deutsche Filmpreis waren da der gerechte Lohn. Nun also die Berben. Und ja, es ist ein Fest! Sie und Schüttler spielen ehrlich, verletzlich, verletzend, herausfordernd, punktgenau. Regisseurin Schneider steuert dazu messerscharfe Dialoge und Szenenkompositionen bei, welche beispielsweise ein an sich harmloses Mittagessen im Hausgarten zu einem verbal brutalen Katz- und Mausspiel werden lässt, das noch lange nachwirkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es kommt der Tag“ ist ein herausragend gespieltes und inszeniertes Familiendrama, das die Themen Verantwortung, Schuld und Vergebung im Kontext historischer Ereignisse rund um die „68er“ aufwirft und hinterfragt. Mitreißend, streitbar, sehenswert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2718395543124016577?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2718395543124016577/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2718395543124016577' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2718395543124016577'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2718395543124016577'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_10_01_archive.html#2718395543124016577' title='„Es kommt der Tag“ (Kinostart: 01. Oktober 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-1824134621250868757</id><published>2009-10-01T15:49:00.003+02:00</published><updated>2009-10-04T11:45:02.253+02:00</updated><title type='text'>„Pandorum“ (Kinostart: 1. Oktober 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Da ist er wieder, dieser - Verzeihung - Dilettant. Paul W.S. Anderson steht schon seit einigen Filmen auf meiner imaginären „Liste der zu vermeidenden Regisseure“. Ob „Event Horizon“ (1997), „Resident Evil“ (2002), oder „Alien vs. Predator“ (2004), dieser Mann ist ein einziges Ärgernis in Bezug auf Qualität und Halbwertszeit seiner Werke. Ausnahmen bestätigen die Regel, sein letztes B-Movie „Death Race“ (2008) hatte sogar so etwas wie Charme (siehe Rezension vom November 2008).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zurück zur Hasstriade: Auch wenn er „Pandorum“ nur als Produzent beiwohnte, ist sein Einfluss unübersehbar. Christian Alvart, Regisseur dieses SciFi-Actioners, biedert sich hier dermaßen an die Sehgewohnheiten eines gerade von Anderson propagierten Stils an, man mag es nicht für möglich halten. Dies ist umso trauriger, da Alvart vor vier Jahren mit „Antikörper“ einen finsteren, tiefgründigen Thriller vorgelegt hat, der sich zwar auch an amerikanischen Vorbildern orientierte (vor allem „Das Schweigen der Lämmer“), diese aber respektvoll zitierte und sinnvoll mit eigenen, guten Ideen ergänzte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anleihen an Klassiker des Genres, wie beispielsweise „Alien“ oder „Blade Runner“, sind auch hier im Übermaß zu entdecken, deren Level erreicht „Pandorum“ jedoch zu keinem Zeitpunkt. Kaum Variation, keinerlei Innovation. Stattdessen das immer gleiche Prinzip des Abzählreims, wonach jede Figur früher oder später das Zeitliche segnet. Dabei klingt die Grundidee gar nicht so blöde: Zwei Besatzungsmitglieder eines Raumschiffs (Dennis Quaid und Ben Foster) wachen nach einer langen Schlafphase auf, können sich allerdings an nichts erinnern. Sie beschließen, sich bis zur Kommandobrücke durchzuschlagen, finden auf dem Weg dorthin weitere Überlebende, müssen sich dabei jedoch auch einigen schauerlichen Gestalten im Blutrausch erwehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Womit ein weiteres Problem genannt wäre: Stand das „Stan Winston Studio“ zu Lebzeiten des Masken- und Special-Effects-Meisters* noch für angsteinflößende, unverwechselbare und überaus erinnerungswürdige Monsterkreationen, verkommt die Effekteschmiede zunehmend zum auswechselbaren Wunderladen. Weder die Kreaturen, noch deren Verhalten beeindrucken den vorbelasteten Genrefreund. Wohl auch deshalb entschied sich Alvart - offenbar ganz im Sinne Andersons - viel zu hektische Schnitte, armselig ausgeleuchtete Sets und langweilige Kampfszenen mit einem überaus störenden Score zu unterlegen um zumindest etwas Atmosphäre zu transportieren. Ergebnis: Mission definitiv gescheitert. Schon ein Nichtzeigen der missgebildeten Gegenspieler hätte genügt, dem Film zumindest bis zur Hälfte ein wenig Spannung zu gönnen. Hätte genügt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alibifiguren, ein zwar nett anzusehendes, aber von den Dialogen immens ablenkendes Dekolleté der unvermeidlichen weiblichen Kampfamazone (Ellen Ripley ich hör die trapsen), das schlichte inhaltliche und optische Nachäffen amerikanischer Vorbilder, die große Verwunderung über Alvart und die Negierung seiner eigentlichen Fähigkeiten. Alles Faktoren, die „Pandorum“ zu einer der größten Enttäuschungen des laufenden Kinojahres machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*Stan Winston (1946-2008) galt als einer der führenden Make-up-Designer und Effektspezialisten der Welt und wurde für seine Arbeit vier Mal mit dem Oscar ausgezeichnet. Zu seinen bekanntesten Kreationen zählen die Effekte in „Terminator“, „Aliens“, „Predator“, „Edward mit den Scherenhänden“, „Jurassic Park“ und „Iron Man“. Als Vorreiter und Revolutionär hat er als Experte für Spezialeffekte das Kino des 20. Jahrhunderts maßgeblich mitgestaltet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-1824134621250868757?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/1824134621250868757/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=1824134621250868757' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1824134621250868757'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/1824134621250868757'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_10_01_archive.html#1824134621250868757' title='„Pandorum“ (Kinostart: 1. Oktober 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7330067239102270665</id><published>2009-09-28T15:10:00.002+02:00</published><updated>2009-09-28T15:13:26.646+02:00</updated><title type='text'>im nachgang: „Sturm“ von Hans-Christian Schmid</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Zwar liegt der Bundesstart nun schon einige Wochen zurück (10. September 2009), doch ist es mir ein großes Anliegen, diesem wunderbaren Film ein paar Zeilen zu widmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt bisher nur wenige Filme, die sich mit den Verbrechen und Folgen des sogenannten „Jugoslawienkonflikts“ befasst haben. Besonders außereuropäische Filmemacher wagen es selten bis nie, sich dieses komplexen Themas anzunehmen, was passenderweise dem gesellschaftlichen Bewusstsein diesbezüglich entgegen zu kommen scheint. Zwei sehenswerte Ausnahmen boten Richard Shepards Poltisatire „Hunting Party“ von 2007 mit Richard Gere und Terrence Howard in den Hauptrollen, eine spannend-ironische Abrechnung mit der UN, CIA und deren „Engagement“ in Mitteleuropa, sowie Michael Winterbottoms radikal-authentisches „Welcome to Sarajevo“ (1997), unter anderem mit Kerry Fox.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie ist es auch, die uns nun in „Sturm“ von Hans-Christian Schmid wieder zurück in das vom Krieg Mitte der 1990er Jahre immer noch gezeichnete Sarajevo nimmt. Spuren an den Häuserwänden, jedoch vor allem in den Erinnerungen der Menschen sind überall präsent, Misstrauen, Skepsis und Angst ebenso. „Sturm“ weiß diese Atmosphäre in all ihrer Bedrohlichkeit und Verzweiflung fabelhaft einzufangen, dank kluger Dramaturgie, interessanten Figuren und wertungsfreier Abbildung politischer Gegebenheiten. Letzteres vor allem im niederländischen Den Haag, einem Ort, wo Gerechtigkeit zur Verhandlungssache werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn Hannah Maynard (Kerry Fox) arbeitet hier am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien. Als Juristin und Anklägerin ist es ihre Aufgabe, einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher hinter Gitter zu bringen. Zu Recherchezwecken reist sie nach Sarajevo und findet in Mira (Anamaria Marinca, bekannt aus „4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage“) eine Zeugin, die möglicherweise zu einer Aussage bereit wäre. Dass bosnisch-serbische Nationalisten, die eine Verurteilung verhindern wollen, daraufhin mit ihren Säbeln rasseln, überrascht Hannah zunächst kaum. Doch auch in Den Haag bauen sich plötzlich neue Hürden auf, werden Absprachen mit Anwälten getroffen, Maulkörbe verteilt und internationale Interessen über das Schicksal von Mira gestellt, deren persönliche Geschichte beispielhaft für so viele andere Opfer steht. Gerechtigkeit ist halt Verhandlungssache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oftmals verwundert das scheinbar langsame und nur in seltenen Fällen fruchtbare Arbeiten der ICTY (International Criminal Tribunal For The Former Yugoslavia) in Den Haag. Doch Schmid gelingt das Kunststück, genau hier präzise und verständlich die Komplexität jedes einzelnen Falles zu verdeutlichen. Auch wenn seine Hauptfigur Hannah überzeugt, engagiert und moralisch gerecht vorgeht, weiß sie von den Hindernissen und Gräben, die es zu überwinden gilt, bevor ein zweifelsfrei schuldiger Kriegsverbrecher in einem fairen und trotzdem von eindeutigen Indizien getragenen Prozess angeklagt werden kann. Denn, so Michael Karnavas, ein in Den Haag tätiger Verteidiger: „Alle Urteilssprüche wären ohne eine gute Verteidigung wertlos. Und der bloße Umstand, dass wir Menschen vertreten, die vielleicht etwas Schlimmes getan haben könnten, heißt nicht, dass wir gutheißen, was sie getan haben.“ Das bringt die Crux der Chose treffend auf den Punkt: Werde Täter und nutze die Rechte eines Angeklagten. Werde Opfer und fürchte die Rechte eines Angeklagten. Denn Gerechtigkeit bleibt Verhandlungssache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem Interview gab Schmid an, einen Stoff gesucht zu haben, mit dem er einen Film im Sinne des „New Hollywood“ hätte machen können. Eine Eigenschaft dieses Genres war es immer, reale Geschichten der Gegenwart kritisch und spannend zu präsentieren. Dies ist ihm mit „Sturm“ auf großartige Weise gelungen. Ein wichtiger, wütender und zutiefst menschlicher Film. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Interessante Einblicke, historische Fakten zum Krieg im ehemaligen Jugoslawien, sowie aktuelle Prozessberichte und Internet-Liveübertragungen zu laufenden Verhandlungen bietet die offizielle Webseite des ICTY: www.icty.org.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Kinokalender Dresden“, Ausgabe Oktober 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7330067239102270665?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7330067239102270665/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7330067239102270665' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7330067239102270665'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7330067239102270665'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_09_01_archive.html#7330067239102270665' title='im nachgang: „Sturm“ von Hans-Christian Schmid'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-679554515776748607</id><published>2009-09-24T17:23:00.002+02:00</published><updated>2009-09-24T17:23:36.908+02:00</updated><title type='text'>„Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen“ (Kinostart: 24. September 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Ein bewegendes Porträt der faszinierendsten Frauenfigur des Mittelalters“ soll es sein, jener neue Film von Margarethe von Trotta, den die vielfach ausgezeichnete Regisseurin, Autorin und Fassbinder-Aktrice drei Jahre nach „Ich bin die Andere“ nun präsentiert. Da sind große Erwartungen tatsächlich gerechtfertigt, zumal die Biographie der Bingen (1098-1179) genug Potenzial für interessante Einblicke zur Rolle der Frau im Mittelalter hergibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit acht zur religiösen Erziehung in ein Kloster gegeben, entscheidet sie sich für ein Leben als Nonne, wird Äbtissin eines Frauenklosters, entdeckt die Heilkraft von Kräutern, komponiert eigene Musikstücke und bringt göttliche Visionen zu Papier. Ein Novum im 12. Jahrhundert, was heftige Widerstände innerhalb der Klostermauern bedingt. Nach päpstlicher Anerkennung ihrer Gabe gründet sie ein Frauenkloster bei Bingen, das fortan als Wallfahrtsort landesweit Aufmerksamkeit erlangt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was womöglich als Rebellenstück gegen kirchliche Engstirnigkeit gedacht war, entpuppt sich im Fall von „Vision“ als spannungsarmes Kammerspiel, dessen kühle, eindimensional aufspielende Hauptdarstellerin (Barbara Sukowa) enttäuscht, während das Drehbuch von Bingens soziale und gesellschaftliche Bedeutung völlig außer Acht lässt. Formal verärgern fehlende Untertitel für lateinische Phrasen, inhaltlich bleibt die naive Ergebenheit ihrer Schülerin (Hannah Herzsprung) wie so vieles unerklärt. „Vision“ hat kein Interesse, diese historische Figur einem Publikum abseits ihrer Verehrer nahezubringen und gleicht eher einer filmischen Heiligsprechung. Verschenkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der „Sächsischen Zeitung“ (PluSZ) vom 24. September 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-679554515776748607?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/679554515776748607/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=679554515776748607' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/679554515776748607'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/679554515776748607'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_09_01_archive.html#679554515776748607' title='„Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen“ (Kinostart: 24. September 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-8741315225173400735</id><published>2009-09-16T15:56:00.001+02:00</published><updated>2009-09-16T15:59:46.927+02:00</updated><title type='text'>„Oben“ (Kinostart: 17. September 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Schon wieder ein Jahr vergangen? Stets Mitte September schenkt uns die Animationsschmiede Pixar einen neuen Leinwandspaß, oder treffender: einen abendfüllenden Trick- („Oben“) mitsamt amüsantem Vorfilm („Teilweise wolkig“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch „Oben“-Hauptfigur Carl, ein grantiger alter Mann, der sein Haus tapfer und beinahe hoffnungslos gegen fiese Bauunternehmer verteidigt, wundert sich über den Verbleib seiner Lebenszeit. Schon immer hatte er den Traum, zusammen mit seiner großen Jugendliebe Elli einmal nach Südamerika zu reisen. Nun ist Elli fort, Carl verwitwet und sogar ein Treppenlift zur Etagenbezwingung nötig. Irgendwann hat Carl genug und wagt ein letztes großes Abenteuer: Er befestigt tausende Luftballons an seinem Dach und fliegt der Langeweile einfach davon. Mit an Bord: Pfadfinder Russell, der soeben die Veranda betrat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Erfolgsbilanz von Pixar ist erstaunlich: neun Oscars, unzählige Nominierungen und weltweiter Erfolg bei Jung und Alt. Das kalifornische Unternehmen zählt zweifellos zu den Wegbereitern animierter Filmkunst und schafft es auch mit seinem zehnten Abenteuer wieder zu begeistern. Wobei der Einfluss des ehemaligen Konkurrenten und neuen Kooperationspartners Disney jedoch diesmal stärker hervortritt, als noch in früheren, frecheren Werken („Monster AG“, „Wall•E“): Nach einer sehr emotionalen und ernsten Einleitung, die Carls Leben und Verluste beleuchtet, wandelt sich „Oben“ mit zunehmender Laufzeit in ein actionreiches, vor allem Kinder ansprechendes Feuerwerk, das zwar gewohnt fabelhafte Animationen und gelungene Seitenhiebe auf’s Älterwerden bietet, mit sprechenden Hunden, die Flugzeuge steuern können allerdings auch ein wenig inhaltliches Potenzial verschenkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Kritik beiseite, „Oben“ macht Spaß, unterhält prächtig und hat mit dem Duo Carl/Russell ein unschlagbares Team zu bieten!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-8741315225173400735?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/8741315225173400735/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=8741315225173400735' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8741315225173400735'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8741315225173400735'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_09_01_archive.html#8741315225173400735' title='„Oben“ (Kinostart: 17. September 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5233343653818723099</id><published>2009-09-08T14:31:00.003+02:00</published><updated>2009-09-08T14:36:04.946+02:00</updated><title type='text'>„Antichrist“ (Kinostart: 10. September 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Lars von Trier nennt ihn den „wichtigsten Film meiner ganzen Karriere“. Schon auf dem Filmfestival von Cannes, wo er seinen neuen 100Minüter dieses Jahr vorstellte, nutzte der umstrittene Däne das Podium, um auf die physische und psychische Grenzüberschreitung hinzuweisen, die er mit „Antichrist“ vollzogen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Tat ist das in Nordrhein-Westfalen entstandene Werk eine Herausforderung für den Zuschauer. Visuell als auch erzählerisch lässt von Trier seine Dämonen von der Leine und auf sein Publikum los, das es im besten Fall gar nicht erst wagt, den Saal zu verlassen.&lt;br /&gt;Grundlage für das schemenhafte Skript bildete eine Depression von Triers, die ihn vor zwei Jahren zur Tatenlosigkeit verdammte: „Alles, egal was, schien unwichtig, trivial. Ich konnte nicht arbeiten. Das Drehbuch wurde ohne großen Enthusiasmus beendet und verfilmt, da dabei nur die Hälfte meiner körperlichen und intellektuellen Kapazität genutzt wurde.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einzigen Figuren des Films werden verkörpert von Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe, beides Darsteller, die schon öfter Charaktere jenseits von Gut und Böse gaben. Beide durchwandeln einen alptraumhaften Weg inmitten eines dunklen Waldes, wo „er“, ausgebildeter Psychologe, „sie“ therapieren und von Schuldgefühlen befreien will, die sie nach dem Unfalltod ihres gemeinsamen Kindes hat.&lt;br /&gt;„Antichrist“ exerziert das Seeelenleben und die Ehe der beiden und gleicht in seiner spartanischen Umsetzung eher einem Theaterstück, das im letzten Drittel die psychologische Ebene hinter sich lässt, um fortan in aller optischen Deutlichkeit die Folgen körperlicher Gewalt zu präsentieren. Sexualität und Verderben gehen Hand in Hand, isoliert von der Außenwelt kommt es zum Kampf Frau gegen Mann, möglicherweise Bestie gegen Mensch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch ist diese Konstellation keinesfalls Zufall. Das Bild, welches von Trier hier (einmal mehr) vom Geschöpf „Frau“ entwirft, könnte angsteinflößender, verletzlicher und stärker nicht sein. Ein Blick zurück auf „Dogville“ unterstreicht die Vermutung, von Trier sehe den weiblichen Organismus nicht zum ersten Mal als Ursache und Triebfeder des Bösen. Dass diese Sichtweise dem Film mitnichten eine angenehme Auflösung beschert, dürfte bereits früh klar sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unabhängig von allen inhaltlichen Aspekten, über die es nach dem Film zu diskutieren lohnt, bleibt „Antichrist“ allerdings auch wegen eines anderen Merkmals in Erinnerung: Selten zuvor gelang es einem Filmemacher, eigene dunkle Erfahrungen so überwältigend groß, bedrohlich und konsequent auf Leinwand zu bannen. Nochmal von Trier: „Ich würde Sie gerne zu einem kleinen Blick hinter die Kulissen einladen, einen Blick in die dunkle Welt meiner Fantasie. In die Natur meiner Ängste, in die Natur von `Antichrist´.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na dann: wer traut sich?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5233343653818723099?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5233343653818723099/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5233343653818723099' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5233343653818723099'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5233343653818723099'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_09_01_archive.html#5233343653818723099' title='„Antichrist“ (Kinostart: 10. September 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-9020580099567340524</id><published>2009-09-08T14:28:00.002+02:00</published><updated>2009-09-08T14:29:00.283+02:00</updated><title type='text'>„Fighting“ (Kinostart: 10. September 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Wenn Kunst immer auch ein Zeugnis jener Zeit ist, in der sie entsteht, dann leben wir momentan in einer sehr schlimmen und traurigen Epoche. Schlimm, weil solch Blödsinn wie „Fighting“ überhaupt erdacht, finanziert und realisiert wird. Traurig, da es genug Menschen geben wird, die sich daran erfreuen, es akzeptieren und nachäffen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Shawn (Channing Tatum) kommt nach New York, übt sich als Straßenverkäufer und wird bei der Verfolgung eines Diebes (!) von Harvey Boarden (Terrence Howard) „entdeckt“. Boarden verdient sein Geld mit illegalen Faustkämpfen, bei denen sich grenzdebile Muskelpakete die Körper zu Brei schlagen. Shawn steigt ein, wird zum neuen Helden der Szene und verliebt sich dank/trotz herrlich naivem Dackelblicks in eine alleinerziehende Kellnerin (Zulay Henao), die zusammen mit ihrem Sohnemann bei Oma wohnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es fällt mir schwer, diesen Film zu kritisieren, ohne dabei dem Zielpublikum ein paar Worte zu widmen. Offensichtlich ist „Fighting“ nämlich nicht so weit von der Realität entfernt, wie ich es gern glauben möchte. Angesichts wachsender gewalttätiger Übergriffe, übermäßigem Alkoholkonsum und dem Verlust verbaler Ausdrucksfähigkeit, scheint das hier dargestellte Verhalten, Denken und Leben junger Menschen keine Drehbuchfantasie zu sein. Umso erschütternder, wie wenig gehaltvoll dieser Quatsch daherkommt. Eine Endlosschleife von Klischees, eingefangen in einer hippen Bildästhetik, untermalt mit den neuesten Klingeltonanwärtern, gekrönt mit einer drastischen und ärgerlichen finalen Aussage. In der Summe also all das, was genau jenes Publikum anspricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einigen Jahren noch, am Anfang meiner Tätigkeit als Kinofilmrezensent, hätte ich mich über solchen Unsinn noch amüsiert, ihn als anspruchslosen, harmlosen Partyfilm bezeichnet und für den „Genuss am Freitagabend“ in Anwesenheit von männlichen Freunden und eines Kasten Bier empfohlen. Inzwischen beängstigt es mich jedoch vielmehr, in welcher Fülle solche Inhalte via Film und vor allem auch via Musik verbreitet, heroisiert und finanziell belohnt werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-9020580099567340524?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/9020580099567340524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=9020580099567340524' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/9020580099567340524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/9020580099567340524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_09_01_archive.html#9020580099567340524' title='„Fighting“ (Kinostart: 10. September 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-7261949514085358653</id><published>2009-09-04T11:33:00.001+02:00</published><updated>2009-09-04T11:35:52.258+02:00</updated><title type='text'>„Final Destination 4“ (Kinostart: 3. September 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Den vierten Teil einer Horrorfilmreihe zu rezensieren, ist eigentlich ein Leichtes. Recycelte Storyelemente, kaum Innovation, vorhersehbarer Verlauf. Doch Moment! Wer behauptet denn, Fans und Freunde mehrteiliger Messer- und Metzelschlachten seien anspruchslos, leicht zu befriedigen und nicht an Neuem interessiert?&lt;br /&gt;Dass selbst im Horrorgenre mit jedem neuen Aufguss einer Geschichte Einzigartiges geschaffen werden kann, machten – zumindest bis zu Teil drei – die „Alien“-Filme deutlich. Auch im „Saw“-Universum sind mit gutem Willen ab und an Ansätze von frischen Ideen erkennbar. Freilich kaum vom strengen Kritiker gewürdigt, wird dadurch versucht, die jährlich wiederkehrende Schlachterplatte so lang wie möglich vor einem „Halloween“- oder „Freitag, der 13.“-Schicksal zu bewahren, deren inzwischen sieben beziehungsweise neun Fortsetzungen dem jeweiligen Original nahezu bis auf jede Blutfontäne gleichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trägt ein Film nun den Titel „Final Destination 4“, so knüpft der vorbelastete Zuschauer beim Lösen des Kinotickets selbstverständlich einige bestimmte Erwartungen. Die Grundaussage, Gevatter Tod holt sich seine Opfer mittels geschickt platzierter Zufälle im Alltag, kann als bekannt vorausgesetzt werden, die Art und Weise der „Unfälle“ sind eigentliches Herzstück und Hauptdarsteller der Serie.&lt;br /&gt;Als die beiden „Akte-X“-Autoren Glen Morgan und James Wong im Jahr 2000 Teil eins präsentierten, gelang ihnen ein witzig-gruseliges Thrillerstück, in dem Flugzeuge, Badezimmer, Computer und Stromleitungen zu unerwarteten Todesfallen mutierten. War es in der Fortsetzung eine Autobahn, so stolperten die meist unbekannten Darsteller im dritten Aufguss schon viel zu ungelenk über seltsam auffällige Fallen in einem Freizeitpark. „Final Destination 4“ indessen ist die Realität inzwischen vollkommen abhanden gekommen: Hier fliegen Fahrzeuge, Steine und sonstige Wurfgeschosse dermaßen künstlich, treffsicher und zermanschend durch die Gegend, dass es für Fans ein einziges Ärgernis ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungewollten Witz erhält das Machwerk dank hilflos nach inhaltlicher Tiefe suchenden Darstellern, die – auch dies eine Beleidigung für den denkenden Zuschauer – jedes Klischee einer jugendlichen Clique erfüllen. Tatsächlich schert sich Regisseur David R. Ellis einen Dreck um seine Figuren, was das erschreckend unbekümmerte Verhalten selbiger nach dem Ableben eines Gruppenmitglieds eindrucksvoll beweist.&lt;br /&gt;Wie es im Rahmen eines unterhaltsamen 3D-Horrorfilms besser geht, hat „My Bloody Valentine“ Anfang des Jahres fabelhaft bewiesen. Und dass dieses Genre und sein Publikum mehr verdient hat als „Final Destination 4“, bleibt hoffentlich kein Wunschdenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der „Sächsischen Zeitung“ vom 4. September 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-7261949514085358653?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/7261949514085358653/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=7261949514085358653' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7261949514085358653'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/7261949514085358653'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_09_01_archive.html#7261949514085358653' title='„Final Destination 4“ (Kinostart: 3. September 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2593388449286160958</id><published>2009-09-02T15:13:00.002+02:00</published><updated>2009-09-02T15:18:25.773+02:00</updated><title type='text'>„Whisky mit Wodka“ (Kinostart: 3. September 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Eine anständige Mischung, die Regisseur Andreas Dresen („Halbe Treppe“, „Sommer vorm Balkon“) seinem Hauptdarsteller Henry Hübchen alias Otto Kullberg da ins Glas füllt. Nur für den Film-im-Film natürlich, in dem Otto seine Kollegen vom Set nebst hervorragender Schauspielkunst vor allem mit Trinkfestigkeit überrascht. Um einem finanziellen Fiasko zu entgehen, heuert der Produzent deshalb einen ebenso talentierten Ersatz für Otto an (Markus Hering), welcher jede einzelne Szene im Anschluss gleich nochmal dreht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungeheuerlich, ein Verrat sondergleichen und doch für Otto ein Katalysator, um nun alles zu geben, den Nachwuchsstar vorzuführen und seiner Exfrau (Corinna Harfouch), ebenfalls Schauspielerin, die verpassten Möglichkeiten eines gemeinsamen Lebens noch einmal vor Augen zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seiner melancholischen Komödie über das Älterwerden eines Schauspielers entlarvt Dresen das moderne Filmset als Schauplatz menschlicher Eitelkeiten, wo Egoismus, Selbstüberschätzung und verdrängte Gefühle auf das wahre Leben treffen, das vom überforderten Regisseur bis hin zur verliebten Assistentin jeden aus der Bahn wirft. Ironischerweise basiert das doppelbödige Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase auf einer Begebenheit, die sich 1957 während der Entstehung eines DEFA-Films tatsächlich ereignete. Frank Beyer, damals Regieassistent und Zeuge des Vorfalls, plante zunächst, diesen Stoff selbst zu verfilmen. Krankheitsbedingt verhindert, übernahm Dresen das Zepter und würzte das Geschehen  mit seinem unverwechselbaren Sinn für Authentizität, Sensibilität sowie lakonischen Humor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Whisky mit Wodka“, ein Zickenkrieg unter Männern, das Porträt eines Mittelpunktmenschens, ein Ensemblefilm allererster Güte. Na dann: Prost!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 2. September 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2593388449286160958?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2593388449286160958/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2593388449286160958' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2593388449286160958'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2593388449286160958'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_09_01_archive.html#2593388449286160958' title='„Whisky mit Wodka“ (Kinostart: 3. September 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5827942642745294185</id><published>2009-08-27T15:40:00.001+02:00</published><updated>2009-08-27T15:41:13.706+02:00</updated><title type='text'>„Beim Leben meiner Schwester“ (Kinostart: 27. August 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Macaulay Culkin, Haley Joel Osment, Dakota Fanning, Abigail Breslin. Ungewöhnliche Namen scheinen – zumindest in Amerika – eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Karrieren als Kinderstar zu sein. Doch der Ruhm ist begrenzt, mit Beginn der Pubertät ist das Leinwandleben an der Seite von Cruise, Willis oder De Niro meist beendet. „Kevin“ hockt nun allein zu Haus, Osment synchronisiert dieser Tage hauptberuflich Videospiele und Elle Fanning schnappt ihrer älteren Schwester inzwischen die Rollen weg.&lt;br /&gt;„Little Miss Sunshine“-Pummelchen Breslin (13) steht dieses Schicksal möglicherweise ebenso noch bevor. Bis dahin veredelt sie Filme wie „Beim Leben meiner Schwester“ und beweist als Anna ihr Talent für anspruchsvolle und komplexe Rollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Ehepaar Sara (Cameron Diaz) und Brian (Jason Patric) von der Leukämie ihrer Tochter (Sofia Vassilieva) erfahren, entscheiden sie sich nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen einer Knochenmarkspende für eine erneute Schwangerschaft. Zwar stehen die Chancen schlecht, doch mit etwas Glück könnte im Neugeborenen die Rettung liegen und Familie Fitzgerald zur Normalität zurückfinden. Schon kurz nach Annas Geburt stehen die ersten Untersuchungen an und sie wird zum wichtigsten Menschen bei der Behandlung und Heilung ihrer Schwester. Bis sie nach elf Jahren plötzlich „nein“ sagt: Keine Spenden mehr, keine Transfusionen, keine Hilfe. Nur ein juristisches Schreiben, das mit einer Klage gegen die Eltern droht, sollten sie Annas Wunsch nicht akzeptieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mama Diaz hat das Wort&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Klage? Ein Prozess Kind gegen Eltern? Normalerweise geht einem solchen Schritt zunächst eine familieninterne Diskussion voraus, zumindest bei einem intakten Verhältnis. Dass der Amerikaner sogleich den Weg zum Anwalt wählt, ist eine wahrhaft seltsame Methode, eigene Forderungen durchzusetzen. Immerhin gelingt es Regisseur Nick Cassavetes diese für europäische Begriffe übertriebene Art der Willensbekundung mit einer glaubhaften Charakterexposition nachvollziehbar zu gestalten. Nach außen perfekte Familienidylle und Zusammenhalt vorgaukelnd, ist es vor allem die Mutter, überambitioniert, aufopferungsvoll und zwanghaft optimistisch in ihrem Denken, welche die Richtung vorgibt und dabei Kollateralschäden in Kauf nimmt.&lt;br /&gt;Die jugendlich wirkende Cameron Diaz – immer noch gewillt, als ernsthafte Schauspielerin Fuß zu fassen – mag als dreifache Mutter fehlbesetzt wirken, ihr solides Spiel zwischen Hilflosigkeit und Strenge zerstreut etwaige Zweifel jedoch schnell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musik, Tränen und etwas Kitsch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gehört es zu den Gesetzen des Genres, dass ein Drama dieses Kalibers, so es denn ein breites Publikum ansprechen will, nicht zwanghaft das Leiden und das moralische Ringen der Akteure in den Vordergrund stellt. „Beim Leben meiner Schwester“ lässt dann auch ziemlich schnell die durchaus spannende Frage um das Mitspracherecht eines Kindes bei medizinischen Notwendigkeiten hinter sich und konzentriert sich auf die Gefühlswelt der einzelnen Figuren. Als traue er seinen durchaus hervorragend agierenden Darstellern nicht, verpasst Cassavetes nun fast jeder Szene einen überkitschten Klangteppich mit zutiefst emotionaler Wohlfühlmusik, die dezenter gesetzt eine passende Ergänzung hätte darstellen können. Somit seufzt „Beim Leben meiner Schwester“ letztendlich im Tränenmeer des Zuschauers dahin, der streitbare Ansatz bleibt indessen am Ufer zurück. Schön ist’s irgendwie trotzdem.&lt;br /&gt;Sonnenschein Breslin indessen wird zum nächsten Film durchgereicht und behauptet sich demnächst neben Woody Harrelson und Bill Murray in „Zombieland“. Danach gibt es gleich drei Trickfilmprojekte, die „nur“ ihr stimmliches Talent fordern. Wer sich so lange in einem Tonstudio versteckt, wird womöglich bald nicht mehr vermisst. Erst recht nicht, wenn die nächste Kinderrolle in einem Spielberg-Werk besetzt werden soll. Haley Joel Osment („A.I.-Künstliche Intelligenz“) und Dakota Fanning („Krieg der Welten“) wissen das schon lange.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der „Sächsischen Zeitung“ vom 27. August 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5827942642745294185?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5827942642745294185/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5827942642745294185' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5827942642745294185'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5827942642745294185'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_08_01_archive.html#5827942642745294185' title='„Beim Leben meiner Schwester“ (Kinostart: 27. August 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-4969173266598344176</id><published>2009-08-12T13:48:00.007+02:00</published><updated>2009-09-21T14:57:13.258+02:00</updated><title type='text'>„Inglourious Basterds“ / „Stolz der Nation“ (Kinostart: 20. August 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Interessanter als die Namensliste jener Regisseure, die eine `Palme d´Or´ (Auszeichnung des jährlich stattfindenden Cannes Film Festival) gewonnen haben, ist die Liste derer, die sie nicht erhalten haben.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Satz, wie ihn wohl nur ein Filmfreak wie Quentin Tarantino von sich geben kann, dem wohl bestinformierten, lebenden Lexikon zum Thema „bewegte Bilder“ und gleichsam meistgeliebter/meistgehasster Autorenfilmer Amerikas. Seine Werke polarisieren, schrecken ab, begeistern, belohnen Fans mit unzähligen Referenzen zu Kunst und Geschichte, lassen das weniger vorbelastete Publikum hingegen ratlos oder gar kopfschüttelnd zurück. Und trotzdem: Bringt der Autodidakt einen neuen Film auf die Leinwand, entgeht dies weder seinen Kritikern und schon gar nicht seinen Anhängern. Publicity auf allen Kanälen in Reinkultur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn Tarantinos künstlerisches Schaffen nicht überall auf Gegenliebe stößt, so sind Zweifel an seinen Fähigkeiten als Drehbuchautor, Regisseur und Musikarchäologe stets das beste Erkennungszeichen für all jene Zuschauer, die „Film“ nicht als Gesamtwerk, sondern lediglich als „Unterhaltung für Zwischendurch“ akzeptieren. Denn obgleich seine Art und Weise, Figuren, Konflikte und Ereignisse darzustellen viele zartbesaitete Seelen von vornherein vom Filmgenuss ausschließen, so sind seine Arbeiten weder dem Action-, Horror-, noch Kriegsfilmgenre zuzuordnen. Es sind Filme über Menschen, über deren Eigenheiten, über die Macht des Kinos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ginge es nach Tarantino, ist es nämlich jene auf Zelluloid gebannte Fantasiewelt, die alles Übel dieser Welt (im Konkreten: die Führungspersönlichkeiten des Nationalsozialismus) vernichten und auslöschen könnte. Ein Märchen, eine freche Idee, ein fabelhafter Stoff für einen außergewöhnlichen Film: „Inglourious Basterds“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon der Beginn des im II. Weltkrieg angesiedelten Epos weiß zu begeistern: Untermalt von einer Melodie aus dem riesigen Fundus von Komponistenlegende Ennio Morricone, der aufgrund anderer Verpflichtungen (leider?) keinen neuen Soundtrack für seinen größten Fan unter den Filmemachern bereitstellen konnte, glaubt man sich in einen Italo-Western zurückversetzt, was die optische Eröffnung kongenial unterstreicht. Was folgt, ist ein sehr langes, sehr ruhig geführtes Gespräch zwischen einem Bauern und einem SS-Offizier, das einmal mehr Tarantinos Talent für psychologisch ausgefeilte Dialoge beweist, mit denen man in den kommenden 150 Minuten noch häufiger konfrontiert werden wird (übrigens von Tom Tykwer ins Deutsche übersetzt). Tatsächlich gibt es wohl derzeit kaum einen anderen Autor, der sich so viel Zeit für das gesprochene Wort in einem „Hollywoodfilm“ nimmt, der „IB“ trotz der konsequenten Verweigerung gängiger Klischees in Umsetzung und Erzählung ja doch ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der hier erstmals auftretende SS-Mann Hans Landa (Christoph Waltz) stellt eine Schlüsselfigur in der Planumsetzung des amerikanischen Leutnants Aldo Raine (Brad Pitt) dar, der zusammen mit anderen jüdischen Soldaten und Anhängern (darunter Eli Roth, Til Schweiger, Diane Kruger) möglichst viele Nazis im besetzten Frankreich „skalpieren“ will. Eine passende Gelegenheit, sogleich die ganze Naziführungsbrut zu exekutieren, arrangiert unbewusst der deutsche Kriegsheld und Schauspieler Fredrick Zoller (Daniel Brühl), der sich in eine französische Kinobetreiberin (Mélanie Laurent) verguckt und Göbbels überredet, die große Premiere seines Propagandafilms „Stolz der Nation“ in ihr Haus zu verlegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zufall und Schicksal spielen eine nicht unerhebliche Rolle, wenn die Geschichte schließlich (fast) alle Akteure im Kino zusammenführt. Nie jedoch stellt sich dabei das Gefühl eines „zu konstruierten“ Plots ein, dafür ist Tarantino einfach zu gründlich und clever in seiner Vorarbeit als Autor und seinen Fähigkeiten als menschliches Filmlexikon. Denn was einmal mehr der ganzen Szenerie eine besondere Note verleiht, ist das wilde Zitieren quer durch die Geschichte des Kinos, Namen die fallen, Musikstücke die kurz ertönen, Filmplakate die im Hintergrund schimmern. Bei aller Zitierwut und Verbeugung vor seinen Kollegen gelingt es ihm jedoch gleichermaßen, eine glaubhafte Welt zu schaffen, in der seine Charaktere nachvollziehbar agieren und niemals zur bloßen Staffage verkommen, da alle stets die Handlungen der anderen beeinflussen. Um dies zu erreichen, schenkt er nahezu jeder Nebenfigur einen Moment auf der Leinwand, erwartungsgemäß mit ebensolcher Sorgfalt geschrieben und inszeniert, wie der ganze Rest des Streifens. Das Kartenspiel einiger deutscher Soldaten in einer Taverne liefert hierzu ein treffendes Beispiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abseits des gesprochenen Wortes punktet „Inglourious Basterds“ selbstverständlich auch bei der optischen Umsetzung: Stammkameramann Robert Richardson („JFK“, „Casino“, „Natural Born Killers“) findet mittels wunderbarer Kranfahrten oder witzig gesetzter Low-Angle-Shots (= Kamera schaut von unten auf die Akteure) wie immer einprägsame Bilder jenseits ausgetretener Pfade. Nicht zu vergessen jene eingefrorenen Momente, in denen die Haupthandlung kurz beiseite gelegt wird, um die Vorgeschichte einiger Basterds zu erzählen. Typisch, aber auch hier unverwechselbar Tarantino, der nie um eine ironische Brechung seiner Schlachterplatte verlegen ist. Dank solcher Intermezzi reizt „Inglourious Basterds“ das gesamte Spektrum von Stimmungen aus, die ein Film beim Publikum bewirken kann – trotz der eher düsteren Thematik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der diesjährigen Verleihung der `Palme d´Or´ ging „Inglourious Basterds“ als Film an sich zwar leer aus, Christoph Waltz jedoch erhielt für seine Darstellung des SS-Offiziers Landa die Auszeichnung als bester Darsteller. So fügt sich sein Regisseur, der bereits 1994 für „Pulp Fiction“ den Hauptpreis gewann, zumindest im Jahr 2009 selbst in die „interessantere Liste“ der Nichtpreisträger ein, etwas Abgefahreneres, Unterhaltsameres und Erinnerungswürdigeres als dieser Film wird uns in diesem Jahr allerdings wohl kaum mehr begegnen. Darauf verwette ich mein rechtes Auge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: „Stolz der Nation“ von Eli Roth (Darsteller des „Bärenjuden“ Donny Donowitz) startet zeitgleich mit „Inglourious Basterds“ und ist nur zusammen mit dem Hauptfilm als kurze Sequenz am Ende zu sehen. Der (gefälschte) Propagandafilm stellt den (erfundenen) mutigen Kampf des deutschen Soldaten Zoller dar, dem es gelang, hunderte Feinde in die Flucht zu schlagen. Wer etwas mehr über dessen Heldentat erfahren möchte, dem seien folgende Seiten empfohlen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://stolzdernation.com/#/home&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer hingegen dem armen Kameraden mit dem blutigen (rechten) Auge eine paar tröstende Worte widmen will, wende sich bitte an den Autor dieser Zeilen, der als Statist bei diesem Film mitwirken durfte - und seitdem mit einem eingeschränkten Sichtfeld sein Dasein fristet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-4969173266598344176?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/4969173266598344176/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=4969173266598344176' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4969173266598344176'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/4969173266598344176'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_08_01_archive.html#4969173266598344176' title='„Inglourious Basterds“ / „Stolz der Nation“ (Kinostart: 20. August 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-8128441562794190885</id><published>2009-08-10T13:49:00.002+02:00</published><updated>2009-08-10T13:59:31.558+02:00</updated><title type='text'>„Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ (Kinostart: 13. August 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ein Film kann niemals das gesamte Leben eines Menschen widerspiegeln oder in all seiner Dichte darstellen. In seinem fulminanten Gangsterporträt über Jacques Mesrine wies Regisseur Jean-François Richet gleich zu Beginn auf diesen leider viel zu oft vergessenen Fakt hin, dem sich alle Filmemacher stellen müssen, zumindest bei einem auf wahren Ereignissen und Personen beruhenden Drehbuch. Nun ist es nur die halbe Miete, bestimmte Kapitel im Leben eines Menschen zu erwähnen. Viel wichtiger für eine in sich geschlossene Biographie jedoch ist all das, was daraus entsteht: Welchen Einfluss hatte das Waisenhaus auf die Erziehung? Wie wirkt sich das Fehlen familiärer Beziehungen auf den Charakter aus? Was motiviert ein armes Mädchen, das sich vornehmlich mit Strickarbeiten und Chansondarbietungen in  drittklassigen Etablissements finanziell über Wasser hält, eine Karriere als Modedesignerin für Besserverdienende zu starten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ von Anne Fontaine („Nathalie“, 2003) schert sich um solche Fragen herzlich wenig. Erzählt werden soll der Lebens- und Karriereweg von Gabrielle „Coco“ Chanel (Audrey Tautou, „Amélie“, 2001), jener Modeschöpferin, die mit ihren revolutionären Arbeiten das 20. Jahrhunderts bedeutend geprägt hat. Das Hauptaugenmerk Fontaines liegt dabei in der etwas seltsam anmutenden Liebes-/Freundschaftsbeziehung zu Ètienne Balsan (dargestellt von Benoît Poelvoorde, der sich dank der Farce „Mann beißt Hund“ von 1992 für immer als das personifizierte Böse in mein Gedächtnis eingebrannt hat), einem Lebemann und Frauenhelden, von dem sie sich aushalten lässt und den sie trotz wachsender Aversion doch als Beschützer akzeptiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Höhepunktlos plätschert die Erzählung dahin und der Verdacht kommt auf, dass - trotz der Bedeutung für die Modewelt - das (Vor-)Leben von Coco Chanel ein ziemlich biederes und ereignisloses war. Nicht einmal die kurze Affäre mit einem rücksichtsvollen, sehr charmant auftretenden Freund ihres Hausherrn (Alessandro Nivola, „Face/Off“, 1997) kann ansatzweise fesseln, da uns die Figur der Coco ebenso verschlossen bleibt wie das versteinerte Gesicht der Hauptdarstellerin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verschenkt, spannungsarm, uninspiriert. Nein, es genügt nicht, sich einfach nur einer berühmten Person ohne bewegende Biographie anzunehmen und ihre manchmal freche, aber oftmals schlicht dreiste Dickköpfigkeit in ein „vorbildhaftes Rebellentum einer mutigen Frau“ umzudichten. Da retten auch die Kostüme nichts mehr, die zwar schick anzusehen sind, jedoch als Katalysator für einen durch und durch mäßigen Film ganz und gar unnütz sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-8128441562794190885?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/8128441562794190885/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=8128441562794190885' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8128441562794190885'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/8128441562794190885'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_08_01_archive.html#8128441562794190885' title='„Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ (Kinostart: 13. August 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2814768217335852359</id><published>2009-07-30T16:12:00.002+02:00</published><updated>2009-07-30T16:12:37.029+02:00</updated><title type='text'>„Fanboys“ (Kinostart: 30.07.2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Möge die Macht gegen dich sein&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war einmal in einer entfernten Galaxie, einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wo es (fast) jedem gelingen kann, nur auf Grundlage einer halbwegs witzigen Idee ganze Scharen von Filmproduzenten zu begeistern (darunter Kevin Spacey). Daraufhin setzten sich an diesem Ort zwei Drehbuchautoren zusammen, um einen amüsanten Film über die Folgen des „Star Wars“ -Fandaseins zu Papier zu bringen. Leider vergaßen sie jedoch, ihrer Kreation neugierig machende, charmante, oder schlicht interessante Charaktere zuzufügen. Als Folge dessen meldeten sich lediglich vier mäßig begabte Darsteller für die Hauptrollen (Dan Fogler, Jay Baruchel, Sam Huntington, Chris Marquette), doch was macht das schon, wenn zumindest ein paar bekannte Gesichter (William Shatner, Carrie Fisher) hier und da die Szenerie bereichern?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn die vier Jungs sind unterwegs zum Anwesen von George Lucas, dem Schöpfer von „Star Wars“ und im Jahr 1998 alleiniger Besitzer der ersten Filmfassung von „Episode I“. Die Zeit drängt, denn einer der Helden ist an Krebs erkrankt und möchte das Werk vor seinem Ableben sehen. Doch die Reise zur bestbewachten Ranch der USA ist gespickt mit allerlei seltsamen Zwischenstopps, Feinden aus dem „Star Trek“-Lager und einer banalen Aneinanderreihung belangloser Ereignisse, an deren Ende sich einer der Protagonisten im Kino sitzend fragt: „Was, wenn ‚Episode I‘ langweilt?“ Dann, mein Freund, dann hast Du „Fanboys“ gesehen! Und die Macht ist gegen dich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der „Sächsischen Zeitung“ (Plusz) vom 30. Juli 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2814768217335852359?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2814768217335852359/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2814768217335852359' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2814768217335852359'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2814768217335852359'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_07_01_archive.html#2814768217335852359' title='„Fanboys“ (Kinostart: 30.07.2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-6413380428049934110</id><published>2009-07-24T11:12:00.003+02:00</published><updated>2009-07-24T11:18:34.778+02:00</updated><title type='text'>„Salami Aleikum“ (Kinostart: 23. Juli 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Woran denken Sie, wenn Sie den Titel „Salami Aleikum“ lesen? Einen Film aus dem Nahen Osten? Vielleicht eine orientalisch angehauchte Geschichte? Oder doch „nur“ eine Komödie, die wenig rücksichtsvoll die islamische Kultur persifliert?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorurteile, oder wie im oben genannten Beispiel Meinungen, die lediglich auf flüchtigen Wahrnehmungen basieren, sind in jeder Gesellschaft omnipräsent. Häufig im Offensichtlichen, viel zu oft auch im Verborgenen. Darauf hinzuweisen und Vorurteile zu hinterfragen, ist ein endloser, aber wichtiger Prozess, sei es auf politischem oder kulturellem Wege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ali Samadi Ahadi, Regisseur des in Deutschland produzierten Films „Salami Aleikum“, geht dieses schwierige Thema auf ganz spezielle Weise an – als einen bunten Mix aus Komödie, Sozialdrama und Bollywood. Herausgekommen ist ein manchmal albernes, manchmal nachdenkliches, dabei stets unterhaltsames Werk zum völlig überholten, ewigen Ossi/Wessi- und Deutschsein-/Ausländersein-Denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mohsen (Navid Akhavan), 20 Jahre alt und deutsch-iranischer Abstammung, lebt zusammen mit seinen Eltern, den Inhabern einer Metzgerei, in Köln. Wenn es nach seinem Vater (Michael Niavarani) ginge, würde Mohsen ganz im Sinne der Familientradition ebenfalls hinter der Theke stehen und Gehacktes verkaufen. Doch der sensible Junge verliert sich lieber in Tagträumen und strickt. Ständig.&lt;br /&gt;Als der elterliche Betrieb wegen einer Unachtsamkeit beim Entsorgen von Schlachtabfällen vor dem Ruin steht, geht Mohsen einen zwielichtigen Deal mit einem polnischen (!) Geschäftsmann ein. Alles, was er tun muss, ist eine Fahrt ins Nachbarland, um dort ein paar wohlgenährte, umsatzversprechende Schafe abzuholen. Selbstverständlich war das Geschäft „getürkt“ und der schüchterne Mohsen landet ungewollt inmitten der ostdeutschen Provinz: in Oberniederwalde. Ein paar Zufälle und Missverständnisse später gilt Mohsen bei den Bewohnern als Vorhut für die Wiederkehr großer Investoren, die aus dem brachliegenden VEB „Textile Freuden“ ein weltweit erfolgreiches Unternehmen machen sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den ersten Blick ist „Salami Aleikum“ nichts weiter als eine Ansammlung altbekannter Klischees: Der unehrliche Pole, das verstaubte Ostdorf, darin Bewohner, welche den Fremdling kritisch beäugen und sofortige Anpassung fordern, ein cholerischer Vater, der von seinem Sohn die strenge Einhaltung traditioneller Regeln erwartet, sowie eine übergroße, blonde Landpommeranze (Anna Böger), die mit den Nachwirkungen ihrer gedopten DDR-Sportlerkarriere zu kämpfen hat.&lt;br /&gt;Doch weiß Drehbuchautor Arne Nolting all diese Oberflächlichkeiten wunderbar zu nutzen, um daraus Figuren zu entwickeln, die allesamt weit entfernt davon sind nur vorgeführt zu werden oder für eine gesellschaftliche Schicht von Menschen herhalten zu müssen. Es ist schlicht rührend und absurd zugleich, wie sich die Charaktere auf Grundlage ihres Halbwissens über fremde Kulturen versuchen anzunähern. Dazu zählen überstürzte Sprachkurse in Eigenregie ebenso wie das Einpacken eines Baseballschlägers zur Verteidigung, wenn die Koffer für die Reise nach Ostdeutschland gepackt werden. Die Väter präsentieren sich später beim gemeinsamen Trinkgelage brüderlich ihre angestaubten Uniformen und beim Fachsimpeln über den Nutzen ausländischer Investoren freut sich Papa Wolfgang Stumph: „Na wenigstens ist es kein Wessi!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt spielen nicht nur Stumph und Niavarani als misstrauische Väter fabelhaft auf. Dem gesamten Cast scheint es eine helle Freude gemacht zu haben, dieses mit Tricksequenzen und Tanzeinlagen gespickte Stück Filmkunst zum Leben zu erwecken. Sie verleihen ihren Figuren trotz aller anfänglichen Ressentiments Wärme und Sympathie, transportieren deren Wünsche, Träume und Erwartungen nach Außen und entlarven somit gleichzeitig hier und da die Wurzeln für Vorurteile und falsche Beurteilungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Salami Aleikum“ gelingt das Kunststück, auf sehr leichtfüßige Art und Weise Vorurteile zu karikieren, auf gesellschaftliche Zustände hinzuweisen und mit herzlichen Charakteren zu unterhalten. Ausgezeichnet!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-6413380428049934110?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/6413380428049934110/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=6413380428049934110' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6413380428049934110'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/6413380428049934110'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_07_01_archive.html#6413380428049934110' title='„Salami Aleikum“ (Kinostart: 23. Juli 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-2930374547243157532</id><published>2009-07-15T14:47:00.002+02:00</published><updated>2009-07-15T14:49:51.120+02:00</updated><title type='text'>„Harry Potter und der Halbblut-Prinz“ (Kinostart: 15. Juli 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Zu Beginn ein wenig Statistik: Es ist der sechste Film im achten Jahr, Werk zwei für Regisseur David Yates und mit stolzen 153 Minuten momentaner Laufzeit-Vize unter den Harry-Potter-Abenteuern. Eine Selbstverständlichkeit, angesichts der vielen anstehenden Ereignisse im Zauberinternat Hogwarts, wo Harry (Daniel Radcliffe) zusammen mit seinen Freunden Hermine (Emma Watson) und Ron (Rupert Grint) das nächste Schuljahr beginnt. &lt;br /&gt;Unter den wachsamen Augen des Direktors Dumbledore (Michael Gambon) erfährt der junge „Auserwählte“ hier immer mehr Geheimnisse aus dem Leben seines Feindes, Lord Voldemort (Ralph Fiennes). Als wäre dies nicht schon gefährlich genug, spielen auch noch die Hormone verrückt und beuteln die angehenden Zauberer mit den Tücken der ersten Liebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem „Halbblut-Prinz“en vorzuwerfen, der Reihe wenig Neues hinzuzufügen, ist ob der aufeinander aufbauenden Dramaturgie der einzelnen Teile kein faires Argument.  Neueinsteiger tun daher gut daran, sich zuvor in das Potter-Universum einzulesen, um die vielen kleinen Nettigkeiten im Hintergrund überhaupt wahrnehmen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inhaltliche Schwächen offenbaren sich allerdings auch ohne tiefere Kenntnisse: Das zu Beginn sorgsam und humorvoll aufgebaute Beziehungschaos wird am Ende wenig überzeugend „repariert“, Professor Snape (Alan Rickman), eine der Hauptfiguren, wirkt in Gestus und Sprache wie ein austauschbares Abbild von „Matrix“-Bösewicht Agent Smith, und in Ermangelung eigener Ideen stürzt sich zum Finale auch noch „Herr der Ringe“-Monster Gollum in Dutzendfacher Ausführung auf den armen Harry.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlecht ist der Film deswegen nicht, ein wenig mehr inhaltliche Sorgfalt und künstlerisches Neuland darf es im nächsten Teil aber schon gern sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Meißner Tageblatt“ vom 15. Juli 2009.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-2930374547243157532?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/2930374547243157532/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=2930374547243157532' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2930374547243157532'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/2930374547243157532'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_07_01_archive.html#2930374547243157532' title='„Harry Potter und der Halbblut-Prinz“ (Kinostart: 15. Juli 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4396263254941094354.post-5382070521876643976</id><published>2009-07-02T10:54:00.002+02:00</published><updated>2009-07-02T11:07:31.687+02:00</updated><title type='text'>„Achterbahn“ (Kinostart: 2. Juli 2009)</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Wie an anderer Stelle auf diesem Internetblog schon einmal erwähnt, zählen Dokumentationen nicht zu meinen Favoriten im Kinoprogramm. Oftmals genügen weder Inhalt noch Umsetzung dem Anspruch an einen spannenden, unterhaltsamen, anregenden Film, um ihn vorbehaltlos zu empfehlen.&lt;br /&gt;Peter Dörflers „Achterbahn“ jedoch bietet dies alles. Mehr noch: Es ist kaum vorstellbar, dass diese Geschichte tatsächlich der Realität entspringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer immenser Vorteil dieser Dokumentation gegenüber anderen Geschichten ist die unauffällige, für dieses Sujet allerdings essenziell wichtige Arbeit „hinter der Kamera“. In diesem Fall von Regisseur Dörfler selber geführt, dessen Erfahrung als Spielfilmfotograf (u.a. „SommerHundeSöhne“, 2004) das Werk vom amateurhaften Rest (man verzeihe mir diese Generalisierung) wohltuend abhebt. Dörfler hat tatsächlich Bilder kreiert, welche die Leinwand nutzen und füllen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Achterbahn“ berichtet von der abwechslungsreichen Lebensgeschichte der Familie Witte, ein Name, der untrennbar mit dem Berliner Spreepark, auch bekannt als „Plänterwald“, verbunden ist. Ein Freizeitpark, der nach der Wiedervereinigung von Norbert Witte als Geschäftsführer übernommen wurde und zum größten Rummelplatz der Region ausgebaut werden sollte. Witte galt zu dieser Zeit bereits als „alter Hase“ in diesem Geschäft, hatte mit seinen Fahrgeschäften erfolgreich Tourneen durch Jugoslawien und Italien absolviert und dabei anständige Gewinne erzielt.&lt;br /&gt;Das Projekt „Vergnügungspark Plänterwald GmbH“ startete 1990 und versprach tatsächlich ein Erfolg zu werden. Doch aller Besucherströme zum Trotz erwirtschafteten Witte und seine Mieter kaum Umsatz, zusätzlich gebeutelt von geschäftsschädigenden Entscheidungen des Berliner Senats (u.a. wurden freie Parkplätze gestrichen) folgte 2001 die Insolvenz. Um den Schulden zu entgehen, „floh“ Familie Witte mit einigen Karussells nach Peru, um dort einen Neuanfang zu wagen. Probleme beim Zoll und Korruption verzögerten den Aufbau, aus Geldnot nutzte Norbert Witte im Jahr 2003 eine Reise nach Deutschland zum Schmuggel von Drogen – und wurde verhaftet. Ebenso wie sein Sohn, der in einem undurchsichtigen Verfahren zu 20 Jahren (!) Haft in Peru, in einem der härtesten Gefängnisse der Welt, verurteilt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit 2008 ist Vater Witte nun wieder auf freiem Fuß und plant bereits neue Investitionen. Unterdessen lassen seine Ex-Frau und seine Tochter nichts unversucht, den Sohn und Bruder aus Peru nach Deutschland zu holen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nomen est Omen: Treffender als „Achterbahn“ hätte Dörfler seinen Film nicht betiteln können. Das Auf und Ab im Leben Wittes überträgt sich auf den Zuschauer, staunend, kopfschüttelnd und mit fiebernd verfolgt man diese schier unglaubliche Geschichte eines Stehaufmännchens, das sich selbst durch familiäre Tragödien nicht von seinem Traum abhalten lässt und immer wieder einen Neubeginn wagt – koste es, was es wolle.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4396263254941094354-5382070521876643976?l=cinecsaba.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cinecsaba.blogspot.com/feeds/5382070521876643976/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4396263254941094354&amp;postID=5382070521876643976' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5382070521876643976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4396263254941094354/posts/default/5382070521876643976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cinecsaba.blogspot.com/2009_07_01_archive.html#5382070521876643976' title='„Achterbahn“ (Kinostart: 2. Juli 2009)'/><author><name>Csaba</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06707120562052836605</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
